Brokerbetrug im Internet

Trading Betrug

Brokerbetrug, was tun? Immer häufiger erhalten Rechtsanwälte Kenntnis von Betrugsmaschen beim Online-Trading. Die Kriminellen richten sogar besondere Plattformen ein, um ihre „Kunden“ auszunehmen. Der Broker Betrug gelingt ihnen zunächst durch ein gezieltes Marketing sowie wohlklingende Gewinnversprechen.

Ihre Trading-Plattform stellen die Anbieter besonders ansprechend dar, und der ahnungslose Anleger erwartet eine seriöse Investition. Immerhin trifft er auf ein umfangreiches Angebot von Handelsmöglichkeiten wie Indizes, Aktien, Devisen oder Kryptowährungen. Stattdessen handelt es sich bei dem Angebot jedoch um nichts anderes als einen Trading Betrug. Leider gewähren die Geschädigten den Betrügern häufig Zugriff auf das persönliche Onlinebanking oder andere Accounts, nicht selten sogar auf den Laptop und den Desktop-PC.

Das Vorgehen bei Brokerbetrug im Einzelnen

Im nächsten Schritt nimmt ein „persönlicher Berater“ Kontakt zum Interessenten auf. Sein Angebot: Hohe Renditen und ein nur geringes Risiko. Der Mitarbeiter gewinnt nach und nach das Vertrauen des ahnungslosen Anlegers. Durch seine jederzeitige Erreichbarkeit erscheint er zuverlässig, einfallsreiche Vorschläge zur Kapitalbildung vermitteln Kompetenz in Finanzangelegenheiten.

Bei der ersten Einzahlung gibt sich der vermeintliche Broker mit vielleicht 250 EUR zufrieden. Nach Eingang der Überweisung erhält der Klient Zugang zu seinem Account auf der angeblichen Handels-Plattform. Auf der optisch hervorragend angelegten Webseite kann der Kunde die Handelsaktivitäten live einsehen. Bald werden aus der anfänglichen geringen Einlage schon einige Tausend Euro.

Brokerbetrug mit falschen Kursen

Was sich aber auf der Plattform vor den Augen des erstaunten Anlegers abspielt, ist keine seriöse Abbildung von realen Marktentwicklungen. Tatsächlich agiert im Hintergrund eine Software, die eine graphische Oberfläche mit imaginären Kursbewegungen erzeugt. Beim Kunden entsteht nach kleinen Anfangserfolgen bald ein Interesse an weiteren Gewinnen. Nun wird der „persönliche Anlageberater“ erneut aktiv und überredet den Anleger zu höheren Zahlungen.

Gutgläubige Kunden lassen sich zu Überweisungen von fünf- oder sechsstelligen Summen hinreißen, und als Folge der hohen Einzahlungen erscheinen nun in der Trading-Software märchenhafte Renditen. Vom Erfolg seiner Ablagestrategie überzeugt, überweist der Geschädigte bald weitere hohe Beträge. Aber irgendwann fordert er eine Auszahlung, die der Broker aber leider in seinem Konzept nicht vorgesehen hat.

Das böse Erwachen nach Brokerbetrug

Das ist der Moment, in dem die Fassade des Broker Betrugs erste Risse bekommt. Denn die „Bank“ kommt dem Wunsch des Kunden nicht nach, zahlt weder die vermeintlichen Gewinne aus, noch erstattet sie die geleisteten Einlagen. Einige der Betrüger überweisen zwar maximal dreistellige Beträge, um ihre Seriosität zu beweisen. Anfragen nach höheren Auszahlungen bleiben jedoch unbeantwortet. Die Trading-Plattform ist dann bald nicht länger erreichbar oder präsentiert offensichtlich falsche Kurse. Der Kontakt zum Berater wird unfreundlich, und dieser schreckt nun auch vor Drohungen oder Erpressungen nicht zurück. All dies soll den Geschädigten davon abbringen, weiter Auszahlungen zu verlangen.

Sind vor etwaigen Gewinnen noch Steuern zu zahlen, verschiebt das Unternehmen die Tilgungen. Leider überweisen dann viele Betroffene erneut Geld und hoffen, dass die vermeintlichen Steuerschulden damit beglichen werden und die Auszahlung endlich erfolgt. Der Broker Betrug wird nun für die meisten Betroffenen offensichtlich.

Der Geschädigte ist nun endgültig auch seiner Illusionen beraubt. Aber der falsche Broker gibt sich nicht zufrieden. Der „persönliche Berater“ rückt in die zweite Reihe, und ein „Chief Financial Officer“ übernimmt die „Beratung“. Der räumt Fehler seines Mitarbeiters ein, fordert aber weitere Zahlungen, und verspricht überzeugend die geforderten Überweisungen. Aber auch die bleiben schließlich aus, und dem Geschädigten wird endgültig klar, dass er auf einen Betrug hereingefallen ist.

Brokerbetrug: Erfahrungsberichte Betroffener

Erfahrungsbericht 1 Brokerbetrug

Ein Betrugsopfer fasst seine Erfahrungen wie folgt zusammen:

Es scheint so, als ob ich mich in einer ernsten finanziellen Notlage befinde. Der Grund dafür ist, dass ich mein Fremdkapital in Höhe von 59.000 Euro von techsolution (ehemals sureinvest) nicht rechtzeitig erhalten habe. Anfang Januar habe ich den Darlehensvertrag, der eigentlich ein Auszahlungsvertrag sein sollte, widerrufen, nachdem ich misstrauisch wurde. Jetzt muss ich bis zum 31. Januar 2023 das Geld zurückzahlen oder auf dem Kredit mit seinen Raten und Zinsen sitzen bleiben. Das Problem ist, dass ich nicht genug Geld habe, um die monatlichen Raten zu bezahlen.

Plötzlicher Wechsel der Handelsplattform

Zurück zum Anfang: Im Oktober habe ich 500 Euro auf sureinvest eingezahlt und langsam aufgestockt. Dann wechselte die Handelsplattform plötzlich zu techsolution, weil man angeblich auf sureinvest keine Gewinne machen konnte. Mein Finanzberater Christian Richter (Handynummer: 01741959513) war von Anfang an dabei. Björn Keller (Lizenznummer VCAL130, Handynummer: 01626669468) war mein Berater in der Finanzabteilung von CarCredit Santander Bank. Im Dezember wurde der Betrag von etwa 900 Euro auf die neue Plattform überwiesen, auf der ich sehen konnte, wie er auf etwa 85.000 Euro wuchs. Bis dahin gab es für mich nichts Auffälliges, außer vielen Anrufen.

Kredit aufgenommen

Dann begann das Drama: Für die Bilanz der Firma sollte zum Jahresende eine Auszahlung erfolgen, für die ich mich dreimal erfolgreich verifizieren musste. Die Verifizierungen wurden über WEB ID durchgeführt, aber ich habe währenddessen persönlich keine Verträge schriftlich unterschrieben. Am Ende hatte ich einen Darlehensvertrag von CarCredit Santander Bank über 50.000 Euro.

Als ich das Schreiben von der Bank am 23. Dezember 2022 erhielt, wurde mir übel, da mir bewusst wurde, dass ich verschuldet war. Auf meine Nachfragen hin sagte mir der Finanzberater, dass alles in Ordnung sei und es sich nicht um einen Darlehensvertrag, sondern um einen Auszahlungsvertrag handele, der noch korrigiert werden würde. Ich warte bis heute auf eine Antwort von der Bank. Später hieß es, dass es sich um Fremdkapital handelte, das für die Auszahlung des Gewinns benötigt wurde. Am 13. Januar 2023 hieß es, dass die letzten 9.000 Euro verifiziert werden müssten, damit die Auszahlung beginnen könne.

Zahlungen über Kryptobörsen

Das Geld wurde immer kurz darauf per Coinbase an eine Wallet-Adresse transferiert, angeblich zu Crypto.com, um die Auszahlung dort wegen Steuern in Deutschland zu verifizieren. Ab dem 17. Januar 2023 sollte die Auszahlung über Coinbase erfolgen. Plötzlich hieß es, dass die Auszahlung nicht möglich sei, weil Crypto.com die Auszahlung verweigere, da mein Gehalt für eine Auszahlung nach deutschem Recht zu niedrig sei. Ich wurde aufgefordert, eine zweite Person mit entsprechendem Gehalt zu finden, um die Auszahlung zu ermöglichen.

Immer neue Drohungen

Anfangs lehnte ich die Idee strikt ab, aber mir wurde gedroht, dass ich auf den Krediten sitzen bleiben würde, wenn ich keine zweite Person finde. Also habe ich eine zweite Person gefunden, aber dann wurde auch sie von demselben Problem betroffen. Während der Verifizierung wurde ein Darlehensvertrag abgeschlossen, obwohl wir nie davon informiert wurden. Es hieß immer nur, dass eine zweite Person benötigt würde und alles sei in Ordnung. Nun hat auch diese Person beschlossen, das Geld an die Bank zurückzugeben, weil der Ablauf äußerst dubios erscheint.

Das Ergebnis ist, dass ich auf den Schulden von 59.000 Euro sitzen bleiben werde, es sei denn, mir wird geholfen. Ich mache mir auch Sorgen um meine persönlichen Daten, die während der Kommunikation über WhatsApp und das Handelskonto ausgetauscht wurden. Ich habe keine Adresse von Christian Richter und weiß nicht, wo ich ihn finden kann. Es ist eine sehr schwierige Situation, in der ich mich befinde, und ich weiß nicht, wie ich aus ihr herauskommen soll.

Erfahrungsbericht 2 Brokerbetrug

Ein Betroffener beschreibt seine Erfahrungen so:

Start mit 250 EUR

Ich habe zu Beginn bei trade.markets-1.com 250€ investiert. Ein gewisser Herr Schneider hat mich kontaktiert und mir drei Modelle vorgestellt, bei denen ich 5000€ einzahlen sollte, um einen monatlichen Gewinn von 400€ zu erzielen. Ich war interessiert und habe Herrn Schneider mitgeteilt, dass ich nur 2500€ zur Verfügung habe. Er hat dann vorgeschlagen, dass ich zusätzlich 2500€ Firmenkapital aufbringen sollte, was ich akzeptiert habe. Ich sollte den Betrag auf eine rumänische Bank einzahlen, was ich auch getan habe. Doch nur 5 Minuten später rief Herr Schneider mich an und forderte mich auf, den Auftrag zu stornieren. Doch nach Rücksprache mit meiner Bank war dies nicht mehr möglich. Daraufhin sollte ich nochmal 1500€ auf eine polnische Bank überweisen, was ich jedoch abgelehnt habe. Herr Schneider war sehr verärgert und das Gespräch endete abrupt.

Immer weitere Geldforderungen

Zu Beginn des Jahres rief mich ein gewisser Herr Jufer an und entschuldigte sich für das Verhalten seines unerfahrenen Kollegen. Er bot mir an, weiterhin mit mir zu handeln und mir alles zu zeigen. Dafür sollte ich nochmal 500€ überweisen, was ich auch getan habe. In den nächsten Trades wurden geringe Beträge investiert, bei denen ich ungefähr 400€ Gewinn erzielen konnte. Doch dann sollte ich mehr investieren, was ich ablehnte. Ich wollte zuerst mein Geld zurück. Ich forderte Herrn Jufer auf, die 750€ auf mein Wallet bei Bitpanda zu transferieren, was bis heute nicht erfolgt ist. Außerdem sollte ich nochmal 1000€ einzahlen, um angeblich einen Bonus von 1000€ zurückzuerhalten. Doch dieser Bonus würde die Auszahlung blockieren. Ich weigerte mich, das Geld zu zahlen, und nach einigen Auseinandersetzungen wurde mein Account gesperrt. Ich ließ jedoch Herrn Jufer deutlich wissen, dass ich die 750€, die ich eingezahlt hatte, zurückhaben möchte und damit die Zusammenarbeit beenden werde.

Brokerbetrug: Was sollte der Geschädigte nun beachten?

Um weitere Unannehmlichkeiten zu vermeiden, sollte der Betroffene in der nächsten Zeit einige Verhaltensmaßregeln beachten. Dazu gehören die folgenden:

  • Die Internet-Plattform des Betrügers nicht mehr aufrufen!
  • Brechen Sie auch den Kontakt zu allen Personen ab, die mit dem Broker Betrug in Verbindung stehen. Besonders zu zum „persönlichen Berater“ und dem angeblichen Chief Officer.
  • Überprüfen Sie ihre Geräte auf Schadsoftware und sichern sie Handy, PC und Laptop gegen jeden fremden Zugriff.
  • Nehmen Sie Kontakt auf zu einem Fachanwalt, der sich für Ihre Rechte einsetzt.

Vorbeugen ist immer besser

Die verschiedenen Finanzbetrügereien haben alle ein gemeinsames Merkmal: Hohe Rendite-Versprechen bei geringem Einsatz. Die Polizei Nordrhein Westfalen und die Verbraucherzentrale raten deshalb, auch beim Internet-Trading realistisch zu bleiben.

Misstrauisch sollten sie werden, wenn die Anbieter extreme Gewinne bei geringen Investitionen versprechen.

Sparkassen und Banken gehen nicht von sich aus auf den Kunden zu, um ihn vom Online-Trading zu überzeugen.

Der vorsichtige Kunde nutzt alle öffentlich verfügbaren Informationen über den Broker und seine Plattform, bevor er sich dort anmeldet oder Geld überweist.

Wer Sie unter Druck setzt, ist unseriös.

Sensible Daten teilt man nie mit Dritten. Das gilt für alle Bankdaten, ebenso für den privaten Laptop und andere Geräte.

Brokerbetrug mit Trading-Robotern

Das beschriebene Vorgehen der Betrüger ist immer wieder anzutreffen. Auch die Verbraucherzentrale warnt vor dem oben vorgestellten Finanzbetrug. Es gibt aber noch weitere Methoden, mit denen die vermeintlichen Broker an die Ersparnisse der Anleger gelangen wollen. Internationale Betrügernetzwerke sind inzwischen aktiv, um über gefälschte Finanzportale ahnungslose Kunden um ihre Ersparnisse zu bringen.

Immer beliebter unter Anlegern werden die sogenannten Trading Roboter. Grundsätzlich führen diese Programme bewährte Handelsstrategien automatisch aus, und sie sind nicht immer unseriös. Der Anleger hat aber nie einen Einblick in die jeweilige Handelsstrategie und kann Gewinn oder Verlust nur staunend zur Kenntnis nehmen. Genau diese Erkenntnislücke nutzen Betrüger aus. Sie konstruieren eine Software, die am Ende nur Profite für den Broker erbringt. Der Anleger bleibt auf seinen Verlusten sitzen, ohne die genaue Ursache zu erkennen.

Finanzberater und ihre zwielichtigen Fonds

Eine weitere Form des Internetbetrugs sind falsche Versprechungen im Investmentbereich. Professionell wirkende Finanzberater versuchen, ihr Publikum mit erfundenen Renditen von Fonds zu überzeugen. Der Kunde soll ihnen nur eine gewisse Summe überweisen, alles andere ergibt sich von selbst.

Wenn der Geschädigte seine Einlage dann anmahnt, kommt es aber sogar vor, dass der Betrüger jeden Kontakt leugnet. Er gibt an, den Kunden gar nicht zu kennen oder jemals Geld von Ihm bekommen zu haben. Andere falsche Berater eröffnen tatsächlich ein Kundenkonto, jedoch bei einem zwielichtigen, weil unregulierten Bankhaus.

Nach den ersten Handelsaktivitäten wundert sich der Geschädigte über einen gelöschten Kontostand. Der „Berater“ erklärt diesen Umstand mit dem Verhalten der Märkte. Tatsächlich befinden sich die Ersparnisse des Anlegers nun auf seinem Konto. Für den Betrogenen besteht kaum ein Möglichkeit, sein Geld zurückzubekommen. Denn ein unregulierter Broker steht praktisch außerhalb des Rechtsrahmens.

Typische Anzeichen für betrügerische Broker

Um sich vor Brokerbetrug zu schützen, ist es zunächst wichtig, die typischen Anzeichen für betrügerische Broker zu kennen. Dabei können folgende Merkmale auf einen Betrug hindeuten:

  1. Fehlende oder gefälschte Lizenz: Seriöse Broker sind in der Regel von einer Finanzaufsichtsbehörde lizenziert. Achten Sie daher auf das Vorhandensein einer solchen Lizenz und überprüfen Sie diese bei der zuständigen Behörde.
  2. Unrealistische Renditeversprechen: Wenn ein Broker extrem hohe Gewinne innerhalb kürzester Zeit verspricht, sollten Sie skeptisch werden. Seriöse Anbieter halten sich in der Regel mit solchen Versprechungen zurück.
  3. Ungewöhnliche Zahlungsmethoden: Betrügerische Broker verlangen häufig Einzahlungen über unübliche Zahlungsmethoden wie Kryptowährungen oder Prepaid-Karten. Diese lassen sich nur schwer nachverfolgen und machen eine Rückabwicklung im Falle eines Betrugs schwierig.
  4. Aggressive Werbung und Druck: Seriöse Broker werben in der Regel nicht aggressiv oder setzen ihre Kunden unter Druck, schnell zu investieren. Wenn Ihnen auffällt, dass ein Anbieter besonders aufdringlich ist oder gar Druck ausübt, sollten Sie vorsichtig sein.

Wie Sie sich vor Brokerbetrug schützen können

Um sich effektiv vor Brokerbetrug zu schützen, empfehle ich Ihnen, die folgenden Schritte zu befolgen:

  1. Recherche: Informieren Sie sich ausführlich über den Broker, bevor Sie eine Investition tätigen. Lesen Sie Erfahrungsberichte und Bewertungen anderer Nutzer und achten Sie auf Warnhinweise von Verbraucherschutzorganisationen oder Finanzaufsichtsbehörden.
  2. Prüfung der Regulierung: Überprüfen Sie, ob der Broker von einer vertrauenswürdigen Finanzaufsichtsbehörde reguliert wird und ob eine entsprechende Lizenz vorliegt. Seriöse Broker stellen diese Informationen in der Regel transparent auf ihrer Webseite zur Verfügung.
  3. Testen des Kundensupports: Kontaktieren Sie den Kundensupport des Brokers, um herauszufinden, wie schnell und kompetent auf Ihre Anfragen reagiert wird. Seriöse Anbieter verfügen in der Regel über einen gut erreichbaren und hilfsbereiten Kundenservice.
  4. Langsam anfangen: Beginnen Sie zunächst mit einer kleinen Investition, um die Plattform und die Handelsbedingungen des Brokers zu testen. So können Sie möglichen Betrug frühzeitig erkennen und größeren finanziellen Schäden vorbeugen.
  5. Dokumentation: Führen Sie eine genaue Dokumentation aller Transaktionen und Kommunikation mit dem Broker. Im Falle eines Betrugs können diese Informationen bei der Durchsetzung Ihrer Ansprüche hilfreich sein.
  6. Vorsicht bei Bonusangeboten: Seien Sie skeptisch gegenüber vermeintlich attraktiven Bonusangeboten, die an bestimmte Bedingungen geknüpft sind. Oftmals handelt es sich dabei um Lockangebote, die dazu führen, dass Sie Ihr Geld nicht mehr auszahlen können.

Was tun im Falle eines Brokerbetrugs?

Sollten Sie den Verdacht haben, Opfer eines Brokerbetrugs geworden zu sein, empfehle ich Ihnen, die folgenden Schritte einzuleiten:

  1. Kontakt zum Broker: Versuchen Sie, den Sachverhalt direkt mit dem Broker zu klären. Schildern Sie Ihre Bedenken und fordern Sie gegebenenfalls die Rückzahlung Ihres Geldes.
  2. Sammeln von Beweisen: Dokumentieren Sie sämtliche Kommunikation und Transaktionen, die im Zusammenhang mit dem Brokerbetrug stehen. Diese können später als Beweismittel dienen.
  3. Anzeige bei der Polizei: Erstatten Sie Anzeige bei der Polizei. Die Strafverfolgungsbehörden können bei der Aufklärung von Betrugsfällen im Internet helfen und die Täter zur Rechenschaft ziehen.
  4. Kontakt zur Finanzaufsichtsbehörde: Informieren Sie die zuständige Finanzaufsichtsbehörde über den Betrug. Diese kann den Broker überprüfen und gegebenenfalls Sanktionen verhängen.
  5. Rechtsbeistand suchen: Wenden Sie sich an einen spezialisierten Rechtsanwalt, der Erfahrung im Umgang mit Brokerbetrug hat. Dieser kann Ihnen helfen, Ihre Ansprüche durchzusetzen und Ihnen bei rechtlichen Fragen zur Seite stehen.

Gerichtsverfahren in Deutschland und Österreich

Aber die Behörden bleiben nicht untätig. In Saarbrücken kam eine Internetbetrug enormen Ausmaßes zur Anklage. Mehr als 40 Mill. Euro hatten Anleger auf einem fingierten Finanzportal verloren. In fünf europäischen Ländern beschlagnahmten die Staatsanwaltschaften 5,1 Terabyte an Daten, 866 Aktenordner bilden die Grundlage für den anstehenden Prozess. In Österreich sind 350 meist deutsche Investoren in einer ähnlichen Angelegenheit betroffen. Zwölf Angeklagte sollen mit illegalen Finanzprodukten im Internet etwa 460 000 Euro erbeutet haben.

Kontaktaufnahme bei Brokerbetrug

Sind auch Sie auf einen betrügerischen Online-Broker hereingefallen? Bei Auseinandersetzungen auch vor Gericht helfen wir gerne weiter. Unsere Fachanwälte sind auf Finanzangelegenheiten spezialisiert und kennen die Tricks der Trading Betrüger. Nehmen Sie gerne Kontakt zu mir auf per E-Mail über feil@recht-freundlich.de oder über unser Internet-Formular.

Schildern Sie mir auf diesem Wege Ihren Fall mit Angabe der unseriösen Trading-Plattform. Beschreiben Sie zusätzlich, wie der Betrugsverdacht bei Ihnen entstehen konnte.

Anschließend erhalten Sie von mit eine kostenfreie Ersteinschätzung. Besteht eine realistische Chance, das Geld zurückzuholen, setzen ich Sie gerne über die erforderlichen Maßnahmen in Kenntnis.

Wie Sie sich vor Phishing und Identitätsdiebstahl schützen

Neben dem direkten Brokerbetrug gibt es weitere Gefahren im Zusammenhang mit Online-Trading, wie Phishing und Identitätsdiebstahl. Kriminelle nutzen oft raffinierte Methoden, um an Ihre sensiblen Daten zu gelangen und diese für betrügerische Zwecke zu missbrauchen. Hier sind einige Tipps, um sich vor solchen Angriffen zu schützen:

  1. Verwenden Sie starke Passwörter: Wählen Sie für Ihre Online-Konten und Trading-Plattformen starke, einzigartige Passwörter, die schwer zu erraten sind. Vermeiden Sie einfache Passwörter wie „123456“ oder Ihren Geburtstag.
  2. Aktivieren Sie die Zwei-Faktor-Authentifizierung: Nutzen Sie, wenn möglich, die Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA) für Ihre Konten. Diese zusätzliche Sicherheitsmaßnahme schützt Ihr Konto selbst dann, wenn Ihr Passwort kompromittiert wird.
  3. Achten Sie auf verdächtige E-Mails: Öffnen Sie keine Anhänge oder Links in E-Mails, die verdächtig erscheinen oder von unbekannten Absendern stammen. Phishing-E-Mails sind oft täuschend echt und zielen darauf ab, Ihre Zugangsdaten oder andere sensible Informationen zu stehlen.
  4. Überprüfen Sie die URL: Achten Sie darauf, dass Sie sich auf der echten Webseite des Brokers oder einer anderen vertrauenswürdigen Institution befinden, bevor Sie persönliche Daten eingeben. Betrüger verwenden oft gefälschte Webseiten, die den echten täuschend ähnlich sehen, um an Ihre Daten zu gelangen.
  5. Schützen Sie Ihre Geräte: Halten Sie Ihre Computer, Smartphones und Tablets stets auf dem neuesten Stand und installieren Sie regelmäßig Sicherheitsupdates. Verwenden Sie zudem eine zuverlässige Antivirensoftware und eine Firewall, um sich vor Angriffen zu schützen.

So erkennen Sie seriöse Trading-Plattformen

Um sich vor Brokerbetrug zu schützen, ist es wichtig, bei der Auswahl einer Trading-Plattform auf seriöse Anbieter zu setzen. Hier sind einige Kriterien, die Ihnen bei der Beurteilung helfen können:

  1. Transparenz: Seriöse Broker legen wichtige Informationen wie Gebühren, Risiken und rechtliche Aspekte offen und machen diese für ihre Kunden leicht zugänglich.
  2. Gute Kundenbewertungen: Lesen Sie die Erfahrungsberichte und Bewertungen anderer Nutzer, um ein Gefühl für die Seriosität des Anbieters zu bekommen. Achten Sie dabei auch auf mögliche gefälschte Bewertungen.
  3. Professioneller Webauftritt: Eine seriöse Trading-Plattform verfügt in der Regel über einen professionell gestalteten Webauftritt, der gut strukturiert und leicht verständlich ist.
  4. Kundenservice: Ein guter Kundenservice ist ein Indiz für die Seriosität eines Anbieters. Seriöse Broker bieten in der Regel mehrere Kontaktmöglichkeiten an und reagieren schnell und kompetent auf Anfr
  5. agen ihrer Kunden.
  6. Bildungsangebote: Viele seriöse Broker bieten ihren Kunden umfangreiche Bildungsangebote an, um sie beim Erlernen von Trading-Strategien und Marktanalysen zu unterstützen. Solche Angebote können Webinare, Artikel, Tutorials oder Demo-Konten umfassen.
  7. Zusammenarbeit mit bekannten Finanzinstituten: Seriöse Broker arbeiten in der Regel mit renommierten Banken oder anderen Finanzdienstleistern zusammen. Dies kann ein Indiz für die Vertrauenswürdigkeit des Anbieters sein.
  8. Risikohinweise: Seriöse Anbieter informieren ihre Kunden ausführlich über die Risiken des Online-Tradings und stellen sicher, dass diese die Risiken verstehen und akzeptieren.

Wichtige Fragen, die Sie vor der Auswahl eines Brokers stellen sollten

Bevor Sie sich für einen Broker entscheiden, sollten Sie sich einige wichtige Fragen stellen, um sicherzustellen, dass Sie den richtigen Anbieter für Ihre Bedürfnisse auswählen:

  1. Welche Handelsinstrumente bietet der Broker an? Achten Sie darauf, dass der Broker die gewünschten Handelsinstrumente wie Aktien, Devisen, Kryptowährungen oder Rohstoffe anbietet.
  2. Wie sind die Gebührenstrukturen und Handelskonditionen? Informieren Sie sich über die anfallenden Kosten, Spreads, Kommissionen und mögliche versteckte Gebühren, um böse Überraschungen zu vermeiden.
  3. Welche Handelsplattformen stehen zur Verfügung? Stellen Sie sicher, dass der Broker eine benutzerfreundliche und zuverlässige Handelsplattform anbietet, die Ihren Bedürfnissen entspricht.
  4. Wie sieht der Kundensupport aus? Ein guter Kundenservice ist entscheidend, um bei Problemen oder Fragen schnell Hilfe zu erhalten. Achten Sie darauf, dass der Broker einen kompetenten und gut erreichbaren Support bietet.
  5. Wie sind die Ein- und Auszahlungsmöglichkeiten? Prüfen Sie, welche Zahlungsmethoden der Broker akzeptiert und ob diese Ihren Bedürfnissen entsprechen. Achten Sie auch auf mögliche Auszahlungsbeschränkungen oder -gebühren.

Indem Sie diese Fragen sorgfältig abwägen und die oben genannten Tipps befolgen, können Sie das Risiko von Brokerbetrug minimieren und eine sichere und angenehme Trading-Erfahrung genießen.

Zusammenfassung und Fazit Brokerbetrug

Brokerbetrug ist eine reale Bedrohung im Online-Trading, und es ist wichtig, sich darüber im Klaren zu sein und entsprechende Vorsichtsmaßnahmen zu ergreifen. Als Fachanwalt für IT-Recht stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung, um Sie bei der Prävention von Brokerbetrug zu unterstützen oder Ihnen im Falle eines Betrugs zu helfen, Ihre Rechte durchzusetzen. Zögern Sie nicht, mich bei Fragen oder Unsicherheiten zu kontaktieren, und bleiben Sie stets wachsam, um sich und Ihr hart verdientes Geld zu schützen.

Als Fachanwalt für IT-Recht stehe ich Ihnen gerne zur Seite, um Sie bei der Prävention von Brokerbetrug zu unterstützen oder Ihnen im Falle eines Betrugs zu helfen, Ihre Rechte durchzusetzen. Zögern Sie nicht, mich bei Fragen oder Unsicherheiten zu kontaktieren.

Fachanwalt IT-Recht Thomas Feil – 25 Jahre Erfahrung

1 Gedanke zu „Brokerbetrug im Internet“

  1. Achtung!
    Das Netzwerk dieser Betrüger ist sehr Groß?
    Die beschriebene Masche ziehen sie immer wieder ab!
    Angeblich habe man ein Guthaben von xx.xxx,oo€
    Soll vorher aber x.xxx,00 überweisen.
    Die Nummern oder Nummer von der man Angerufen wird ist meistens die 01741959513 .
    Melden werden sich eine menge Namen unter der Nummer!
    Angefangen von einem Christian Richter, über Alfred Weber bis hin zu einem Herr Rossmann und viele viele mehr!
    Manche zahlen viel bei schlechter erfahrung!
    Vermeiden sie es am besten und halten sich gleich von solchen leuten fern!
    Wenn die nicht bekommen was sie wollen endet es auch unterm Strich mit belässtigung wie Tägliche Whatsapp-Nachrichten oder Anrufe.

    Mfg G.L.

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