Google Bewertung löschen lassen? Wir helfen!

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Wer eine Bewertung oder eine Rezension bei Google löschen lassen möchte, kann uns gern kontaktieren. Wir prüfen für Mandanten bundesweit, ob ein kritischer oder negativer Eintrag bei Google entfernt werden kann und leiten alle hierzu notwendigen Schritte zum Entfernen ein, soweit dies rechtlich möglich und aussichtsreich ist. Gern können Sie uns unverbindlich Ihren Fall schildern und unsere Ersteinschätzung kostenfrei einholen.

HIER erhalten Sie SOFORT einige Anhaltspunkte dafür, ob Ihre Bewertung bei Google dem Löschen grundsätzlich zugänglich ist oder nicht:

  1. Enthält die Bewertung unwahre Tatsachenbehauptungen? D.h. werden Dinge gesagt, die faktisch falsch sind? Dann ist die Bewertung einem Löschen grundsätzlich zugänglich, da keinesfalls Lügen über Sie oder Ihr Unternehmen verbreitet werden dürfen!
  2. Werden personenbezogene Daten genannt? D.h. wird ein Mitarbeiter, oder werden Sie oder Ihre Familienmitglieder mit Klarnamen angeführt? Dann könnten datenschutzrechtliche Ansprüche hinsichtlich Löschen in Frage kommen!
  3. Werden Sie beleidigt? Dann ist die Bewertung bereits nach den googleinternen Richtlinien zu löschen. Hier ist Google auch sehr streng – Beleidigungen jeder Art werden erfahrungsgemäß schnell entfernt.
  4. Wird offensichtlich Werbung für ein Konkurrenzprodukt oder eine konkurrierende Dienstleistung in einer Bewertung zu Ihrem Unternehmen angeführt? Dann kann sowohl aus rechtlicher Sicht, als auch aus den Richtlinien von Google die Bewertung oder die Rezension per Löschen entfernt werden.
  5. Sind Sie unsicher, ob eine Bewertung rechtswidrig oder rechtmäßig ist? Fragen Sie uns unverbindlich per Mail!

Erste Schritte nach dem Erhalt einer negativen Bewertung! (Abseits vom Löschen)

Bevor wir thematisch in das Thema “schlechte Bewertung auf Google und die Möglichkeit des Löschens” eingehen, möchten wir Sie darauf hinweisen, dass es unserer Erfahrung nach oft zu Fehlern der Unternehmen kommt, wenn eine negative Bewertung veröffentlicht worden ist. Viele Unternehmer tendieren dazu, die schlechte Kritik öffentlich gleich zu beantworten – dies ist gut gemeint, man möchte ja die eigene Version der Geschichte darstellen und den Lesern die Möglichkeit geben, beide Seiten der Medaille zu sehen. Allerdings raten wir Mandanten zumindest im ersten Schritt davon ab, eine rechtswidrige Bewertung bei Google (die man vielleicht löschen kann) zu kommentieren. Die Gefahr ist nämlich groß, dass die Bewertung somit “bestätigt” wird, d.h. man selbst durch die Antwort zugibt, dass die Dinge, die in der negativen Bewertung auf Google genannt sind, so stimmen wie sie da stehen. Dies kann unbewusst passieren, ist juristisch dann aber womöglich ein Problem. Auch sollte nur mit äußerster Vorsicht geantwortet werden, da beispielsweise schnell personenbezogene Daten erwähnt und verarbeitet werden könnten, die wiederum als juristisches Problem auf das antwortende Unternehmen zurückfallen. Oft mussten Antworten auf Bewertungen zurückgezogen, gelöscht oder entfernt werden, weil sie rechtswidrig waren oder zumindest juristische Gefahren begründeten.

Eine negative Bewertung, die rechtswidrig ist, sollte per Löschen entfernt werden und nicht mit großspurigen Antworten noch aufgewertet werden.

Das System der Google Bewertungen und Rezensionen

Bei Google handelt es sich um die bekannteste Suchmaschine der Welt. Die Firma, die als erstes Backrub hieß, ist für die meisten Menschen erste Anlaufstelle  wenn es darum geht, etwas im Internet zu finden. Sei es nun eine wichtige Information oder eine Internetseite: Google ist der erste Ansprechpartner. Das Wort Google hat sich heute als Synonym für etwas im Internet suchen entwickelt. Es wird schlechtweg etwas „gegoogelt“.

Google gibt den Benutzern auch die Möglichkeit, Bewertungen zu schreiben.  Diese bezieht sich unter anderem auf Ärzte, Rechtsanwälte, Hotels, Restaurants, Unternehmen, Attraktionen, Orte und Sehenswürdigkeiten. Derartige Einträge finden sich mittlerweile in allen Branchen und nur wenige Unternehmen finden über sich keine Bewertungen.

Auch Sie können von einer derartigen Bewertung und Einträgen betroffen sein. Insbesondere schlechte Bewertungen sind jedoch ärgerlich und können eine Gefahr für Ihr Unternehmen darstellen. Für Sie stellt sich daher die berechtigte Frage, wie Sie derartige Google-Bewertungen löschen und entfernen lassen können. Dies soll der nachfolgende Beitrag erläutern.

Wenn Sie ein Problem mit Google-Bewertungen und entsprechende Einträge löschen oder entfernen wollen, können Sie uns gerne kontaktieren. Wir prüfen die Angelegenheit für Sie und geben Ihnen schnell Auskunft.

Warum gibt es Google Bewertungen und Google Einträge?

Das Bedürfnis nach Bewertung entspringt unserem Grundbedürfnis nach Information und Sicherheit.  Bevor daran gedacht werden kann, Google Einträge entfernen und löschen zu lassen, muss verstanden werden, dass diese durchaus einen legitimen Zweck erfüllen. Anhand der Bewertungen bewertet ein zukünftiger Kunde seine Investitionsentscheidung. Er möchte sich absichern und die beste Entscheidung treffen.

Es ist daher nicht ratsam, alle Google-Bewertungen löschen und entfernen lassen. Denn diese erfüllen auch für Ihr Unternehmen einen sinnvollen Zweck. Sind derartige Google-Einträge positiv, so stellen diese eine kostenlose Werbung für Sie dar. Andere Nutzer oder zukünftige Kunden lesen diese Bewertungen und beziehen diese bei Ihrer Entscheidung, wo sie kaufen oder welche Dienstleistung sie in Anspruch nehmen, mit ein.

Kurzum: Positive Bewertungen oder Einträge bei Google prägen und schützen Ihre Reputation. Dies ist also Teil eines Reputationsmanagements. Sie haben daher in der Regel überhaupt kein Interesse daran, diese Google Bewertungen löschen und entfernen zu lassen.

Auch negative Bewertungen sind nicht immer schlecht. Diese negativen Google-Einträge löschen und entfernen zu lassen kann einem im Zweifel auch den Ruf einbringen, gezielt Meinungen zu verbieten oder zu zensieren. Ein souveräner Umgang mit Meinungen, also Google-Bewertungen, kann auch  für die Reputation förderlich sein. Zuletzt geben Ihnen negative Meinungen in einigen Fällen ein gutes Bild davon, welche Probleme der Nutzer oder der Kunde sieht. Dies können Sie als Anlass dafür nehmen, Ihre eigene Strategie zu überdenken.

Sie müssen jedoch nicht jeden Google-Eintrag oder jede Bewertung akzeptieren. Versuchen bestimmte Personen nur ihren Frust oder Ihren Unmut rauszulassen oder ist die Kritik weder konstruktiv noch sachlich, dann sollten diese Google Bewertung gelöscht und entfernt werden. Denn es gilt: Sie müssen sich nicht alles gefallen lassen.

Welche Gefahr geht von Google Rezensionen aus?

Um diese Frage zu beantworten, ist bedeutsam, dass es noch andere Bewertungsportale gibt. So gibt es bspw. Sanego oder Jameda für Ärzte, kununuu für Arbeitgeber oder auch anwalt.de für Anwälte. Diese sind jeweils auf bestimmte Bereiche spezialisiert. Google dagegen arbeitet allumfassend. Dazu wird das Bewertungssystem in die Google-Suche integriert, indem die Ergebnisse als Eintrag oder Rezension zu dem jeweiligen Unternehmen auftauchen. Suchen Sie ein bestimmtes Unternehmen, dann werden auf der rechten Seite die Bewertungen als Eintrag dargestellt. Suchen Sie bspw. Anwalt für Arbeitsrecht Hannover, dann werden Ihnen auf einer Google-Maps Karte die verschiedenen Anwälte angezeigt. Darunter finden sich mit Sternen die verschiedenen Bewertungen.

Eine Bewertung abzugeben ist einfach. Benötigt wird lediglich ein Google-Konto. Schon können Sie beliebig Bewertungen abgeben. Dazu müssen Sie lediglich eine bestimmte Zahl an Sternen eingeben, eine Überschrift und etwas Text. Fertig ist Ihre Bewertung.

Darin liegt jedoch auch gerade die Gefahr: Eine Rezension ist schnell gegeben, kann aber nicht ebenso schnell gelöscht werden.

Die Gefahr besteht daher, dass unangenehme oder unsachliche Google-Einträge, die nicht schnell gelöscht oder entfernt werden können, vorerst bestehen bleiben und zukünftige Kunden abschrecken.

Dies gilt insbesondere dann, wenn die Bewertung sachlich unrichtig, überzogen ist oder einfach eine Schmähkritik oder Hassrede darstellt. Da nicht zwingend  Klarnamen verwendet werden, kann im Zweifel nicht einmal überprüft werden, ob tatsächlich ein Vertrag mit dem bewertenden bestand oder ab dahinter nicht vielleicht sogar ein Konkurrent steckt, der versucht, Sie anhand schlechter Google-Einträge zu schädigen.

Die wesentliche Gefahr von Google-Bewertungen und  damit auch der wesentliche Grund, solche Einträge löschen oder entfernen zu lassen, besteht also in dem erheblichen Missbrauchsrisiko, welches dem Bewertungssystem immanent ist.

Der Bundesgerichtshof führt zu dieser Thematik aus:

Die beanstandete Bewertung [oder der Eintrag] greift in den Schutzbereich des allgemeinen Persönlichkeitsrechts des Klägers ein. Betroffen sind die Ehre und soziale Anerkennung des Klägers. Denn die Bewertung seiner im Rahmen einer (behaupteten) Behandlung erbrachten Leistungen in den Kategorien “Behandlung”, “Aufklärung” und “Vertrauensverhältnis” mit der Note 6 und damit als “ungenügend” bringt zum Ausdruck, dass der Kläger in zentralen Bereichen des Behandlungsgeschehens den an ihn gestellten Anforderungen aus Sicht des die Behandlung bewertenden Patienten nicht gerecht geworden ist. Die Kundgabe dieser Bewertung ist geeignet, sich abträglich auf das Bild des Klägers in der Öffentlichkeit auszuwirken.“ (BGH, Urteil vom 01. März 2016 – VI ZR 34/15 –, Rn. 40, juris).

Anders als bspw. Jameda und Co grenzt Google die verschiedenen Bewertungen nicht auf bestimmte Kriterien ein, sodass sich im Zweifel nicht feststellen lässt, auf welchen Kriterien diese Einträge beruhen.  Somit führt dies dazu, dass eine Objektivierung nur nach der Maßgabe stattfindet, wie der Bewertende, aber nicht das Portal, dies zulässt. Dies macht es bisweilen unmöglich, den Gedankengang des Bewertenden beim Google-Eintrag nachzuvollziehen.

Das hat wiederum zwei wesentliche Auswirkungen: Zum einen macht es dies schwerer, den Eintrag gegenüber Google anzufechten und löschen zu lassen, da man nicht (bzw. schlechter) nachweisen kann, dass dieser Eintrag auf unzutreffenden Tatsachen beruht. Zum anderen besteht die Gefahr, dass der zukünftige Kunde die negative Bewertung glaubt, weil er denkt, dass er diese nachvollziehen kann, obwohl dieses mangels objektiver Kriterien nicht möglich ist. Derartige Einträge sind besonders gefährlich und sollten daher gelöscht und entfernt werden.

Dazu ein kurzes Beispiel, welches sich in jeder Hinsicht und auf jede Branche oder Dienstleistung erweitern, bzw. neu formulieren lässt:

Sie vertreiben Handyhüllen. Der Kunde XY (oder gar ein Konkurrent) schreibt: „Das Produkt ist Mist. Macht nicht was es soll. Jetzt is Handy kaputt“.

Diese Bewertung oder Rezension ist gefährlich für Sie, weil es nicht nur signalisiert, dass Ihr Produkt unbrauchbar ist, sondern sogar schlechte Auswirkungen auf fremde Sachen hat. In Wirklichkeit steht dahinter folgendes: Sie haben die Handyhülle derart beworben, dass sie das Handy vor Abnutzung schützt. Der Kunde dachte jedoch, dass dies auch einen Schutz bei Stürzen umfasst, den Sie jedoch weder beworben, noch angeboten haben. Hier beruht die Bewertung auf einem völlig falschen Verständnis des Kunden  und ist daher nicht angebracht. Die Chancen diese Google-Bewertung zu löschen oder zu entfernen stehen daher gut.

Besser ist der folgende Eintrag, bzw. die folgende Kundenbewertung: „ich musste nach meiner Meinung lange auf die Hülle warten. Ich habe am 03.01.2017 um 20 Uhr bestellt und sie wurde erst am 05.01. um 15 Uhr versendet“. Durch zu Grunde legen der relevanten Tatsachen kann der zukünftige Kunde nun selber bestimmen, ob das für ihn ebenfalls eine lange Versandzeit ist oder ob dies für ihn zumutbar ist. Im besten Falle denkt der Kunde sich, dass dies doch gar nicht lang sei.  Darüber hinaus könnten Sie anhand dieser Bewertung überlegen, ob Sie nicht Ihren Vertrieb derart umstellen können, dass Sie schon am nächsten Tag versenden könnten. Dann könnten Sie, statt diesen vielleicht sogar berechtigten Eintrag löschen und entfernen zu lassen, mit dieser Kritik souverän umgehen und bspw. schreiben: „Sehr geehrter Herr XY, vielen Dank für Ihre konstruktive Kritik. Wir versuchen die Ware immer schnellstmöglich zu versenden. Wir haben anhand Ihrer Kritik die Vertriebsprozesse effektiver gestaltet und können jetzt die Ware bereits am nächsten Tag versenden.“ Ihre Kunden fühlen sich damit besser, weil diese das Gefühl haben, dass Sie als Unternehmer auf ihre Wünsche und Bedürfnisse eingehen.

Es gilt daher stets schnell zu handeln und schädliche Google Bewertungen löschen und entfernen zu lassen. Zumindest kann versucht werden, diese Einträge bis zur endgültigen Überprüfung durch Google vorerst einstweilig entfernen zu lassen. Dann taucht dieser Eintrag zumindest vorerst nicht mehr auf.

Sofern eine Entfernung der Rezension nicht ratsam ist, Sie aber nicht wissen, wie Sie mit dieser Kritik umzugehen haben, können Sie uns gerne kontaktieren.

Wann können Google-Bewertungen oder Einträge gelöscht oder entfernt werden?

Zunächst ist dabei festzuhalten: An sich ist das Bewertungssystem rechtmäßig. Daher bedarf es eines besonderen Grunds und einer Abwägung, zu bestimmen, ob bestimmte Bewertungen oder eine Rezension gelöscht werden können. Der Bundesgerichtshof sagt dazu:

Im Ausgangspunkt ist freilich festzuhalten, dass das von der Beklagten betriebene Ärztebewertungsportal eine von der Rechtsordnung gebilligte und gesellschaftlich erwünschte Funktion erfüllt und der Portalbetrieb zudem vom Schutzbereich des Art. 5 Abs. 1 GG und des Art. 12 Abs. 1 GG erfasst wird.“ (BGH, Urteil vom 01. März 2016 – VI ZR 34/15 –, Rn. 40, juris).

Bei der Bewertung ist grundsätzlich unerheblich, ob diese mit Worten oder mit Sternen (zumeist liegt beides vor) erfolgt, da beide Varianten einen Aussagegehalt innehaben.

Die rechtliche Bewertung der Aussagen spielt sich im Bereich des allgemeinen Persönlichkeitsrechts ab. Denn die Google-Bewertungen und Einträge betreffen den Schutzbereich der Persönlichkeit des Unternehmers oder des Unternehmens. Denn die Bewertungen betreffen oft die Außendarstellung des Unternehmens.

Da die Meinung über Art. 5 I GG geschützt ist, muss genau abgewogen werden, ob eine Google-Bewertung, welche eine Meinung enthält, gelöscht und entfernt werden kann. Unwahre Tatsachenbehauptungen werden nicht geschützt. Ist der Kunde der Ansicht, dass die Hülle Kunstleder enthalte, obwohl diese aus echtem Leder besteht, müssen Sie das nicht hinnehmen.

Oftmals bestehen derartige Google-Einträge jedoch nicht nur aus Tatsachen, sondern auch aus Meinungen. Diese Äußerungen beinhalten also Beides.  Der Bundesgerichtshof löst dies dahingehend, dass diese Aussagen insgesamt dem Schutz der Meinungsfreiheit unterfallen, bei der gebotenen Abwägung der Wahrheitsgehalt der zu Grunde liegenden Tatsachen zu berücksichtigen ist.

Dies formuliert auch das Bundesverfassungsgericht, wenn es ausführt:

Indem das Oberlandesgericht der Frage der Richtigkeit oder Unrichtigkeit des tatsächlichen Äußerungsgehalts der vier Äußerungen nicht hinreichend nachgegangen ist, hat es verkannt, dass die Beantwortung dieser Frage Einfluss auf den Abwägungsvorgang hat und kam deshalb zu einem fehlerhaften Abwägungsergebnis.“ (BVerfG, Stattgebender Kammerbeschluss vom 07. Dezember 2011 – 1 BvR 2678/10 –, Rn. 43, juris).

Steht demnach die Meinungsfreiheit gar nicht im Vordergrund, sondern finanzielle Interessen oder die Schädigung eines Konkurrenten, so ist die Wahrscheinlichkeit, dass derartige Einträge gelöscht und entfernt werden können als sehr hoch einzuschätzen.

Steht eine Meinung im Vordergrund, so muss stets abgewogen werden. Maßgeblich sind dabei insbesondere Art und Eingriffsintensität der Bewertung, Mitverursachung durch den Unternehmer, Richtigkeit der Zugrundeliegenden Tatsachen sowie das dahinterstehende Interesse des Bewertenden.

Überwiegen danach die Interessen des Unternehmers, so muss die Google-bewertung, bzw. der Google-Eintrag gelöscht und entfernt werden.

Ist Google der richtige Ansprechpartner für das Löschen einer Rezension?

Diese Frage ist durchaus berechtigt, da Google diese Rezension selbst nicht erstellt. Daher kann Google nur unter der zusätzlichen Voraussetzung in Anspruch genommen werden, als dass Google auch konkrete Prüfpflichten verletzt hat.

Diese bestehen in der Kontrolle der entsprechenden Bewertungen nach Beanstandung des Unternehmers.

Diese Kontrolle wird von der Rechtsprechung auch durchaus ernsthaft und genau verstanden. Hinsichtlich eines anderen Bewertungsportals schreibt der Bundesgerichtshof:

[…] Auf der anderen Seite kann […] nicht außer Betracht bleiben, dass der Betrieb eines Ärztebewertungsportals im Vergleich zu anderen Portalen, insbesondere Nachrichtenportalen, schon von vornherein ein gesteigertes Risiko für Persönlichkeitsrechtsverletzungen mit sich bringt. Es birgt die Gefahr, dass es auch für nicht unerhebliche (vgl. Senatsurteil vom 23. September 2014 – VI ZR 358/13BGHZ 202, 242 Rn. 32 – Ärztebewertung II) persönlichkeitsrechtsverletzende Äußerungen missbraucht wird.“ (BGH, Urteil vom 01. März 2016 – VI ZR 34/15 –, Rn. 40, juris).

[…]

Konkret muss die vom Portalbetreiber durchzuführende Überprüfung erkennbar zum Ziel haben, die Berechtigung der Beanstandung des betroffenen Arztes zu klären. Der Portalbetreiber muss ernsthaft versuchen, sich hierzu die notwendige Tatsachengrundlage zu verschaffen; er darf sich insbesondere nicht auf eine rein formale “Prüfung” zurückziehen.“ (BGH, Urteil vom 01. März 2016 – VI ZR 34/15 –, Rn. 42, juris)

Dazu gehört mehr, als eine kurze Stellungnahme vom Patienten einzufordern:

„Im Streitfall hätte die Beklagte die Beanstandung des betroffenen Arztes dem Bewertenden übersenden und diesen zur Stellungnahme anhalten müssen. Sie hätte ihn weiter auffordern müssen, ihr den angeblichen Behandlungskontakt möglichst genau zu beschreiben und ihr den Behandlungskontakt belegende Unterlagen, wie etwa vorhandene Rechnungen, Terminkarten und -zettel, Eintragungen in Bonushefte, Rezepte oder sonstige Indizien möglichst umfassend – soweit vom Bewertenden für nötig erachtet ggf. teilweise geschwärzt – zu übermitteln. Die bloße Bitte der Beklagten, “die Behandlung in mindestens zwei Sätzen [zu] umschreiben und den Behandlungszeitraum [zu] nennen”, reicht hierfür nicht.“ (BGH, Urteil vom 01. März 2016 – VI ZR 34/15 –, Rn. 42, juris). Hier ergeben sich also Möglichkeiten für einen Arzt, eine Bewertung bei Jameda löschen zu lassen.“

Hier erfolgt also der Schutz des Unternehmers durch ein umfassendes Verständnis der Prüfpflicht. Google ist also angehalten, denn Sachverhalt umfassend aufzuarbeiten um letztlich überprüfen zu können, ob die Bewertung rechtmäßig ist.

Warum sollte gegen negative Google Bewertungen vorgegangen werden?

Google dürfte jedem Internetnutzer ein Begriff sein. So ist es auch nicht verwunderlich, dass es sich bei Google um den Marktführer im Bereich der Suchmaschinen handelt. Suchmaschinen helfen Verbrauchern, sich über Produkte, Unternehmen etc. zu informieren. Doch Google ist mehr als nur eine Suchmaschine. Es lassen sich seit einiger Zeit auch Bewertungen über Unternehmen, Restaurants etc. abgeben. Befindet sich der Verbraucher beispielsweise auf der Suche nach einem Restaurant in seiner Nähe, werden ihm bei der Suchanfrage auch die Bewertungen anderer Nutzer für die vorgeschlagenen Restaurants angezeigt. Die Bewertung stellt in diesem Fall neben der Entfernung das wichtigste Entscheidungskriterium dar. So können bereits einige wenige schlechte Bewertungen ausschlaggebend sein, um die Entscheidungsfindung des Verbrauchers zu beeinflussen.

Weitaus mehr als die Hälfte der Verbraucher orientieren sich an Bewertungen aus dem Internet. Es wird sich über eine Dienstleistung oder ein Produkt bereits im Vorfeld im Internet informiert und eine Entscheidung gefällt, die in großem Maße durch Bewertungen beeinflusst wurde. Die Relevanz von Bewertungen im Internet steht zweifelsfrei fest. Dies macht deutlich, welchen Einfluss eine negative Bewertung oder eine schlechte Rezension bei der mit Abstand bedeutendsten Suchmaschine hat. Liegen nur wenige Bewertungen vor, fällt eine negative Bewertung dementsprechend noch schwerer ins Gewicht.

Es ist daher äußerst sinnvoll, negative Bewertungen grundsätzlich auf deren Zulässigkeit hin zu überprüfen. Denn wenn sich Verbraucher durch diese Bewertungen gegen das eigene Unternehmen entscheiden, kann dies zu Umsatzeinbußen führen.

Für die Abgabe einer Google Rezension bedarf es lediglich eines kostenfreien Google Plus Kontos. Problematisch im Hinblick auf negative Bewertungen ist besonders, dass enttäuschte Verbraucher ihre subjektiven Erfahrungen in die Bewertung einfließen lassen. Dadurch entstehen mitunter eher fragwürdige Bewertungen, nach deren Erhalt sich viele Betroffene fragen, ob eine solche Bewertung überhaupt zulässig ist oder sich diese nicht vielleicht sogar löschen lässt.

Formular oder Antrag für das Löschen einer negativen Google Bewertung nutzen?

Im Internet kursiert das Gerücht, dass es ein Formular oder einen speziellen Antrag für das Entfernen schlechter Google Bewertungen gäbe, welches einfach nur benutzt werden müsse, um den Eintrag zu löschen. Auch erhalten wir viele Anfragen, die nach dem ominösen Formular oder einem Antrag fragen. Grundsätzlich ist es so, dass Google als Unternehmen ganz normal postalisch angeschrieben werden kann, sodass ein Formular oder ein Antrag erst einmal gar nicht nötig ist. Rechtliche Anfragen muss Google im eigenen Interesse bearbeiten, ganz gleich, wie diese letztlich zugestellt werden. Allerdings gibt es tatsächlich ein eigenes Formular bei Google, welches dazu dient, rechtswidrige Inhalte vereinfacht zu melden. Dieses Formular ist wie ein Antrag konzipiert und muss “nur” ausgefüllt werden. Hierbei kommt es jedoch darauf an, juristisch fundiert das Löschen der Bewertung zu begründen, da ansonsten auch der Antrag nichts nützt. Google löscht nicht eine Bewertung, nur weil das richtige Formular verwendet worden ist. Das Formular hilft Google nur dabei, übersichtlicher zu arbeiten. Der Antrag ist also kein “Zaubermittel” und auch kein “Geheimnis”.

Im Übrigen nutzt Google viele Arten von Formularen und Anträgen, um rechtswidrige Inhalte als meldbar zu präsentieren, teilweise geht es dabei um schlechte Bewertungen und Rezensionen, teilweise um Links in den Suchergebnissen.

Wir stellen unsere juristischen Löschanfragen tatsächlich über das von Google dafür vorgesehene Formular, da dieser Art von Antrag unserer Erfahrung nach am schnellsten und zielführendsten von Google bearbeitet wird. Dies entbehrt jedoch nicht von gesonderter juristischer Begründung für jeden Einzelfall einer Rezension.

Verstoß der Bewertung gegen die Richtlinien oder gegen das Gesetz?

Löschen lässt sich eine negative Google Bewertung oder Rezension nicht nur dann, wenn diese einen Verstoß gegen das Gesetz darstellt. Ob eine Bewertung rechtlich zulässig ist oder nicht, bestimmt sich danach, ob diese von der Meinungsfreiheit geschützt ist. Unterschieden wird dabei grundsätzlich zwischen einer Tatsachenbehauptung und einer Meinungsäußerung. Oftmals muss hierbei Im Rahmen einer Auslegung ermittelt werden, ob die Rechte und Interessen des Verfassers oder aber des Bewerteten überwiegen. Anders sieht es hingegen bei den Richtlinien von Google aus. Liegt ein Verstoß gegen die Richtlinien vor, handelt es sich grundsätzlich um eine unzulässige Bewertung, die sich auch löschen lässt.

Untersagt sind grundsätzlich Bewertungen, bei denen es sich um Werbung handelt. Bei dem Entdecken einer solchen Rezension sollte Google auf diese aufmerksam gemacht werden, um sie löschen zu können. Ebenfalls untersagt sind Bewertungen, bei denen es sich um Spam handelt. So stellen beispielsweise unwahre Tatsachenbehauptungen nach den Google Richtlinien Spam dar und werden bei deren ausfindig machen gelöscht. Des Weiteren untersagt Google die Nutzung mehrerer Konten oder die mehrfache Abgabe derselben Bewertung mit verschiedenen Kontan. Haben Sie negative identische Bewertungen von verschiedenen Konten erhalten, so handelt es sich hierbei höchstwahrscheinlich um Spam. Es sollte sich daher schnellstmöglich mit Google in Verbindung gesetzt werden, um die jeweiligen Bewertungen löschen zu lassen. Auch wenn Zweifel an der Echtheit der Bewertung bestehen, weil Sie den dargelegten Sachverhalt nicht nachvollziehen können, sollte die jeweilige Bewertung überprüft werden. Denn hierbei handelt es sich oftmals um unwahre Tatsachenbehauptungen. Hier reicht es zunächst aus, Google darüber in Kenntnis zu setzen, um diese zu einem handeln zu bewegen. Denn durch das in Kenntnis setzen über einen möglichen Verstoß gegen die Richtlinien oder gegen das Gesetzt, entsteht auf Seiten von Google die Pflicht, die jeweilige Bewertung zu überprüfen. Liegt tatsächlich ein Verstoß vor, muss die jeweilige Rezension gelöscht werden. Google fasst die oben dargestellten Punkte dabei wie folgt zusammen:

„Beispiele für nicht zulässige Inhalte:

– Sich wiederholende Inhalte, falsche Schreibweisen, Verwendung effekthascherischer Zeichen, unsinnige, automatisch generierte oder ablenkende Inhalte (z. B. Stroboskopeffekte, verschwommene oder schlechte Bildqualität oder unkenntliche Inhalte)

– Bilder, Videos oder Links, die die Aufmerksamkeit der Nutzer in negativer Weise ablenken

– Links zu Malware, Viren oder anderer schädlicher Software

– Links zu Websites, die für das Unternehmen irrelevant sind

– Inhalte, mit denen versucht wird, sich als eine andere Organisation oder Person auszugeben

– Inhalte, mit denen versucht wird, unsere Dienste für Phishing zu verwenden

– Ungenaue Informationen zu Werbeangeboten, bei denen nicht angegeben wird oder nicht klar ist, wie Nutzer für die Angebote bezahlen müssen“

Ebenfalls unerlaubt sind Inhalte, die nur für Erwachsene bestimmt sind. Dazu gehören beispielsweise Inhalte, die sexuell anzüglich oder sexuell eindeutig sind. Zudem dürfen veröffentlichte Bilder oder Videos keine Nacktheit oder sexuellen Handlungen zeigen. „Folgende Inhalte dürfen nicht enthalten sein: Obszönitäten, umgangssprachliche Begriffe, die sexuell drastisch und anstößig sind, Begriffe, die typische Signalwörter für Pädophilie sind, Inhalte, die Pädophilie, Sodomie oder sexuelle Gewalt, Begleitservices oder andere Dienstleistungen fördern, die so interpretiert werden können, dass dabei sexuelle Handlungen im Austausch für eine Gegenleistung angeboten werden. Links zu Inhalten nur für Erwachsene sind nicht zulässig.“

Auch Nachrichten, die zu Hass aufstacheln oder einen beleidigenden Inhalt haben sind verboten und können bei einem Verstoß dazu führen, dass sich die jeweilige Bewertung löschen lässt. „In diesem Dienst sind keine belästigenden, zu Hass aufstachelnden Inhalte und keine Mobbinginhalte zugelassen. Veröffentlichte Inhalte dürfen Folgendes nicht fördern: Hass oder Gewalt gegen Personen oder Gruppen aufgrund deren ethnischer Zugehörigkeit, Religion, Behinderung, Geschlecht, Alter, Veteranenstatus, sexueller Orientierung oder geschlechtlicher Identität. Text, Bilder, Videos oder Links dürfen keine verunglimpfenden oder abfälligen Beinamen für geschützte Gruppen enthalten. Inhalte dürfen nicht dazu verwendet werden, Personen zu belästigen oder zu mobben. Hierzu zählen auch direkte physische Bedrohungen oder die Offenlegung privater Informationen, die für implizite Drohungen verwendet werden könnten.“ Verboten sind so auch gewaltverherrlichende Inhalte. „Inhalte, die Gewalt fördern oder dazu ermuntern oder in drastischer Weise Verletzungen, Missbrauch von Menschen oder Tieren oder gewalttätige Handlungen darstellen, sind in diesem Dienst nicht zulässig. Außerdem sind Inhalte, die wahrscheinlich schockierend oder ekelerregend sind, nicht erlaubt.“

Löschen lassen sich ebenfalls Bewertungen und Rezensionen, bei denen ein Verstoß gegen das Datenschutzrecht vorliegt. „Es ist untersagt, personenbezogene oder vertrauliche Informationen über andere Personen, zum Beispiel Kreditkartennummern, Personalausweisnummern oder Kontopasswörter, ohne Erlaubnis der betreffenden Person weiterzugeben. Posten und verteilen Sie ohne die Zustimmung des entsprechenden gesetzlichen Vertreters keine Bilder oder Videos, auf denen Minderjährige abgebildet sind.“ Immer wieder kommt es dazu, dass personenbezogene Daten gestohlen und anschließend von den Tätern missbraucht werden, weshalb auch der Identitätsdiebstahl streng verboten ist.

Auch weist Google in den Richtlinien darauf hin, dass die Verfasser einer Bewertung/Rezension darauf zu achten haben, dass die veröffentlichten Inhalte nicht gegen geltende Gesetze und Vorschriften verstoßen. „Inhalte, die sich auf den Verkauf von Gütern und Dienstleistungen beziehen, die gesetzlichen Beschränkungen unterliegen, sind nicht zulässig. Dazu gehören Alkohol, Glücksspiele, Finanzdienstleistungen, Arzneimittel und nicht freigegebene Nahrungsergänzungsmittel, medizinische Geräte oder Medizinprodukte. Inhalte mit Bezug auf den Verkauf gefährlicher oder illegaler Produkte, Dienstleistungen oder Aktivitäten, die Schäden oder Verletzungen verursachen, sind nicht zulässig. Beispiele für unzulässige Inhalte: Drogen, Waffen, Feuerwerk und Anleitungen zur Herstellung von Sprengkörpern, Tabakwaren und detaillierte Anleitungen oder Ermunterung zu kriminellen Aktivitäten, die im wirklichen Leben zu Schäden und Verletzungen führen würden.“

Verstoß gegen die Google Richtlinien melden

Ein Verstoß gegen die Richtlinien führt grundsätzlich zu einer Löschung der jeweiligen Bewertung. Doch um diese löschen lassen zu können, müssen Betroffene diese erst einmal Google melden. Dazu muss sich zunächst in „Google My Business“ angemeldet werden. Anschließend muss die jeweilige Rezension herausgesucht werden und anschließend im Dreipunkt-Menü der Button „Als unangemessen melden“ ausgewählt werden. Hier wird vermutlich entweder die Rechtsabteilung bei Google oder juristisch geschulte Mitarbeiter mit der Überprüfung beginnen. Wie lange dies dauern kann, wissen wir nicht, allerdings ist es in Googles eigenem Interesse, gegen rechtswidrige oder richtlinienwidrige Einträge und Rezensionen vorzugehen. Unserer Erfahrung nach bearbeitet Google rechtliche Anliegen relativ schnell und eine Antwort geht uns meistens schon nach spätestens  2 Wochen zu.

Unsere Erfahrungen mit dem Löschen einer negativen Bewertung bei Google und anderen Plattformen!

Mittlerweile bearbeiten wir seit vielen Jahren schlechte Bewertungen im Internet für unsere Mandanten. Teilweise werden wir beauftragt, weil die Bewertung keinem echten Kunden zugeordnet werden kann, oder weil der Eintrag rechtswidrige Inhalte aufführt, die stark geschäftsschädigender Natur sind. Hierbei haben wir sowohl außergerichtlich, als auch teilweise gerichtlich für unsere Mandanten gegen die Bewertungen juristische Argumente angeführt, um das Löschen zu realisieren.

Unsere Erfahrung mit Google ist hierbei durchwachsen. Einerseits ist anzuerkennen, dass sich Google beim Thema Löschen einer negativen Bewertung tatsächlich dergestalt bemüht, dass eigens ein Onlineformular für diese Art juristischer Beschwerde implementiert worden ist. Allerdings ist es so, dass hier größtenteils automatisiert auf unsere Belange geantwortet wird, sodass ein echter juristischer Austausch zwischen Menschen nur sehr selten zustande kommt. Google versucht wohl, so automatisiert wie möglich die Flut an Anfragen zu bearbeiten, was aber teilweise zu kruden Ergebnissen führt. Das Löschen einer negativen Bewertung hängt also nicht nur von juristischen Belangen ab, sondern auch davon, inwieweit die jeweilige Bewertungsplattform “mitspielt” und sich kooperativ zeigt.

In vielen Fällen folgt Google unserer juristischen Einschätzung, da wir keine Bewertungen angreifen, die ohnehin zulässig sind, sodass unsere Ersuchen an Google fast immer offensichtlich rechtswidrige Inhalte betreffen. Allerdings passiert es auch hin und wieder, dass sich das Löschen einer Bewertung bei Google als kompliziert herausstellt, obwohl die Rechtslage eindeutig ist. Ohne Angaben von gründen verwehrte uns Google in einem Fall die Bearbeitung unseres Anliegens. Wir gerieten in eine Endlosschleife an automatisierten Antworten und konnten nur über Umwege zum Ziel gelangen. Einfach ist es daher nicht, eine Bewertung zu löschen, selbst wenn die Inhalte für jeden erkennbar rechtswidriger Natur sind.

Warum muss Google in manchen Fällen überhaupt eine negative Bewertung entfernen?

Google hat natürlich ein Interesse daran, so viele Bewertungen, selbst negative Bewertungen online stehen zu lassen wie es nur geht. Denn hierauf gründet sich zumindest in Teilen das Geschäftsmodell von Diensten wie Google Maps und Google My Business. Allerdings haben Bewertungsportale wie Google in den letzten Jahren einige Urteile “kassiert”, die klar aufzeigten, wo die Grenzen für das Veröffentlichen von Einträgen im Internet sind. Google handelt also auch im eigenen Interesse, wenn eine rechtswidrige negative Bewertung entfernt wird, da ansonsten der Klageweg beschritten werden könnte und dies Google letztlich teuer zu stehen kommen würde. Auch der Rufschaden für eine Bewertungsplattform ist enorm, wenn Urteil nach Urteil ergeht und dies mediale Aufmerksamkeit in negativer Hinsicht erzeugt.

Außergerichtlich ist es daher mittlerweile gut möglich, rechtswidrige negative Bewertungen bei Google löschen zu lassen, da Google sich hier kooperativ zeigt. Allerdings ist festzuhalten, dass es stets einer juristisch fundierten Begründung bedarf, um einen Eintrag zu entfernen, da Google nicht “auf Zuruf” einfach Bewertungen löscht, sondern eher das Gegenteil der Fall ist: im Zweifel wird Google die Rezension nämlich bestehen lassen.

Was passiert, nachdem Sie eine negative Rezension haben löschen lassen?

Wenn Sie auf Google eine schlechte Bewertung entfernt haben, wird diese in Ihrem Profil nicht mehr angezeigt. Dies kann Ihren Durchschnitt an Sternen erheblich verbessern und zu spürbar mehr Anfragen über das Internet führen. Wir hatten bereits Mandanten, die durch negative Einträge und Rezensionen bei Google regelrecht blockiert waren und keinerlei neue Kunden mehr verzeichneten – nach dem Löschen der Rezension normalisierte sich das Geschäft wieder innerhalb weniger Tage.

Natürlich zählen nicht nur die Sterne als Blickfang, sondern auch die Inhalte der Eintragungen auf Ihrem Profil bei Google. Werden hier negative Einträge entfernt, verbleiben nur noch positive oder zumindest hinnehmbare Bewertungen, sodass Neukunden und potenzielle Kunden sich eher für eine Anfrage entscheiden.

Google selbst hat unserer Erfahrung nach noch keine Bewertung, die man per Löschen entfernt hatte, wieder freigeschaltet oder neu eingestellt. Allerdings kann es passieren, dass querulantische Bewerter nach dem Löschen ihrer Eintragung mit noch einer schlechten Bewertung reagieren. Auch gegen diese kann jedoch mitunter rechtlich vorgegangen werden. Ist der Klarname der bewertenden Person bekannt, kann hier auch außergerichtlich eine Abmahnung angedacht werden, falls rechtswidrige Inhalte veröffentlicht worden sind.

Welcher Rechtsanwalt ist der richtige Ansprechpartner für diese Fälle?

Wenn Sie sich dafür entschieden haben, eine Sie betreffende negative Bewertung bei Google rechtlich überprüfen oder löschen zu lassen, stellt sich die Frage, welcher Rechtsanwalt hierfür der geeignete Ansprechpartner ist. Es liegt auf der Hand, dass ein Erbrechtsspezialist vermutlich keine gesonderten Erfahrungen im Umgang mit Bewertungsplattformen aufweist. Wir empfehlen daher, einen Fachanwalt für IT-Recht zu befragen, der nicht nur den Fachanwaltstitel trägt, sondern auch über einschlägige Erfahrungen im Löschen schlechter Bewertungen auf Google und sonstigen Portalen verfügt. Je mehr Erfahrung Ihr Rechtsanwalt mitbringt, desto höher sind auch die Chancen, dass der negative Eintrag gelöscht wird. Unsere Kanzlei ist auf das IT-Recht spezialisiert und bearbeitet Bewertungsmandate werktäglich – gern können Sie daher nicht nur von unserer rechtlichen Spezialisierung, sondern auch von unserer Expertise im Bereich des Löschens von Bewertungen profitieren.

Wie läuft der Vorgang des Löschens einer Bewertung genau ab?

Wenn Sie uns mit dem Löschen einer schlechten Bewertung auf Google beauftragen oder diesbezüglich anfragen, ist der erste Schritt unsererseits stets, dass wir uns die in Frage stehende Eintragung unter juristischen Gesichtspunkten anschauen. Wir prüfen also, ob die Bewertung unwahre Tatsachenbehauptungen oder sonstige rechtswidrige Inhalte aufweist. Auch analysieren wir die Bewertung hinsichtlich der eigens von Google aufgestellten Guidelines für Bewertungen, da sich auch hierdurch Löschungsmöglichkeiten abseits des rein Juristischen ergeben können.

Sind wir bereits mit einer Löschung beauftragt, fertigen wir einen juristisch fundierten Löschantrag an und übermitteln diesen an die zuständige Abteilung bei Google. Falls Sie uns noch nicht beauftragt haben, melden wir uns zunächst mit unserer kostenfreien Ersteinschätzung bei Ihnen zurück und Sie können anhand der von uns übermittelten Informationen überlegen, ob Sie uns mandatieren möchten.

Google bearbeitet unsere Löschanträge in der Regel binnen 2-3 Wochen, teilweise sogar viel schneller. Es ist daher kein langes Prozedere, sondern eher ein zügiger Vorgang insgesamt. Bei einer Vielzahl von Bewertungen (beispielsweise über 50 negative Bewertungen) kann die Bearbeitung bei Google mengenbedingt verzögert werden, was aber nachvollziehbar ist.

Falls Google unsere juristische Einschätzung teilt, wird die Rezension restlos entfernt. Teilweise kann es erforderlich sein, weiteren Schriftwechsel mit Google zu führen, um den juristischen Standpunkt noch deutlicher herauszuarbeiten. In einigen Fällen hält Google Rücksprache mit der rezensierenden Person, sodass auch dort die Möglichkeit von Einwänden gegeben ist. Bei offenkundigen Rechtswidrigkeiten wird die Bewertung jedoch ohne weitere Zwischenschritte gelöscht.

Was wir hinsichtlich des Entfernen einer Bewertung für Sie tun können?

Wenn Sie von einer negativen Bewertung betroffen sind, gilt es schnell zu handeln. Die gesetzlichen Voraussetzungen und die damit zusammenhängende Rechtsprechung sind jedoch oft komplex und kaum überschaubar. Wollen Sie also eine Google-Bewertung löschen lassen, lohnt es sich, einen darauf spezialisierten Anwalt zu beauftragen.

Gerne können Sie sich dazu an uns werden. Wir sind eine auf Internetrecht spezialisierte Kanzlei, die für Ihren Persönlichkeitsschutz im Internet eintritt. Gerne sind wir Ihnen, wie auch beriets vielen anderen Unternehmern zuvor, behilflich, entsprechende Google- Einträge zu löschen und zu entfernen.

Dazu gehören eine Aufarbeitung des Sachverhaltes sowie eine Beratung, wie auch souverän auf konstruktive Kritik eingegangen werden kann. Denn nicht immer ist das löschen oder entfernen solcher Einträge der beste Weg. Und der beste Weg für Sie, ist unser Ziel. Gerne beraten wir Sie auch umfassend zu dem Thema des Reputationsmanagements oder des Reputationsschutzes.

Kommen Sie dazu gerne auf uns zurück.

Welche Kosten berechnen wir, wenn Sie uns mit dem Löschen einer Bewertung beauftragen?

Grundsätzlich schauen wir uns den Einzelfall zunächst kostenfrei an, bevor wir Ihnen einen konkreten Kostenvorschlag unterbreiten. Es kann nämlich sein, dass Ihr Fall besonders einfach liegt und schnell bearbeitet werden kann – dann werden Sie von uns einen entsprechend angemessenen Preis hören. Sollte Ihr Fall hingegen etwas aufwändiger liegen oder mehrere Bewertungen gelöscht werden, bedeutet dies für uns einen erhöhten Aufwand und dies muss sich natürlich auch in unseren Kosten niederschlagen. Gern wir mit Ihnen vor Mandatierung alle Einzelheiten, also auch die konkreten Kosten, sodass Sie in Ruhe eine Entscheidung treffen können, ob Sie uns mit dem löschen einer Rezension auf Google beauftragen möchten.

 
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Rechtsanwalt Thomas Feil in den Medien

12 Kommentare zu “Google Bewertung löschen lassen? Wir helfen!
  • 24. September 2018 um 11:02 Uhr
    E. K. says:

    Hi,

    wieso sollen wir das löschen lassen, wenn man den Bewerter auch einfach abmahnen oder verklagen kann?

    • 25. September 2018 um 08:31 Uhr

      Guten Tag,

      es ist in der Tat möglich, den Verfasser einer negativen Bewertung auf Google abzumahnen oder gar zu verklagen. Allerdings muss dafür der Klarname und eine ladungsfähige Anschrift des Verfassers vorhanden sein, was in den meisten Fällen nicht der Fall ist. Google wird diese Daten auch nicht ohne Weiteres herausrücken, oder hat sie selbst nicht einmal. Das Löschen der Bewertung stellt meistens den einfachsten, pragmatischsten und auch kostengünstigsten Weg dar, die Angelegenheit zu klären. Aber nicht jede Bewertung kann gelöscht werden, nur rechtswidrige Einträge sind dem Löschen zugänglich.

      Mit freundlichen Grüßen
      Rechtsanwalt Thomas Feil

  • 20. September 2018 um 19:11 Uhr
    Jens Köhlert says:

    Hallo Herr Feil,

    einer unserer Ex-Mitarbeiter hat uns bei Google mehrere (nämlich 4) negative Bewertungen hinterlassen. Wir wissen 100%ig, dass er es ist und möchten fragen, ob das zulässig ist, dass jemand mehrere schlechte Bewertungen bei Google schreibt und uns so einen enormen Rufschaden zufügt.

    Mfg
    Köhlert

    • 21. September 2018 um 08:40 Uhr

      Guten Tag,

      hier handelt es sich wohl um eine Arbeitgeberbewertung bei Google? Dann ist es nicht zulässig, mehrfach Einträge zu verursachen. Bei Kundenbewertungen müsste man genauer hinschauen.

      Schicken Sie uns doch den Link zu den Bewertungen per Mail zu und wir schauen, ob wir Chancen sehen, die Einträge löschen zu lassen.

      Mit freundlichen Grüßen
      Rechtsanwalt Thomas Feil

  • 13. April 2018 um 11:56 Uhr
    Michael N. says:

    Guten Tag,

    unser Restaurant hat von einem anonymen Verfasser eine negative Bewertung erhalten. Wir haben versucht diese nachzuvollziehen, sind dazu jedoch nicht in der Lage. Daher vermuten wir, dass es sich um eine ausgedachte Bewertung eines Konkurrent handelt. Wir würden Sie daher bitten, sich zunächst einmal die Bewertung anzuschauen und sich gegebenenfalls mit Google in Verbindung zu setzen. Bitte nehmen Sie dazu mit uns Kontakt auf und lassen uns einen Kostenvoranschlag zukommen.
    Vielen Dank!

    • 4. Mai 2018 um 12:43 Uhr

      Guten Tag,

      wir haben per E-Mail Kontakt mit Ihnen aufgenommen.

      Mit freundlichen Grüßen
      Rechtsanwalt Thomas Feil

  • 10. April 2018 um 08:22 Uhr
    Dr. med. Dirk N. says:

    Guten Morgen,
    gerade eine Google Bewertung von einem nicht existierendem Patienten bekommen. Können Sie diese löschen lassen? Der Eintrag ist von vor 4 Stunden und unter Dr. Nowak München Orthopäde zu finden. Die Dame heißt Gaby. Gibt es bei uns nicht im System und auch die Erklärung der Nachsorge ist total falsch.
    Vielen Dank
    S. Parker

    • 27. April 2018 um 08:21 Uhr

      Guten Tag,

      wir haben per E-Mail Kontakt mit Ihnen aufgenommen.

      Mit freundlichen Grüßen
      Rechtsanwalt Thomas Feil

  • 3. April 2018 um 08:02 Uhr
    Anissa T. says:

    Hallo Herr Feil,
    können Sie sich bitte bei uns melden, wir haben eine schlechte Bewertung bei Google Maps erhalten und möchten diese löschen lassen. Der Rezensent ist uns auch mit Klarnamen bekannt,a giert aber mit einem Pseudonym. Bitte übersenden Sie uns direkt einen Kostenvoranschlag für Ihre Tätigkeit bezüglich des Löschens der Bewertung bei Google, damit wir Ihr Honorar einordnen können.

    • 3. April 2018 um 11:44 Uhr

      Guten Tag,
      vielen Dank für Ihre Anfrage zum Thema Bewertung bei Google löschen lassen. Wir melden uns umgehend bei Ihnen per Mail.

      Mit freundlichen Grüßen
      Rechtsanwalt Thomas Feil

  • 18. März 2017 um 19:32 Uhr
    Aykut C. says:

    über unser lokal gibt es bei google eine negative bewertung, die wir gern entfernen lassen würden. als wir uns deswegen an google gewandt haben, führte es nicht zu dem gewünschten ergebnis, sprich wir konnten die bewertung nicht löschen. es wurde wohl rücksprache mit dem bewertenden gehalten und dieser bestätige die eintragung? wie ist ihre erfahrung mit sowas? sehen sie chancen, das doch noch zu entfernen? wir würden vllt herauskriegen, wer die person ist, die die bewertung abgegeben hat… kann man die direkt auffordern, es zu löschen?

    • 18. März 2017 um 19:46 Uhr

      Guten Tag,

      vielen Dank für Ihre Anfrage zu “Google Bewertung löschen lassen”. Ob man eine Eintragung dort entfernen lassen kann, hängt vom Einzelfall ab. Schicken Sie uns die Bewertung doch einmal per Mail zu und schildern Sie uns, was vorgefallen ist. Grundsätzlich sollte man es nicht unversucht lassen. Unsere Ersteinschätzung wäre für Sie kostenfrei! Wir freuen uns, von Ihnen zu hören.

      Mit freundlichen Grüßen
      Rechtsanwalt Thomas Feil

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