Trading-Betrug mit der „Höhle des Löwen“ ⚠️

Trading Betrug

Mittels gefälschten Zeitungsartikeln werden oftmals ahnungslose Verbraucher in die Falle der Krypto-Betrüger gelockt. Mittlerweile häufen sich solche Fälle und der Schaden kann in die Millionenhöhe durch Trading-Betrug mit der „Höhle des Löwen“ gehen.

Ich habe mir die Geschichte einer Betroffenen einmal genauer angeschaut und möchte Sie deshalb mit diesem Artikel warnen. Sind Sie häufig auf YouTube, Instagram, TikTok oder Facebook unterwegs, springen Ihnen sicherlich auch oft verlockende Angebote in die Augen: Von einer lukrativen Geldanlage bis zu einem Abnehmpulver ist alles dabei.

Wer steckt hinter der Werbung mit „Höhle des Löwen“?

Doch wer und was steckt hinter solchen Angeboten und wie seriös sind sie?
Besonders die Unterhaltungsshow „Die Höhle der Löwen“ ist oft in den Schlagzeilen zu sehen.

Zuletzt erst, weil ganz plötzlich ein Millionendeal für ein Rollstuhlräder-Start-up geplatzt ist. In regelmäßigen Abständen bekommt man meist als Werbung immer wieder Artikel zur Sendung eingeblendet. Ein Artikel mit folgender Überschrift lautete folgendermaßen: „Höhle der Löwen“-System macht deutsche Bürger reich! Sendung darf nicht ausgestrahlt werden, der Sender ist stinksauer.“

Viele denken jetzt womöglich, dass ihnen der Weg zum reich werden verwehrt wird. Zumindest steht es jedenfalls so in dem Artikel, der auf den ersten Blick aussieht, als komme dieser von der BILD-Zeitung. Beim genaueren Hinsehen wirkt der Artikel beziehungsweise sein Layout irgendwie seltsam. Autorennamen fehlen und auch die Schriftart ist ganz anders.

Die Höhle des Löwen Abzocke – mit gefälschter Werbung und Prominenten geworben

Die Fernsehshow „Die Höhle der Löwen“ ist im deutschsprachigen Raum sehr bekannt. Hierbei hört sich ein Team aus fünf Prominenten verschiedene Standpunkte zu innovativen Produkten an und greift ihnen – bei Interesse – finanziell unter die Arme. Mit diesem Konzept fanden schon viele tolle Produkte die Umsetzung. Am bekanntesten unter dem Expertenteam sind Carsten Maschmeyer, Judith Williams und Frank Thelen. Und genau dieser Bekanntheitsgrad dieser Personen wird aktuell von einer Bitcoin-Trading-Betrugsmasche unverfroren ausgenutzt.

Der 250 Euro Köder

Als typischer Köder werden 250 Euro eingesetzt, mit dem ein Anleger angelockt werden soll. Ein Anrufer fordert den potenziellen Anleger auf, 250 Euro auf ein Konto bei der Commerzbank einzuzahlen. Das wirkt natürlich erst einmal alles ganz offiziell, da es sich ja schließlich um eine ganz normale SEPA-Überweisung auf ein bekanntes Konto handelt.

Im Nachhinein stellt sich jedoch heraus, dass es das Konto zwar gibt, aber zu einer karitativen Stiftung gehört. Diese Stiftung weiß vermutlich noch nicht einmal etwas davon, dass ihre Spender offensichtlich gerade einen scheinbaren Schritt in Richtung Reichtum getätigt haben.

Des Weiteren wird man von den Betrügern am Telefon aufgefordert, ein Paysafe-Konto zu eröffnen. Hierbei handelt es sich um einen britischen Anbieter von elektronischen Zahlungsmitteln, der nach einer Art Prepaid-System agiert. Höflich bekommt man dann auch noch Unterstützung dabei, auf der Krypto-Börse Binance einen Account zu eröffnen. Das geht alles sehr schnell und Zeit zum Nachdenken oder Hinterfragen bleibt nicht wirklich.

Trading-Betrug mit der Höhle des Löwen: Was steckt hinter der Masche?

Auf verschiedenen sozialen Medien werden etliche User mithilfe von Fake-Anzeigen zum „Höhle der Löwen“ Bitcoin Start-up geködert. Auf solchen Anzeigen sehen Sie häufig aussagekräftige Slogans mit Fotos aus der Sendung, die vermutlich Ihr Interesse wecken.

Schnell reich werden

Solche Slogans können unter anderem lauten: „In nur 7 Tagen reich werden. Der größte Deal in der Geschichte von der Höhle der Löwen!“. Hört sich doch nach einem verlockenden Angebot an oder nicht? Also klicken Sie auf die Anzeige. Danach wird man weitergeführt zu scheinbaren Zeitungen wie „Die Zeit“ oder „Bild“. Täuschend echt sehen die Websites aus, sind aber gefälscht. Zu erkennen ist dies an der URL. Diese weist oftmals aber nur ganz minimale Unterschiede auf.

Automatisierte Geldanlage

Ist man dann auf der gefälschten Seite gelandet, erscheint ein Beitrag über zwei Studenten. Diese haben angeblich einen automatisierten Bitcoin-Bot entwickelt und suchen nun Investoren für ihre neue Software. Im Fake-Artikel liest man dann, wie Judith Williams in natura 250 Euro investierte und direkt Gewinne eingefahren hatte.

Untermalt wurde dies mit Fake-Zitaten aus der Show, bei denen angeblich die Löwen um die Investition des Produkts kämpften. Dadurch landeten die zwei Studenten einen super Deal. Jetzt ist aufgrund des guten Rufs der Show und natürlich durch die Prominenz bei den Lesern ein gewisses Vertrauen gewachsen. Die Fake-Seite verfolgt so das Ziel, möglichst viele Anwender beim „Höhle der Löwen“ Bitcoin Start-up anzumelden.

Betrug-Websites mit gleichem Löwen-Aufbau

Natürlich sind nicht sämtliche Websites, die einen Einstieg in einen Bitcoin-Handel bereitstellen, unseriös. Leider ist es aber der Großteil dieser Websites doch. Vermutlich sogar die meisten. Oftmals haben diese Websites ihren Sitz im Ausland.

Täter im Ausland

So fällt es deutschen Strafverfolgungsbehörden schwer, die eigentlichen Drahtzieher überhaupt ausfindig zu machen und deren Server abzuschalten. Erschwert wird die Durchschaubarkeit noch durch eine ganze Reihe anderer Websites, die zur Betrugsmasche gehören. Als Nutzer kommen Sie meistens über Google und öffnen eine Werbeseite, die tolle Versprechungen macht. Und schon landet man beim Scam-Angebot.

Ziel: Daten sammeln

Bei den Scam-Angeboten ist dann vornehmlich nichts mehr von irgendwelchen Gewinnbeteuerungen zu lesen. In erster Linie geht es darum, Daten zu sammeln. Sie finden zunächst verschiedenen Eingabefelder vor, in denen Sie Ihren Namen, Telefonnummer (meistens Pflichtangabe) und E-Mail-Adresse eintragen können.

Trading-Betrug mit der Höhle des Löwen: Einstieg mit 250 EUR

Wer diese Daten einträgt, wird bald einen Anruf von den Betrügern erhalten. Meistens passiert das schon innerhalb der ersten 30 Minuten. Am anderen Ende der Leitung möchte man Ihnen Unterstützung anbieten, für das Aktivieren eines Handelskontos. Meistens erfolgt das über eine Einzahlung per Mastercard oder Visa. Und fast immer handelt es sich um einen Betrag von 250 Euro. Ganz selten kommen auch einmal Beträge wie 215, 200 oder 300 Euro vor. Sobald dieses Geld erst einmal überwiesen ist, ist es weg. Sie können es kaum noch zurückholen.

Wie können Sie sich vor so einem Betrug schützen?

Mittlerweile besitzen moderne Browser einen Phishing-Schutz. Dieser sollte natürlich auch aktiviert sein. So kann schon ein Großteil von solchen Lockvogel-Angeboten herausgefiltert werden. Mit Microsoft Chromium Edge funktioniert das meistens ganz gut, wobei hier aber doch ein paar Seiten immer mal wieder durchschlüpfen. Landen Sie doch einmal auf einer dubiosen Seite, sollten Sie dieser mit Vorsicht begegnen.

Schwarze Liste prüfen

Glaubwürdige Websites für den Finanzhandel fragen zwar Ihre Daten ab, jedoch gehört dazu viel mehr wie nur Name, Telefonnummer und E-Mail-Adresse. Als gutes Zeichen können Sie es werten, wenn zusätzliche Angaben zur Anschrift und zu Einkommensnachweisen gemacht werden sollen.

Trading-Betrug mit der Höhle des Löwen: Gefahr Identitätsdiebstahl

Unter den schwarzen Schafen im Netz spielen solche Personennachweise keine Rolle. Sie wollen Ihnen ja schließlich nur 250 Euro abknöpfen. Wer Sie sind, interessiert zumeist nicht. Manche Betrüger fordern aber mittlerweile sogar eine Kopie des Personalausweises ein. Hiermit könnten die Betrüger dann sogar einen Identitätsdiebstahl betreiben. Bei sicheren Trading-Anbietern ruft Sie im Übrigen auch niemand zurück.

Trading-Betrug mit der Höhle des Löwen: Vorsicht vor großen Versprechen

Seien Sie vorsichtig, wenn Ihnen große Werbeversprechen gemacht werden, mit denen Sie ordentlich Geld verdienen können. Wenn dieser Plattformbetreiber über so fantastische Angebote verfügt und diese anpreist, wofür benötigt er Sie dann noch? Er kann doch ganz einfach sein Geld selbst vermehren. Viele der Angestellten von solchen Plattformen reden sich mit der Begründung heraus, dass sie nicht auf ihrer eigenen Plattform handeln dürfen. Hier wäre noch zu hinterfragen, warum die Angestellten dann nicht einfach ihren Job kündigen und dann dort das Trading beginnen?

Erfahrungsberichte prüfen

Wie Sie sehen, will Ihnen zweifelhafte Werbung weismachen, dass Sie zu einer auserwählten Gruppe gehören, die sich diskrete Informationen zum Bitcoin zu eigen machen könnten. Wenn solche Plattformen mit ihrem Modell wirklich so erfolgreich wären, würden sie sicherlich auch von allein ganz gut verdienen. Zudem müssten sich ja auch viele positive Erfahrungsberichte im Netz finden, je mehr Leute dort einsteigen. In der Realität sieht dies aber ganz anders aus. Eher im Gegenteil: Hier machen sich Betroffene über ihren Ärger Luft.

Es ist unrealistisch, hohe Renditen zu erwirtschaften, ohne ein Risiko zu haben. Oftmals wird der Handel an einen Roboter delegiert, der meistens nur Laien ködert. Wenn diese Falle nun bei Menschen mit Geldsorgen zuschnappt, verbessert das ihre Lage nicht einmal im Geringsten. Eher im Gegenteil: Sie bekommen kein Geld, sondern verlieren obendrein noch sehr viel Geld.

Sollten Sie solch einen Anruf erhalten und die Nummer ist nicht unterdrückt, googeln Sie sie. Sie werden dann sicherlich bei einschlägigen Portalen auf viele Rezensionen stoßen.

Trading-Betrug mit der Höhle des Löwen: Erfahrener Anwalt hilft

Gerne berate ich Sie noch umfangreicher in der Materie des Trading-Betrugs mit gefakter Werbung. Kontaktieren Sie mich ganz einfach über das Kontaktformular oder senden Sie mir eine E-Mail. Ich werde mich dann umgehend bei Ihnen melden.

Rechtsanwalt Thomas Feil 25 Jahre Erfahrung
Fachanwalt IT-Recht Thomas Feil

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