Swap-Geschäfte

In den Medien tauchen vermehrt Betrugsfälle mit einem sogenannten Swap Geschäft Betrug auf. Bekannte Banken sollen ihre Kunden zu Swap Geschäften überreden, um dann Zinsen zu sparen. Da heißt, sie investieren Geld und bekommen durch die Kursschwankungen und Wettgeschäfte keine Rendite. Betrug mit Swap-Geschäften!

Werden Privatkunden nicht umfangreich aufgeklärt, sind die Swap Geschäfte nachträglich unwirksam, weil sie rechtswidrig sind. Aber was sind Swap-Geschäfte und wie kann man sich schützen und dennoch in Swaps zu investieren? In diesem Artikel fassen wir alle wichtigen Informationen für das Investment zusammen, und erklären auch, wie man sich vor Swap Geschäft Betrug richtig schützen kann.

Was sind Swaps?

Swaps sind Tauchgeschäfte. Es handelt sich dabei um einen Tausch von Verbindlichkeiten und Forderungen. Ein Exporteur aus Amerika kann auf diesem Weg seine Forderungen in Euro mit einem Exporteur aus Deutschland tauschen, der eine offene Verbindlichkeit in US-Dollar hat. Die Zinsunterschiede zwischen dem Euro und dem US-Dollar werden mit dem Swap-Satz ausgeglichen.

Diese Swap Geschäfte werden unterschieden in Zins- und Währungsswaps. Beim Zinsswap werden Zinsen getauscht, wie es der Name schon verrät. Für eine gewisse Laufzeit werden Zinszahlungsverpflichtungen getauscht. Der Währungsswap bedeutet, dass zwei Unternehmen Verbindlichkeiten in unterschiedlichen Währungen tauschen. Insgesamt kann man auch sagen, dass Swaps Verträge sind zwischen Unternehmen oder manchmal auch Privatanlegern und einer Bank oder einem Online-Broker.

Auch zwischen Unternehmen können Swaps getauscht werden. Ziel ist es immer Geld zu sparen oder eben zu gewinnen. Dabei werden immer finanzielle Verpflichtungen ausgetauscht wie zum Beispiel Kredite, Aktienindizes, Zinsen aber auch Rohstoffe. Durch den Austausch kann die Rentabilität gesteigert werden, durch unterschiedlichen Kursschwankungen.

Betrug mit Swap-Geschäften: Welche Arten von Swaps gibt es?

Es gibt verschiedene Swaps, wie beispielsweise der Equity Swap, der Credit Default Swap und der Total Return Swap. Beim Total Return Swap werden Wertschwankungen von Vermögenswerte gegen feste Zinssätze getauscht.

Beim Equity Swap werden Tauschhandlungen am Aktienmarkt vollzogen. Bei Kreditausfällen kommt der Credit Default Swap als Joker zum Einsatz. Eine Partei zahlt den fälligen Kredit einer anderen Partei und bekommt dafür eine Prämie ausbezahlt.

Betrug mit Swap-Geschäften: Wie funktioniert ein Swap?

Im Grunde ist ein Swap ein normales Tauschgeschäft. Das funktioniert wie im Klassenzimmer zu Schulzeiten, wenn Sammelkarten ausgetauscht werden. Partei A hat etwas, das Partei B gerne hätte. Also tauschen diese Parteien, den umgekehrt könnte auch B etwas haben, das A gut findet. Im Finanzwesen ist dieser Tausch (Swap) natürlich ein komplexes Finanzinstrument.

Deshalb ist es in der Regel für Kleinanleger eher unattraktiv. Banken, Großkonzerne und Regierungen nutzen diese Strategie hingegen sehr gerne, um einen Gewinn aus eigenen Verpflichtungen zu erzielen. Dadurch lassen sich die Finanzierungskosten senken und man kann einen Schutz gegen den Wechselkurs erzielen.

Auch extreme Zinsschwankungen können abgemildert werden, beziehungsweise das Risiko minimiert werden. Wie funktioniert aber ein Swap im Finanzwesen. Geht man von zwei Unternehmen (X und Y) und zwei Banken (A und B) aus, lässt sich das Modell einfach erklären. Unternehmen X wünscht einen Kredit mit einem festen Zinssatz. Aufgrund der örtlichen Bedingungen kann das Unternehmen aber nur einen Kredit mit variablen Zinsen bei Bank A bekommen. Unternehmen Y hätte hingegen gerne eine Finanzierung mit variablen Zinsen. Bank B verlangt von Unternehmen Y jedoch einen Festzins.

Beide Unternehmen sind nicht glücklich und nehmen Kontakt miteinander auf. X und Y tauschen die Zahlungsverpflichtungen bei den Zinsen aus, nehmen also einen Zins-Swap vor. Unternehmen X kann den Kredit zu festen Zinsen beziehen und Unternehmen Y bekommt den gewünschten variablen Zinssatz.

Warum sind Swaps mit Verlusten verbunden?

Was zunächst nach Vorteilen für alle Parteien klingt, kann auch zum Nachteil werden, weil es Wettgeschäfte sind. Natürlich haben beide Unternehmen eigene Ziele und können dennoch die Synergieeffekte nutzen. Allerdings müssen sich alle Parteien klar sein, dass das Ausfallrisiko sehr hoch ist.

Deshalb nehmen wenige Privatanleger Swap-Geschäfte vor oder wählen höchsten Übernachtungsfinanzierung bei Brokern. Wenn der Vertragspartner zu einem bestimmten Zeitpunkt nicht mehr liquide ist, muss der andere Vertragspartner für diese Verluste einspringen. Das heißt, Unternehmen X müsste für die eigenen Verbindlichkeiten aufkommen und die Verbindlichkeiten von Y. Der Erfolg lässt sich nie vorhersagen, weil das Geschäft nicht greifbar ist und der Markt sich verändert.

Wie hoch die Verluste sind, lässt sich nicht vorhersehbaren, da es auch von den Zinsen abhängig ist. Ein sogenannter Payer Swap liegt vor, wenn das Tauschgeschäft zu einem bestimmten Zinssatz abgeschlossen werden.

Ein Receiver Swap ist es, wenn die Zinssätze flexibel sind. Bei den meisten Tauschgeschäften gibt es im Finanzwesen einen Gewinner und einen Verlierer. Der Verliere ist leider in vielen Fällen das Unternehmen, der Verbraucher oder der Privatanleger, während Banken und Broker sich auf der Sonnenseite sehen. Betrug mit Swap-Geschäften ist ein Risiko!

Betrug mit Swap-Geschäften: Wann spricht man von einem Bankenbetrug?

Besteht ein Chancenungleichgewicht zwischen zwei Parteien mit Vertrag, handelt es sich um einen Betrugsfall, wenn die Unterschiede nachgewiesen werden können. Anleger müssen häufig höhere Zinsen bezahlen als Großbanken, wodurch die Bank gegenüber dem Anleger einen Vorteil hat. Dadurch steigen die Chancen, dass die Bank Gewinne aus diesem Vertrag zieht, enorm.

Das ist Betrug und Abzocke des Anlegers beziehungsweise Unternehmens, denn dieser ist sich in der Regel beim Abschluss eines Swap-Vertrages nicht bewusst, dass hier ein Swap Geschäfte Betrug vorliegt und ein großes Ungleichgewicht besteht.

Der BGH hat ein Urteil gefällt, das für Swap Geschäfte zwischen Banken und Anlegern Klarheit bringt, denn juristisch betrachtet heißt es, dass der Marktwert des Anlegers negativ ist. Ist das der Fall, so ist laut Urteil des BGH zwingend offenzulegen, dass der Marktwert des Anlegers negativ ist. Laut BGH-Urteil genügt es nicht, das Risiko kurz zu erwähnen. Banken beziehungsweise Broker müssen Anleger klar darauf hinweisen, dass das Geschäft Risiken mit sich bringt. Es darf kein Interpretationsspielraum zurückbleiben,

Broker und Bank müssen aufgeklärt werden. Ein Swap Geschäfte Betrug liegt dann vor, wenn Bank oder Broker ihrer Aufklärungspflicht nicht nachgehen und das Risiko nicht vor dem Vertragsabschluss betrachtet wird. Man spricht dann auch von Anlagebetrug. Findet keine umfassende Beratung stand, ist das Angebot womöglich eine Betrugsmasche und auf jeden Fall unseriös. Interessenten sollten sofort Abstand nehmen.

Wie kann ich mich gegen Swap Geschäfte Betrug wehren?

Opfer von Betrugsmaschen im Swap werden auch Privatanleger. Privatanleger neigen aber dazu, Banken blind zu vertrauen. Dabei heißt die Beteiligung einer Bank nicht, dass diese Bank seriös ist. Außerdem sollte jeder wissen, dass Banken Unternehmen sind. Unternehmen wollen Gewinn machen, was natürlich auch legitim und nachvollziehbar ist.

Nur der Weg dahin ist nicht immer legal. Viele Banken wollen sich durch Spekulationsgeschäfte Kostenvorteile sichern, also vom Anleger mehr Zinsen kassieren. Wissen beide Parteien über die Risiken Bescheid, ist ein Swap Tausch natürlich ein legales und übliches Vorgehen. Die meisten Anleger sind nicht über Finanzthemen ausreichend informiert und kennen nicht alle Risiken.

Swap Geschäfte sind für Privatanleger deshalb eher nicht geeignet. Wer sich dafür interessiert, sollte sich umfassend informieren, und zwar so lange, bis die Vorgänge des Tauschgeschäfts komplett verstanden werden. Ist das nicht der Fall, haben die beiden Vertragsparteien nicht die gleichen Informationen zum Zeitpunkt der Unterschrift.

Dann ist es ein Betrugsfall. Dabei spielt es keine Rolle, ob die Bank groß oder klein ist oder ob der Broker eine Lizenz hat oder nicht. Auch wenn eine Anzeige gemacht wird, ist das Geld leider meistens verloren. Deshalb ist es besonders wichtig, sich rechtzeitig über Swap Geschäfte zu informieren.

Betrugsopfer müssen Aufklärungspflicht überprüfen

Hat man den Verdacht, Opfer einer Betrugsmasche geworden zu sein, sollte man schleunigst überprüfen, ob der Vertragspartner seiner Aufklärungspflicht nachgekommen ist. Dies muss rückwirkend bewiesen werden. Der Schriftwechsel kann bereits Hinweise enthalten, ob das Swap Geschäft unter falschen Voraussetzungen eingegangen wurde, etwa weil die andere Partei nicht ausreichend informiert wurde.

Auch im Vertrag können Passagen enthalten sein, die darauf hinweisen, dass die Aufklärungspflicht nicht erfüllt wurde. Schwieriger wird es nachzuweisen, ob in den Gesprächen eine Risikobetrachtung beziehungsweise umfassende Aufklärung stattgefunden hat. Um sich ausreichend zu schützen, sollten am Swap interessierte Anleger immer alle Dokumente aufheben beziehungsweise Gesprächsprotokolle anfertigen.

Geld lässt sich natürlich nur zurückholen, wenn wirklich ein Betrug vorliegt. Wurde der Anleger ausreichend informiert, ist das Geld verloren, denn der Anleger war sich über die hohen Risiken klar. Liegt aber eine fehlende und nicht ausreichende Aufklärung vor, sollte man sich unbedingt an einen kompetenten Anwalt einschalten, der sich mit Finanzgeschäften/Kapitalanlagerechten auskennt.

Betrug mit Swap Geschäften anzeigen und Anwalt informieren

Liegt ein Betrug vor, sollten Betroffene sofort einen Anwalt informieren, der den Schwerpunkt Kapitalanlagerecht hat. Privatanleger haben ohne Anwalt kaum Chancen, denn Banken haben in der Regel eine eigene juristische Abteilung. Diese Juristen ziehen Fälle in die Länge und wollen Vergleiche abschließen. Mit einem Vergleich fahren die meisten Anbieter immer noch günstig. Opfer haben auch die Möglichkeit, den Anbieter auf Schadensersatz zu verklagen.

Dafür muss aber nachgewiesen sein, dass der Marktwert des Anlegers vor dem Geschäft negativ war oder über Risiken nicht aufgeklärt werden. Der Schadensfall tritt ein, wenn der Anleger Verluste durch das Swap Geschäft gemacht hat, also vorher mehr Vermögen hatte.

Ist ein Swap ein Börsengeschäft?

Nein, ein Swap ist kein Börsengeschäft, sondern ein außerbörsliches OTC Geschäft. OTC steht für „Over the Counter“. Diese Geschäfte haben den Vorteil, dass sie flexibel sind, den Handel beschleunigen und Geld sparen, da Gebühren entfallen. Swaps sind somit – trotz aller Gefahren, eine gute Alternative zum Börsenhandel.

Auch beim Börsenhandel kommt es immer wieder zu Betrügereien. Die wichtigste Voraussetzung für einen sicheren Swap ist ein tiefes Finanzverständnis. Wer ein Swap Geschäft als Finanzinstrument nicht versteht, sollte unbedingt die Finger davonlassen oder zumindest den Vertrag erst dann unterschreiben, wenn das Geschäft bekannt ist.

Denn sobald der Anleger aufgeklärt wird, kann er aktiv das Gespräch gestalten und gezielt nachfragen. Je mehr Wissen man hat, desto besser kann man sich vor Swap Geschäfte Betrug schützen.

Betrug mit Swap-Geschäften: Ein Anwalt sollte den Vertrag überprüfen

Ein Anwalt kann helfen. Lassen Sie Verträge zu einem Swap Geschäft überprüfen, um von Beginn an auf der sicheren Seite zu sein. Ein Anwalt kennt sich mit Verträgen aus, kann Chancenungleichheit von Beginn an ausschließen.

Außerdem erkennen sie unseriöses Vertragswert. Ein auf das Kapitalanlagerecht spezialisierter Anwalt hilft dabei gerne. Die Kosten für einen Anwalt lohnen sich auf jeden Fall, denn der Anwalt verhindert so gegebenenfalls große Verluste und einen Betrug. Wer eine Rechtsschutzversichersicherung hat, ist dadurch abgesichert.

Wie sollte ich ein Swap Geschäft abwickeln?

Wer sich trotz der Risiken für Swap Geschäfte interessiert, sollte auf einen seriösen Broker zurückgreifen. Hier werden Aktien, Forex, Währungen oder Indizes zugrundegelegt, aber es ist kein klassischer Swap. Im Trading spricht man von einem Swap, wenn eine Position gerollt wird, also ein Kontrakt zum nächsten übergeht.

Man spricht auch von Übernachtfinanzierung oder Rollover Gebühr, die auf Short- oder Long-Positionen anfallen können. Vertragsparteien sind Broker und Privatanleger, die mit Vermögenswerten wie Rohstoffen, Derivate und Aktien als Forex Position oder CFD handeln. Ein Anleger leiht sich das Geld für die Eröffnung einer Position des Brokers, der Broker fordert eine Sicherheitsleistung (die Margin). Diese Sicherheitsleistung wird ebenfalls Swap genannt. Durch diesen Hebel-Handel können hohe Renditen entstehen. Deswegen sind Swaps im Trading sehr beliebt.

Wer in CFD oder Forex Vermögenswerte investiert, macht keinen Fehler. Der Handel bei seriösen Brokern kann sehr lukrativ sein, die Gebühren sind transparent. Aber auch hier ist das Risiko hoch.

Im Gegensatz zu Swap Geschäften mit Banken ist das Risiko etwas geringer, denn es entsteht kein Chancenungleichgewicht. Trader sollten auf einen regulierten Broker mit Lizenzierung achten. Hohe Renditeversprechen können darauf hinweisen, dass der Broker unseriös ist. Der Swap Handel sollte in einem Demo-Konto ausprobiert werden, um sich mit dem Investment vertraut zu machen. Generell sollten Trader sich über Swaps informieren.

Fazit Betrug mit Swap-Geschäften

Swap Geschäfte Betrug entsteht oft, weil sich Anleger nicht ausreichend informieren. Institutionelle Anbieter betätigen häufiger Swap Geschäfte, wobei Anleger oft nicht aufgeklärt werden. Alternativen bieten daher Online-Broker, die Swaps in Form von CFD und Forex anbieten. Swaps bergen jedoch hohe Risiken, weswegen sich Interessierte bestmöglich informieren müssen.

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