Bitpanda Account gehackt? Geld und Kryptos weg? Fachanwalt hilft!

Lesezeit: ca. 5 Minuten

Bitpanda ist eine beliebte Kryptowährungsbörse, die mittlerweile nicht nur die rein digitalen Assets, sondern auch Investments in Edelmetallen anbietet. Kein Wunder, dass die Kundschaft von Bitpanda die Plattform gern nutzt, da das Angebot vielfältig und die Bedienung leicht ist. Doch was ist, wenn der eigene Account bei Bitpanda gehackt worden ist?

Phishing-Angriffe passieren nicht nur auf Bankkonten, sondern können auch auf Ihr Konto bei einer Kryptobörse wie Bitpanda vorgenommen werden. Der Effekt ist dann der Gleiche: Ihr Geld ist weg. Oder im Falle von Bitpanda: Ihre Kryptowährungen sind gestohlen worden.

Allerdings gibt es aus rechtlicher Perspektive gute Ansatzpunkte, das eigene Vermögen nach einem gehackten Bitpanda-Konto zurückzuerhalten oder entsprechenden Schadensersatz zu fordern.

Konto leergeräumt bei Bitpanda? Was Sie jetzt NICHT tun sollten!

Sollte Ihr Euroguthaben bei Bitpanda plötzlich verschwunden sein, oder Ihre Kryptowährungen dort abgehoben erscheinen, obwohl Sie selbst keine Transaktion veranlasst haben, bedenken Sie die nachfolgenden Punkte bitte.

Bei einem gehackten Konto, welches leergeräumt worden ist, sind Sie zunächst die Person, die einen Anspruch stellen wird. Sie werden gegen Bitpanda oder eine vergleichbare Kryptobörse vorgehen müssen. Hier ist es ratsam, dass Sie selbst keine Fehler begehen.

Keinesfalls sollten Sie eingehende Details mit Bitpanda “locker über den Support” besprechen. Es handelt sich um einen Phishing-Angriff auf Ihren Bitpanda-Account. Dies ist eine ernste Angelegenheit. Wenn Sie ohne rechtsanwaltliche Unterstützung mit Bitpanda hierüber kommunizieren, riskieren Sie, dass Sie wichtige Informationen mitteilen – und von diesen Informationen könnte Bitpanda mehr profitieren als Sie selbst.

Achten Sie daher darauf, Bitpanda nicht Details mitzuteilen, die letztlich gegen Sie selbst verwendet werden könnten. Denn im Falle eines Hackingangriffs auf Ihr Konto oder Ihren Account werden Kryptobörsen vermutlich versuchen, Ihnen selbst die Schuld an den Umständen zuzuschreiben.

Beispielsweise gibt Bitpanda Hinweise zur Kontensicherheit, die von den Nutzerinnen und Nutzern zu beachten sind. Wer hier bereits im Vorfeld einer rechtlichen Auseinandersetzung zugibt, sich nicht an die Hinweise gehalten zu haben, riskiert erhebliche Nachteile.

Mit anderen Worten: Es empfiehlt sich dringend, zunächst die Situation mit Hilfe eines spezialisierten Anwalts rechtlich zu prüfen und zu bewerten. Erst dann kann rechtssicher gegenüber Bitpanda oder der Kryptobörse vorgegangen werden.

Wie konnte mein Bitpanda-Account gehackt werden?

Beim Phishing gehen die Täterkreise stets technisch versiert vor. Es wird entweder Schadsoftware unbemerkt in das Endgerät des Betroffenen eingeschleust, oder über Phishing-Links werden Anweisungen erteilt, die zum Vermögensschaden führen. Oft werden beispielsweise Websites von Banken oder Kryptobörsen nahezu perfekt imitiert, sodass Betroffene dort im guten Glauben ihre persönlichen Login-Daten eingeben.

Bei Bitpanda und anderen namhaften Kryptobörsen sind die Login-Daten allein meist nicht brauchbar für die Phishing-Angreifer. Für die Abhebung vom Konto wird in vielen Fällen eine TAN oder ein 2-Faktor-Authentifizierungssystem benötigt.

Die Hacker schaffen es anscheinend, selbst diese zweite Schwelle zu überschreiten und auch die TANs und 2-Faktor-Authentifizierungscodes abzugreifen. Hierdurch wird es möglich, Euroguthaben oder Kryptowährungen gegen den Willen der Eigentümer beim Bitpanda-Account abzuheben. Die Betroffenen bemerken dies meist viel zu spät. Insbesondere bei Kryptobörsen schauen die Kundinnen und Kunden nicht täglich auf ihr dortiges Konto, um die Bestände zu prüfen.

Technisch ist zu klären, ob es einen unberechtigten Zugriff auf die eigene EDV gab. Informationen aus dem Antivirenprogramm und andere technische Details sind wichtig.

Vergleichen Sie die Fälle bei Bitpanda mit Phishing-Angriffen auf Bankkonten

Als Fachanwalt für IT-Recht bin ich bereits seit Jahren im Bereich der Haftungsfälle nach einem leergeräumten Bankkonto aktiv. Diesbezüglich habe ich bereits zahlreiche Verfahren geführt und Betroffenen dabei geholfen, nach einem Phishingangriff ihr Geld von der Bank zurückzuerhalten. Weitere Informationen finden Sie beispielsweise hier.

Juristisch gesehen sind die Fallkonstellationen, in denen ein Konto bei Bitpanda gehackt wird, vergleichbar mit den Fällen bezüglich gehackter Girokonten. Hier wie dort geht es darum, dass nicht autorisierte Zahlungen vorgenommen worden sind. Täter haben sich Zugriff auf die Login-Daten, TANs und 2-Faktor-Authentifizierungsmechanismen verschafft und konnten so Geld und Kryptowährungen abheben.

Es stellt sich dann die Frage, wer in diesen Fällen letztlich haftet. Liegt der Fehler eines gehackten Bitpanda-Kontos bei Ihnen, der betroffenen Person, oder bei Bitpanda? Wurden Sicherheitsmaßnahmen womöglich seitens einer Kryptobörse nicht ausreichend unternommen? Es hängt von vielen Details ab, die jedoch “alles oder nichts” hinsichtlich der Haftung bedeuten.

Rechtlicher Hintergrund zu Phishing und leergeräumtem Konto / Account

Juristisch ist zu klären, ob unter anderem die Vorschrift des § 675u BGB einschlägig ist. In dieser Regelung des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB) wird festgelegt, wie die Haftung des Zahlungsdienstleisters für nicht autorisierte Zahlungsvorgänge ist. der Gesetzgeber legt fest, dass dem Zahler ein Zahlungsbetrag zu erstatten ist, wenn der Kontoinhaber die Zahlung nicht wissentlich und willentlich ausgelöst hat. Hierzu sind die Einzelheiten des jeweiligen Sachverhalts rechtlich einzuordnen.

Im Rahmen der rechtlichen Prüfung ist die Frage zu bewerten, ob Bitpanda ein Zahlungsdienstleister im Sinne des §§ 675u BGB ist. Weiterhin ist zu klären, inwieweit die deutschen Regelungen aus dem Bürgerlichen Gesetzbuch auf ein Vertragsverhältnis mit dem österreichischen Unternehmen Bitpanda anzuwenden ist.

Wenn Sie eine Rechtsschutzversicherung haben, übernehme ich die Klärung einer Kostenübernahme des anwaltlichen Honorars. Die Rechtsschutzversicherung wird prüfen, ob Ihre Angelegenheit einem Versicherungsausschluss unterliegt. Ein solcher Versicherungsausschluss besteht beispielsweise bei einigen Rechtschutzversicherungen für rechtliche Auseinandersetzungen im Zusammenhang mit Kapitalanlagen.

Ich biete Betroffenen eines Bitpanda-Hacks eine kostenfreie Ersteinschätzung an

Falls Ihr Geld oder Ihre Kryptowährungen bei Bitpanda plötzlich verschwunden sind, und Sie nicht wissen, was zu tun ist, können Sie mir eine Mail schreiben. Schildern Sie mir unverbindlich Ihren Fall. Von mir erhalten Sie eine kostenfreie Ersteinschätzung.

Auf Grundlage meiner Ersteinschätzung können Sie entscheiden, ob ich Sie anwaltlich vertreten darf. Falls Sie meine Unterstützung einholen möchten, führe ich zeitnah die erforderliche anwaltliche Korrespondenz mit Bitpanda. Es geht darum, Ihr Geld und Ihre Kryptowährungen zurückzufordern.

Bitte beachten Sie, dass im Falle eines Hackingangriffs Ihr Computer oder Ihr Handy womöglich nach wie vor “infiziert”, also nicht sicher ist. Sie sollten entsprechend dafür sorgen, dass die Täter bei Ihnen nicht erneut zuschlagen können. Ihre Endgeräte müssen für die Zukunft bereinigt und frei von Fremdzugriffen sein.

Sollten Sie rechtsschutzversichert sein, stelle ich gern eine Kostendeckungsanfrage bei Ihrer Versicherung. Ich weiß aus Erfahrung, dass bei Phishingfällen meistens der Versicherungsschutz gewährt wird.


Wir sind in Deutschland, Österreich und der Schweiz tätig
2% unseres Gesamtumsatzes spenden wir an die Welthungerhilfe
 
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Rechtsanwalt Thomas Feil in den Medien

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