Vorsicht vor Fake-Jobanzeigen ⚠️: Wie du nicht auf Geisterjobs und Betrugsmaschen reinfällst

Internetbetrug

Stell dir vor, du durchstöberst Jobportale, voller Hoffnung, endlich den Traumjob zu finden. Die IT-Branche boomt, überall werden Fachkräfte gesucht. Doch dann stolperst du über Stellenanzeigen, die zu schön sind, um wahr zu sein – und genau das sind sie oft auch nicht. Fake-Jobanzeigen sind ein wachsendes Problem, und hier erfährst du, wie du sie erkennst und dich schützt.

Update 08.02.2024 – Europäische Verbraucherzentrum Deutschland (EVZ) warnt vor dubiosen Job-Angeboten

Ein Job zu tollen Konditionen mit flexiblen Arbeitszeiten, mit dem Sie schnell gutes Geld verdienen? Wer auf Karrierenetzwerken Nachrichten mit Links zu vermeintlich unschlagbaren Job-Angeboten erhält, sollte zunächst misstrauisch sein. Denn auch im Umfeld professioneller Jobportale ist man vor Betrugsversuchen nicht sicher. Darauf macht das Europäische Verbraucherzentrum Deutschland (EVZ) aufmerksam. So versuchen Kriminelle über Kontaktversuche in Karrierenetzwerken persönliche Daten zu stehlen – analog zum „Phishing” über E-Mails. Oder sie versuchen, Jobsuchende in Geldwäschegeschäfte zu verwickeln.

Hier zwei häufig genutzte Maschen:

  1. Ein Kontakt im Netzwerk meldet sich, man tauscht zunächst harmlose Nachrichten auf. Dann wird ein Link mitgesendet. Er führt auf eine vermeintlich seriöse Website. Doch im Hintergrund wird laut EVZ Schadsoftware auf dem Computer installiert. Oder es werden durch die präparierten Webseiten Zugänge zu Mailkonten oder dem Onlinebanking ausspioniert.
  2. Ein Job-Angebot taucht auf. Und es eigentlich zu gut, um wahr zu sein. Meistens ist es das auch denn Riesengehalt bei minimalen Stunden und das auch noch aus dem Homeoffice? Verdächtig.

Wenn dann im Bewerbungsprozess noch Bankkonten eröffnet werden sollen oder man soll Geld auf das private Konto transferieren, droht Gefahr. Dahinter steckt laut EVZ der Versuch, Bewerber in Geldwäschegeschäfte zu verwickeln. In diesem Zusammenhang werde häufig auch versucht, die Unterhaltung auf einen anderen Kanal wie SMS oder Whatsapp zu verlegen. Das ermöglicht den Betrügern, Betroffene direkt zu erreichen.

Wie schützt man sich vor solchem Betrug?

Vorsicht ist immer dann geboten, wenn das Profil, von dem aus Nutzerinnen und Nutzer kontaktiert werden, erst kürzlich erstellt wurde und auffallend wenig Kontakte hat. Der im Profil hinterlegte Lebenslauf kann ebenfalls Hinweise geben, ob hinter dem Account womöglich ein Fake-Profil steckt. Wer dazu aufgefordert wird, im eigenen Namen Bankkonten zu eröffnen oder Geld über das private Konto zu transferieren, dem rät das EVZ zum sofortigen Kontaktabbruch. Den betrügerischen Kontakt meldet man dem Betreiber des Netzwerks. Wer fürchtet, bereits auf Betrüger hereingefallen zu sein, dem empfiehlt das EVZ, Beweise zu sichern und Anzeige bei der Polizei zu erstatten. Mögliche Beweise können etwa per Screenshot gesicherte Chats sein.

Das Dilemma mit den Geisterjobs

Der Fachkräftemangel in der IT-Branche scheint auf den ersten Blick eine Goldgrube für Jobsuchende zu sein. Überall locken Angebote mit attraktiven Konditionen. Aber was, wenn hinter diesen verlockenden Ausschreibungen gar kein echter Job wartet? Genau das ist das Phänomen der Geisterjobs. Stellen, die längst besetzt sind oder nie existierten, bleiben online, lassen Bewerber hoffen und dann enttäuscht zurück. Diese Pro-forma-Anzeigen dienen Unternehmen oft dazu, ihren Marktwert zu testen, ohne die Absicht, jemanden einzustellen.

Erkennungszeichen von Fake-Jobanzeigen

Aber wie unterscheidet man echte von gefälschten Stellenanzeigen? Es gibt einige Warnsignale:

  • Zu gute Konditionen: Vollremote Arbeit, unbefristete Verträge und weitere Annehmlichkeiten, die in der Realität selten alle zusammenkommen.
  • Ständige Präsenz: Die Stelle bleibt ewig online, auch nachdem Absagen verschickt wurden.
  • Keine Reaktion: Auf Bewerbungen und Nachfragen wird nicht oder nur sehr spät reagiert.

Die neue Betrugsmasche

Neben den Geisterjobs gibt es eine noch perfidere Bedrohung: komplett gefälschte Stellenanzeigen. Hierbei geht es nicht nur darum, Hoffnungen zu wecken, sondern Bewerber aktiv zu betrügen. Die Methoden sind vielfältig: Von der Aufforderung, für eine Bewerbung zu zahlen, über Identitätsdiebstahl bis hin zur unfreiwilligen Geldwäsche.

Wie du dich gegen Fake-Jobanzeigen schützt

Um nicht auf solche Betrugsmaschen hereinzufallen, gibt es konkrete Schritte, die du unternehmen kannst:

  • Skepsis bei unaufgeforderten Jobangeboten: Wenn dir ohne Bewerbung ein Job angeboten wird, ist Vorsicht geboten.
  • Keine Vorauszahlungen leisten: Seriöse Unternehmen verlangen kein Geld von ihren Bewerbern.
  • Direkter Kontakt: Bei Verdacht solltest du direkt beim Unternehmen anrufen, um die Stelle zu verifizieren.
  • Anzeige erstatten: Fühlst du dich betrogen, zögere nicht, zur Polizei zu gehen.

Langfristige Strategien gegen Fake-Jobanzeigen

Um nicht Opfer dieser Maschen zu werden, empfiehlt es sich, auf Jobportale zurückzugreifen, die für ihre Anzeigen Geld verlangen. Kostenlose Plattformen ziehen eher Betrüger an. Außerdem ist es ratsam, die Unternehmenswebsite zu überprüfen. Steht die Stelle dort nicht, ist Vorsicht geboten.

Fazit Fake-Jobanzeigen

Die Suche nach dem Traumjob im digitalen Zeitalter ist voller Fallstricke. Geisterjobs und gefälschte Stellenanzeigen sind nur zwei Beispiele, wie Bewerber ausgenutzt werden können. Doch mit der richtigen Vorsicht und einem kritischen Blick lässt sich das Risiko minimieren. Behalte stets im Hinterkopf: Wenn etwas zu gut klingt, um wahr zu sein, ist es das wahrscheinlich auch. Bleib wachsam, vertraue deinem Bauchgefühl und lass dich nicht entmutigen. Dein Traumjob wartet irgendwo da draußen – ganz ohne Betrug.

FAQ Fake-Jobanzeigen und Geisterjobs

Was sind Fake-Jobanzeigen?

Fake-Jobanzeigen sind betrügerische Stellenausschreibungen, die darauf abzielen, persönliche Daten zu sammeln oder Bewerber zu betrügen. Sie können auf seriös wirkenden Jobportalen, in sozialen Netzwerken oder per E-Mail auftauchen. Diese Anzeigen sind oft schwer von echten Jobangeboten zu unterscheiden, da sie professionell gestaltet sind und verlockende Angebote enthalten.

Wie erkennt man Fake-Jobanzeigen?

Es gibt mehrere Anzeichen, die auf eine Fake-Jobanzeige hindeuten können. Dazu gehören übertrieben hohe Gehaltsversprechen, Rechtschreib- und Grammatikfehler, die Forderung nach persönlichen Informationen oder Geld im Bewerbungsprozess, unklare Jobbeschreibungen und die Verwendung von kostenlosen E-Mail-Diensten für die Kontaktaufnahme. Zudem sollte man stutzig werden, wenn der Bewerbungsprozess ungewöhnlich schnell abläuft oder wenn direkter Kontakt nur über E-Mail oder Messaging-Dienste stattfindet.

Was sollte man tun, wenn man eine Fake-Jobanzeige entdeckt?

Wenn man den Verdacht hat, auf eine Fake-Jobanzeige gestoßen zu sein, ist es ratsam, diese zu melden. Viele Jobportale und soziale Netzwerke bieten die Möglichkeit, verdächtige Anzeigen zu melden. Es ist auch wichtig, keine persönlichen Informationen preiszugeben und nicht auf finanzielle Forderungen einzugehen. Bei Unsicherheit kann eine Recherche über das anbietende Unternehmen Aufschluss geben, ob es sich um eine legitime Stellenausschreibung handelt.

Wie kann man sich vor Fake-Jobanzeigen schützen?

Um sich vor Fake-Jobanzeigen zu schützen, sollte man stets vorsichtig sein und die oben genannten Warnzeichen beachten. Es ist empfehlenswert, sich direkt auf der Website des Unternehmens über offene Stellen zu informieren und bei Unsicherheiten direkten Kontakt zum Unternehmen aufzunehmen. Des Weiteren kann es hilfreich sein, Erfahrungen und Bewertungen über das Unternehmen online zu recherchieren und sich in beruflichen Netzwerken auszutauschen.

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