Immobilienbetrug und Fake-Wohnungen

Internetbetrug

Sie sind auf der Suche nach einer neuen Wohnung oder einem Haus und haben im Internet eine attraktive Anzeige gefunden? Vorsicht, es könnte sich um eine Falle handeln! Immer häufiger werden Verbraucher Opfer von Immobilienbetrug und Fake-Wohnungen. Dabei werden gefälschte oder gestohlene Inserate online gestellt, um Interessenten abzuzocken. Wie Sie solche Betrügereien erkennen und vermeiden können, erfahren Sie in diesem Blogbeitrag.

Ich bin Thomas Feil, Fachanwalt für IT-Recht und berate Sie gerne zu allen Fragen rund um das Thema Immobilienbetrug und Fake-Wohnungen. In diesem Beitrag möchte ich Ihnen einige Tipps geben, wie Sie sich vor solchen Fallen schützen können.

Was sind Fake-Wohnungen?

Immobilienbetrug und Fake-Wohnungen sind Formen des Online-Betrugs, bei denen gefälschte oder gestohlene Immobilienanzeigen im Internet veröffentlicht werden. Die Betrüger geben sich als Vermieter oder Makler aus und verlangen von den Interessenten Vorauszahlungen, Kautionen oder Gebühren, bevor sie ihnen die Wohnung oder das Haus zeigen. Oft behaupten sie, dass sie im Ausland sind oder die Immobilie schnell vermieten müssen. In Wirklichkeit gibt es die angebotene Immobilie gar nicht oder sie gehört jemand anderem.

Wie erkennen Sie eine Fake-Wohnung?

Es gibt einige Anzeichen, die auf Immobilienbetrug und Fake-Wohnungen hinweisen können. Zum Beispiel:

  • Die Anzeige ist auffällig günstig oder bietet eine sehr gute Lage oder Ausstattung.
  • Die Anzeige enthält Rechtschreib- oder Grammatikfehler oder ist in schlechtem Deutsch verfasst.
  • Die Anzeige enthält keine genauen Angaben zur Adresse, zum Grundriss oder zur Wohnfläche der Immobilie.
  • Die Anzeige enthält keine Telefonnummer oder nur eine ausländische Nummer.
  • Der Anbieter meldet sich nur per E-Mail oder über einen Messenger-Dienst wie WhatsApp.
  • Der Anbieter verlangt eine Vorauszahlung, eine Kaution oder eine Gebühr, bevor er die Immobilie zeigt oder einen Mietvertrag schickt.
  • Der Anbieter schickt einen Mietvertrag, der unprofessionell aussieht, falsche Angaben enthält oder in einer anderen Sprache verfasst ist.
  • Der Anbieter drängt zu einer schnellen Entscheidung oder droht mit Konsequenzen, wenn man nicht zahlt.

Rechtliche Grundlagen bei Fake-Wohnungen und Immobilienbetrug

Im Falle von Immobilienbetrug kann es sich um verschiedene Straftatbestände handeln, beispielsweise Betrug gemäß § 263 StGB oder arglistige Täuschung. Darüber hinaus sind auch zivilrechtliche Ansprüche möglich.

Was kann ich tun, wenn ich Opfer von Immobilienbetrug und Fake-Wohnungen geworden bin?

Wenn Sie bereits Geld an einen Betrüger gezahlt haben oder einen gefälschten Mietvertrag unterschrieben haben, sollten Sie folgende Maßnahmen ergreifen:

  • Kontaktieren Sie sofort Ihre Bank oder Ihren Zahlungsdienstleister und versuchen Sie, die Zahlung zu stoppen oder zurückzuholen.
  • Erstatten Sie Anzeige bei der Polizei und bewahren Sie alle Beweise auf, wie E-Mails, Chat-Verläufe, Überweisungsbelege oder Mietverträge.
  • Wenden Sie sich an eine Verbraucherzentrale oder einen Fachanwalt für IT-Recht und lassen Sie sich beraten, wie Sie Ihre Rechte durchsetzen können.
  • Informieren Sie die Plattform, auf der Sie die Anzeige gefunden haben, und melden Sie den Betrug. So können Sie andere Verbraucher warnen und verhindern, dass der Betrüger weitermacht.

Präventive Maßnahmen gegen Fake-Wohnungen und Immobilienbetrug

Digitale Werkzeuge zur Überprüfung

Als Fachanwalt für IT-Recht empfehle ich auch die Nutzung digitaler Tools zur Überprüfung von Immobilienanzeigen. Es gibt Software, die den Text und die Bilder einer Anzeige mit anderen Angeboten vergleicht und so Unstimmigkeiten aufdecken kann.

Vertragliche Absicherung

Bevor Sie einen Vertrag unterschreiben, sollten Sie sicherstellen, dass alle notwendigen Klauseln enthalten sind, die Sie im Falle eines Betrugs schützen.

Prävention im Überblick

Wenn Sie eine Immobilienanzeige im Internet finden, die Ihnen verdächtig vorkommt, sollten Sie folgende Schritte unternehmen:

  • Vergleichen Sie die Anzeige mit anderen Angeboten in der gleichen Gegend. Wenn die Anzeige deutlich günstiger ist oder bessere Konditionen bietet, sollten Sie misstrauisch sein.
  • Suchen Sie nach der Adresse der Immobilie bei Google Maps oder anderen Kartendiensten. Wenn die Adresse nicht existiert oder nicht mit der Beschreibung übereinstimmt, handelt es sich wahrscheinlich um eine Fälschung.
  • Suchen Sie nach der Telefonnummer oder der E-Mail-Adresse des Anbieters bei Google oder anderen Suchmaschinen. Wenn Sie viele negative Erfahrungen oder Warnungen finden, sollten Sie Abstand nehmen.
  • Fragen Sie nach einem Besichtigungstermin vor Ort. Wenn der Anbieter sich weigert oder Ausreden erfindet, sollten Sie skeptisch sein.
  • Zahlen Sie niemals Geld im Voraus, ohne die Immobilie gesehen zu haben oder einen gültigen Mietvertrag erhalten zu haben. Verwenden Sie keine anonymen Zahlungsmethoden wie Western Union, MoneyGram oder Paysafecard.
  • Prüfen Sie den Mietvertrag sorgfältig auf alle Angaben und lassen Sie ihn gegebenenfalls von einem Fachanwalt überprüfen. Unterschreiben Sie nichts, was Sie nicht verstehen oder was Ihnen komisch vorkommt.

Fazit Fake-Wohnungen

Immobilienbetrug und Fake-Wohnungen sind eine ernste Gefahr für Verbraucher, die im Internet nach einer neuen Wohnung oder einem Haus suchen. Um sich vor solchen Betrügereien zu schützen, sollten Sie immer vorsichtig sein und aufmerksam die Anzeigen prüfen. Wenn Sie Zweifel haben, sollten Sie lieber die Finger davon lassen. Wenn Sie dennoch Opfer geworden sind, sollten Sie schnell handeln und sich Hilfe holen.

Ich hoffe, dieser Beitrag hat Ihnen geholfen, mehr über das Thema Immobilienbetrug und Fake-Wohnungen zu erfahren. Wenn Sie weitere Fragen haben oder eine rechtliche Beratung benötigen, können Sie mich gerne kontaktieren. Ich bin Thomas Feil, Fachanwalt für IT-Recht und Ihr Ansprechpartner für alle Fragen rund um das Thema Immobilienbetrug und Fake-Wohnungen.

Fachanwalt IT-Recht Thomas Feil – 25 Jahre Erfahrung

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