Spiegeltransaktion und Trading-Betrug

Trading Betrug

Fast jeden Tag werden Anleger geprellt, oder werden unschuldig Bestandteil von Straftaten. Die Betrüger gehen dabei sehr erfinderisch vor und nutzen alle technischen Möglichkeiten, sowie gewaltige Ressourcen, um zum Erfolg zu gelangen. Spiegeltransaktion und Brokerbetrug!

Als Anleger haben Sie in fast jedem Fall die schlechteren Karten. Aus diesem Grund sollten Sie schon vorab darauf achten, bei welchem Broker Sie traden wollen. Wichtige Kriterien bei der Auswahl des Brokers sind unter anderem:

  • legaler, bekannter und seriöser Anbieter aus der EU mit Lizenz,
  • transparente AGB und Preislisten,
  • ausländische Anbieter vermeiden,
  • auf ungerechtfertigte Zahlungsaufforderungen nicht reagieren und sofort den Anwalt einschalten!

Definition: Spiegeltransaktionen, Echo-Transaktionen und Zirkulationsprüfverfahren

Diese drei Begriffe beschreiben eigentlich an einfaches Vorgehen durch die Betrüger. Dabei erhalten Sie nach einer beantragten Auszahlung, oder einfach so eine Zahlungsaufforderung. Diese ist sehr professionell gestaltet und mit einem dezenten Hinweis versehen.

Zahlung ohne Rechtsgrund

Laut dieser Aufforderung müssen Sie einen Betrag an ein Bankkonto entrichten, um in der Zukunft Auszahlungen tätigen zu können. Bei einem seriösen Anbieter ist das mit Sicherheit nie der Fall.

EU-Recht fordert transparente Gebühren

Denn laut EU-Recht müssen diese eine eventuelle Gebühr transparent kommunizieren und sofort von vorhandenen Beträgen abziehen. Selbst wenn die Forderung berechtigt sein sollte, so haben Sie bei Anbietern innerhalb der EU einen dauerhaften Rechtsanspruch auf Ihr Geld und die Auszahlung dürfte lediglich so lange verweigert werden, bis Sie anfallende Beträge bezahlt hätten.

Sie brauchen also nicht in Panik verfallen, sondern können in aller Ruhe die Aufforderung überprüfen und einen Anwalt hinzuziehen.

Sinn und Zweck der Spiegeltransaktionen

Es handelt sich hierbei um einen Betrug, der verschiedene Zwecke erfüllen kann. Ganz simpel ist der klassische Betrug, bei dem Sie Ihren Teil des Geldes nie erhalten und das, obwohl Sie die Zahlung geleistet haben.

Die Betrüger machen hier faktisch einen Reingewinn und sind in vielen Fällen sogar so dreist, dass weitere Forderungen erhoben werden.

Vorsicht bei Geldwäsche

Etwas komplizierter wird es, wenn es um Geldwäsche geht. In diesem Fall ist eine besondere Vorsicht durch Sie gefordert.

Sonst werden Sie völlig unschuldig Teil einer Straftat. Hier überweisen Sie die geforderte Summe und bekommen Ihr Geld, oder Teile davon sogar ausgezahlt. Die Betrüger nehmen in diesem Fall ganz einfach einen Austausch der Geldsummen vor und „waschen“ illegal erworbenes Geld über Ihren Account. Diese Variante ist eher auf Langfristigkeit ausgelegt und aus Sicht der Betrüger sind Sie die Kuh, die es zu melken gilt.

Es fängt klein an

Es fängt mit kleinen Beträgen an, über die Sie eine Zahlungsaufforderung erhalten und langsam, aber sicher steigern sich diese. In manchen Fällen laufen solche Betrügereien über Jahre hinweg und Verbraucher sind bis dahin der Meinung, dass Sie bei einem völlig legalen und zuverlässigen Broker traden und Gewinne erzielen.

Erfinderisch und gefährlich: So arbeiten die Betrüger mit Spiegeltransaktionen

Betrüger arbeiten in der Regel nie allein, sondern greifen auf eine Vielzahl von Ressourcen zurück. Dazu gehören neben einer seriös aussehenden Website mit entsprechenden Funktionen viele weitere Faktoren. Oft wird sogar ein eigener Support, teilweise sogar in deutscher Sprache oder mit Chat angeführt.

Die Website sieht so aus, als würden Sie bei einem offiziellen Broker traden und bietet Ihnen interessante Anlageoptionen. Auch Outbound-Calls, also Anrufe bei den Kunden, sind sehr beliebt. In diesem Fall wird durch erfahrene Betrüger bei Ihnen angerufen und Sie werden unter Druck gesetzt. Denken Sie bitte immer daran, dass Sie auf verlorenem Posten sitzen.

Denn die Betrüger haben viel mehr Geld, agieren im Team und haben nicht das Problem, dass ihre Ersparnisse auf dem Konto ihres Angebots festgehalten werden. Es klingt unschön es zu sagen, aber wenn Sie einmal das Opfer eines Betruges sind, dann haben Sie in der Regel schon verloren und es bleibt nur der Rechtsweg offen.

Die Betrüger gehen in Banden vor und setzen viele Ressourcen ein, um an das Geld ihrer Opfer zu gelangen. Da haben Sie als Einzelperson nur schlechte Chancen und benötigen dringend die Hilfe von Experten!

So können Sie Trading-Betrug vermeiden und Ihr Vermögen absichern

Es gibt unter Kriminalisten und erfahrenen Anwälten ein altes Sprichwort: Um Betrug zu vermeiden, sollte man gar nicht daran teilnehmen. Hört sich schwierig an, ist aber im Endeffekt durchaus möglich. An erster Stelle steht die Auswahl des richtigen Anbieters.

Trading ist mittlerweile zu einer Art von Volkssport geworden und es gibt viele Banken und Unternehmen, die entsprechende Angebote zur Verfügung haben und gänzlich legal operieren. Auch wenn andere Anbieter vielleicht günstiger zu sein scheinen, ist Seriosität im Endeffekt doch wichtiger als der Preis. Ein weiteres und sehr wichtiges Kriterium ist der Firmensitz des Traders.

Wenn Sie sich für einen Broker aus Deutschland entscheiden, dann fällt dieser unter das deutsche Recht und es gibt verschiedene Nachweise über seine Tätigkeit. Auch innerhalb der EU genießen Sie als Verbraucher einen deutlich höheren Schutz und bessere Garantien. Das gilt übrigens auch im Falle einer notwendigen Ermittlung und eines daraus resultierenden Strafverfahrens.

Anders sieht es hingegen bei Anbietern außerhalb der EU aus. Ihr Geld ist dann im Fall der Fälle weg und Sie werden es nie wieder sehen. Ein Blick auf die Technik, sowie das allgemeine Angebot lohnt sich ebenfalls. Hier benötigen Sie einen spezialisierten Fachanwalt für IT-Recht, um Ihr Geld zurückzuholen.

Seriöse Anbieter haben keine Fehler auf der Website und bieten ausführliche AGB, eine Datenschutzerklärung und ein Impressum frei einsehbar an. Gute Anbieter ermöglichen zudem eine Vielzahl von Trading-Optionen. Je größer das Angebot, umso sicherer ist es auch.

Ihre Checkliste, um Trading-Betrug zu vermeiden

  • Nur seriöse und aus der Werbung bekannte Anbieter kontaktieren,
  • Angebote von Banken und Hausbanken immer vorziehen,
  • nur Anbieter aus der EU und aus Deutschland auswählen, auch wenn andere Anbieter billiger sind,
  • deutschsprachige Angebote verwenden,
  • Fehler auf der Website suchen und auf die rechtlichen Angaben achten,
  • ein großes Angebot an Trading-Optionen bietet in der Regel Sicherheit.

Spiegeltransaktion: So reagieren Sie richtig im Betrugsfall und bei Betrugsverdacht

An erster Stelle steht die Regel, dass Sie einen kühlen Kopf bewahren müssen. Reagieren Sie erst einmal gar nicht auf eingehende Zahlungsaufforderungen. Bei einem seriösen Anbieter mit Lizenz ist Ihr Geld eh sicher und muss früher oder später ausgezahlt werden.

Nehmen Sie auf jeden Fall einen Kontakt zu einem spezialisierten Rechtsanwalt auf und lassen Sie sich beraten. Das ist umso wichtiger, als dass Sie sich unter Umständen selbst strafbar machen könnten und unter Umständen selbst mit internationalen und nationalen rechtlichen Konsequenzen rechnen müssen.

Sollte der Betrug offensichtlich sein, dann führt um eine Strafanzeige nichts herum. Das ist sehr wichtig, denn private Ermittlungen sind sehr teuer, aufwändig und Sie können dabei nicht auf die Leistungsfähigkeit der deutschen Behörden zurückgreifen.

Für die Ermittlungsbehörden ist eine lückenlose Beweisführung sehr wichtig. Machen Sie deswegen Screenshots von allen Mails, dokumentieren Sie alle Zahlungen und jegliche Kommunikation mit dem Anbieter. Ändern Sie bei einem Verdacht auf Betrug die wichtigen Onlinekonten.

Zahlen Sie auf keinen Fall einfach so Geld, auch wenn die Aufforderung sehr seriös und berechtigt wirkt!

Ihre Checkliste, um bei Trading-Betrug zu reagieren

  • Nicht auf Zahlungsaufforderungen reagieren!
  • Sofort einen Anwalt aufsuchen,
  • Zahlungsausgänge und Zahlungseingänge, sowie Mails und Schriftstücke dokumentieren,
  • Onlinekonten (z.B. Onlinebanking, Mail-Konto, etc.) sichern,
  • Strafanzeige mit Hilfe eines Anwalts stellen.

Spiegeltransaktion: Wie stehen die Chancen, um wieder an das Geld zu gelangen?

Das lässt sich pauschal leider nicht beantworten. Grundsätzlich stehen Ihre Chancen umso besser, je näher sich die Betrüger aufhalten. Das bedeutet nämlich kurze Ermittlungswege und im idealen Fall kann innerhalb weniger Monate durch die Ermittlungsbehörden eine Lösung präsentiert werden.

Ob Sie Ihr Geld bekommen, ist allerdings fraglich. Gerade bei bandenmäßigem und gewerbsmäßigem Betrug sind Sie im Zuge eines Strafverfahrens vermutlich nicht das alleinige Opfer und die Beträge können unter Umständen schon längst durch die Bande weiterverteilt worden sein.

Das ist aber kein Grund, um die Flinte in das buchstäbliche Korn zu werfen. Mit Hilfe von weitergehenden technischen Ermittlungen können Sie den Tätern auf die Spur kommen.

Ganz im Gegenteil: Durch die Strafanzeige schützen Sie Ihr Vermögen und haben zumindest die Chance auf eine Teilrückerstattung. Weiterhin schützen Sie Ihre Mitmenschen vor den Betrügern und machen das Internet ein Stück weit sicherer.

Deutlich einfacher ist es, wenn es sich um einen klassischen Fall von Verbraucherschutz handelt und sich der Anbieter innerhalb der EU befindet. In diesem Fall gibt es verschiedene Absicherungen und Sie erhalten in der Regel den größten Teil des Geldes wieder.

Wichtig ist, dass Sie sich nicht allein engagieren. Der Rat eines professionellen Anwalts ist für Sie unverzichtbar und steigert die Chancen auf einen juristischen Erfolg. Spiegeltransaktion zurückholen!

Spiegeltransaktion: Was Sie auf keinen Fall tun sollten!

Viele Opfer von Betrugsfällen sind erst einmal beschämt und haben vielleicht auch Angst. Das sind sehr starke Emotionen, die Sie aber auf keinen Fall zulassen sollten.

Denken Sie doch bitte einfach so: Es ist Ihr Geld und Ihr Recht!

Sie müssen nicht auf eine Anzeige verzichten und den Betrügern etwas Gutes tun. Sie schützen nicht nur sich und Ihr Vermögen, sondern auch Ihre Mitmenschen vor diesen schlechten Menschen.

Auch die Angst vor eventuellen Konsequenzen ist unbegründet. Sie genießen den vollen Schutz eines Rechtsstaates und es macht für die Betrüger einen deutlichen juristischen Unterschied, ob Sie wegen Betruges oder wegen anderen Straftatbeständen vor Gericht stehen.

Die Täter werden schon aus Eigenschutz auf weitere Maßnahmen verzichten und es bei Drohungen belassen. Nutzen Sie die Gelegenheit zum Eigenschutz und Fremdschutz konsequent und lassen Sie sich durch nichts beeindrucken.

Zusammen mit einem professionellen Anwalt an Ihrer Seite werden Sie mit dieser Strategie mit Sicherheit erfolgreich sein!

2 Gedanken zu „Spiegeltransaktion und Trading-Betrug“

  1. Norbert Albrecht
    Breite Straße 1
    39606 Osterburg
    T: 03937 81953
    H: 0173 43 52 768
    Mail: n.albrecht@t-online.de

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    habe mit Cryptowährung handeln lassen, ohne irgend welche Ahnung zu haben.
    Der Roboter hat gutes Geld erwirtschaftet.
    Leider hat Kai Daffert (so sein Name) die 10.249,07$ auf eine neu angelegte Adresse auszahlen lassen, so habe ich meine mails (sh.am Ende) interprätiert.
    Telefonnummern:
    H: 49 162 1573262 (WhatsApp Verkehr)
    bzw.
    01621563721
    01627188321

    Mein Invetstition:
    250,-EUR
    am 14.11.22 1.000,-EUR und
    am 22.11.22 1.350,-EUR um die Auszahlung zu veranlassen
    insgesamt 2.600,-EUR
    Auf den Seiten 12 und 14 sehen Sie meine Einzahlungen auf das Coinbase-Konto.

    Habe gelesen, dass ich noch 48 Stunden Zeit habe, es zurück zu organisieren.
    Habe leider keine Ahnung.
    Habe auch Video´s von dem gemacht, was Kay Daffert auf meinen Rechner mit AnyDesk gemacht hat.

    Nun soll ich eine Überweisung von ca.10.240,-EUR auf mein CoinbaseKonto tätigen, um meinen Gewinn zu erhalten – eine Spiegeltransaktion.

    Ich habe das Gefühl, dass dann auch dieses Geld weg ist. Können Sie mir helfen ?

    MfG Norbert Albrecht

    Antworten
    • Sehr geehrter Herr Albrecht,

      ich habe Ihnen gerade eine Mail geschickt, da ich noch Rückfragen habe. Eine Spiegeltransaktion ist nach meiner langjährigen Erfahrung immer ein Betrug. Ich habe noch kein seriöses Geschäft erlebt, bei dem eine Spiegeltransaktion durchgeführt wurde.

      Auf keinen Fall sollten Sie eine Zahlung leisten.

      Mit freundlichen Grüßen
      Thomas Feil

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