Rufmord im Internet

Bei verletzenden Beiträgen im Internet kann die Möglichkeit bestehen, gegen diese juristisch vorzugehen. Dabei gilt es zunächst den genauen Sachverhalt zu analysieren und zu unterscheiden, ob eine Privatperson oder ein Unternehmen unter dem Rufmord leidet. Dabei sollte eine Kanzlei, welche besonders auf den Reputationsschutz im Internet spezialisiert ist kontaktiert werden. Wir beraten sie gerne im Rahmen eines kostenlosen Erstkontakts und besprechen Ihre juristischen Möglichkeiten, als auch das mögliche weite Vorgehen. Rechtliche Schritte werden wir erst auf Ihren ausdrücklichen Wunsch hin einleiten, um Ihrem Rufmord im Internet entgegenzuwirken.

Was bedeutet Rufmord und wo beginnt er?

Den Umgangssprachlichen „Rufmord“ gibt es im Strafgesetzbuch nicht.

Er beschreibt vielmehr verschiedene Delikte, die mit einem ehrverletzenden Charakter einhergehen. Nach dem allgemeinen Sprachgebrauch handelt es sich um einen Rufmord, wenn jemand ehrverletzende Gerüchte streut. Es handelt sich dabei, wie der Name es schon sagt, um eine böswillige Schädigung des Rufes. Unter einem Rufmord im Internet ist also grundsätzlich die negative Beeinträchtigung einer Reputation, durch negative Darstellungen zu verstehen.

Kaum ein anderes Delikt hat in den letzten Jahren so an Relevanz dazugewonnen, wie der Rufmord im Internet. Dabei gestaltet sich dessen Nachweis jedoch nicht immer ganz einfach. Oft wird schon bei einer kritischen Äußerung vorschnell von einem Rufmord ausgegangen. Es gilt nun anhand einer Abwägung der genauen Umstände und einer Zuordnung der Tatbestände, eine Grenze zwischen dem Delikt des Rufmords und einer erlaubten Meinungsäußerung zu ziehen.

Die verschiedenen Fälle des Rufmords im Internet

Es gibt im Internet unzählige Möglichkeiten für den Austausch von Meinungen und der Kommunikation. Dabei wird die eigene Meinung jedoch häufig anonym oder unter Verwendung einer falschen Identität kundgetan. Mit der Möglichkeit sich anonym im Internet zu bewegen, sinkt allerdings auch oft die Hemmschwelle einiger Menschen, die dies zum Anlass nehmen unwahre Behauptungen von sich zu geben. Dabei kommen verschiedene Fallkonstellationen bei einem Rufmord im Internet in Betracht. Es liegen häufig unterschiedliche Sachverhalte zwischen Privatpersonen und Unternehmen vor.

Bei Privatpersonen spielt der Rufmord im Internet, besonders in Foren und sozialen Netzwerken eine große Rolle. Besonders das sogenannten „Cybermobbing„ stellt dabei ein Problem dar. Bei dem „Cybermobbing“ werden Privatpersonen in sozialen Netzwerken oder in Foren beleidigt, diffamiert oder verbal angegangen. Eine weitere häufige Fallkonstellation bei einem Rufmord im Internet stellt die Diffamierung von Privatpersonen durch das veröffentlichen von Bildern durch Dritte dar. Dabei handelt es sich um Aufnahmen, welche gegen den eigenen Willen veröffentlicht worden sind. Ein Rufmord im Internet über eine Privatperson lässt sich also immer dann annehmen, wenn es zu öffentlich einsehbaren Aussagen über eine Person kommt, die geeignet sind, sein Ansehen im privaten und/oder beruflichen, sowie im generellen Umfeld zu beschädigen.

Nicht nur Privatpersonen, sondern auch Unternehmen können im Internet dem Rufmord ausgesetzt sein. In der heutigen Zeit verfügen viele Unternehmen über eigene Kanäle oder eigene Seiten auf sozialen Netzwerken. Dies macht sie, sowie alle anderen Nutzer solcher Netzwerke zum möglichen Ziel von diffamierenden oder beleidigenden Aussagen. Es sind jedoch nicht nur die eigenen Seiten der Unternehmen auf sozialen Netzwerken, die diese „angreifbar“ machen. Vielmehr kommt es vermehrt zu diffamierenden Aussagen in einschlägigen Bewertungsportalen. Bei Bewertungsportalen können Internetnutzer Einschätzungen zu Produkten, Dienstleistungen und Organisationen abgeben. Besonders bei Bewertungsportalen, bei denen die Nutzer anonym Texte oder Bewertungen veröffentlichen können, kann es schnell zu unzulässigen, unwahren Tatsachenbehauptungen kommen. Dabei reicht die Spannbreite über negativen Äußerungen von ehemaligen, unzufriedenen Mitarbeiten, bis hin zu negativen Äußerungen von unzufriedenen Kunden. Auch kann durch die Konkurrenz versucht werden, gezielt falsche Informationen über ein Unternehmen im Internet zu veröffentlichen, um selbst einen Wettbewerbsvorteil zu erlangen. Auch negative Produktbewertungen auf Internetseiten wie „Amazon.de“ können einen Rufmord mit sich bringen. Es sind viele weitere Varianten des Rufmords im Internet denkbar. Wichtig ist dabei jedoch vor allem, dass die Betroffenen schnellstmöglich Handeln, um dem Rufmord entgegenzuwirken und wenn möglich komplett zu beseitigen.

Rufmord, wie kann ich dagegen vorgehen?

Um die Internet Reputation wiederherzustellen, sollte eine spezialisierte Anwaltskanzlei eingeschaltet werden, die Ihre Rechte umgehend und effektiv durchsetzt. Bei dem Konsultieren eines Rechtsanwalts, sollte es sich im besten Fall um einen auf das IT-Recht spezialisierten Rechtsanwalt handeln. Von Vorteil kann dabei sein, dass der Rechtsanwalt bereits Erfahrung im Umgang mit solchen Fällen, sowie Erfahrung im Umgang mit einschlägigen Bewertungssystemen hat.

Strafrechtlich relevant bei einem Rufmord im Internet sind vor allem die üble Nachrede gem. § 186 StGB und die Verleumdung gem. § 187 StGB. Bei einer üblen Nachrede wird eine ehrenverletzende Behauptung aufgestellt, die nicht nachzuweisen ist. Während unter einer Verleumdung das Aufstellen einer unwahren, ehrverletzenden Behauptung zu verstehen ist. Das bedeutet, dass lediglich wahre Tatsachenbehauptungen verbreitet werden dürfen.

Auch zivilrechtlich kann gegen den Rufmord im Internet vorgegangen werden. Lässt sich die betreffende Äußerung als unwahre Tatsachenbehauptung herausstellen, so stehen dem Betroffenen Ansprüche auf Unterlassung, Gegendarstellung und Richtigstellung zur Verfügung.

Grundsätzlich gilt, dass der Einzelne davor geschützt ist, dass über ihn Unwahrheiten verbreitet werden. Bei der Hilfe durch eine Anwaltskanzlei im Falle eines Rufmords im Internet kommt es maßgeblich darauf an, ob es sich bei der betreffende Äußerung um eine Meinungsäußerung oder eine unwahre Tatsachenbehauptung handelt. Unzulässig sind nur unwahre Tatsachenbehauptungen, sei es eine Lüge über eine Person oder über ein Unternehmen oder die Produkte und Dienstleistungen des Unternehmens. In Fällen, in denen keine unwahre Tatsachenbehauptung getätigt wird, sondern es sich um eine kritische Meinungsäußerung handelt, muss sich diese im juristisch erlaubten Rahmen befinden. Denn auch eine abwertende Kritik darf, solange sie sachbezogen ist, unnachgiebig und schonungslos sein. Eine kritische Meinungsäußerung ist immer dann nicht mehr zulässig, wenn eine so genannte „Schmähkritik“ ausgeübt wird. Eine „Schmähkritik“ dient nicht einer sachlichen Diskussion, vielmehr wird das sachliche Anliegen durch persönliche Kränkung und Herabsetzung verdrängt. In einem solchen Fall liegt das Hauptaugenmerk des Täters auf der Diffamierung des Betroffenen. Auch hierbei kommt es wieder auf die Betrachtung des genauen Sachverhalts und auf den jeweiligen Einzelfall an.

Unsere Hilfeleistung

Betroffenen eines Rufmords im Internet wird ein kostenfreier Erstkontakt angeboten. Sie können uns Ihren Fall unverbindlich schildern, gern melden wir uns anschließend mit einer kostenfreien Ersteinschätzung bei Ihnen zurück. Dabei prüfen wir anhand Ihres Falls, ob realistische Möglichkeiten vorliegen, gegen den Rufmord vorzugehen und wie sich diese schnellstmöglich umsetzen lassen.

 
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Rechtsanwalt Thomas Feil in den Medien

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