Der Postbote bringt einen unerwarteten Brief, oft in einem unscheinbaren braunen Umschlag. Der Absender ist eine Anwaltskanzlei, von der Sie noch nie gehört haben. NIMROD Rechtsanwälte. Beim Öffnen des Schreibens springen Ihnen sofort hohe Geldbeträge ins Auge, vierstellige Summen, und der Vorwurf, Sie hätten eine Urheberrechtsverletzung begangen. In meiner Kanzlei erlebe ich die Reaktion der Betroffenen beinahe täglich. Es ist eine Mischung aus Schock, Ungläubigkeit und großer Verunsicherung. Aktuell erreichen mich vermehrt Anfragen zu Abmahnungen, die das mit Spannung erwartete Computerspiel „Commandos: Origins“ betreffen.
Auch im Jahr 2025 setzen die NIMROD Rechtsanwälte ihre bekannte Tätigkeit fort und versenden im Auftrag der Kalypso Media Group GmbH Abmahnungen wegen angeblichen Filesharings. Kürzlich habe ich einen Mandanten vertreten, dem genau das vorgeworfen wurde. Er soll das Taktikspiel „Commandos: Origins“ über eine Tauschbörse illegal verbreitet und damit die Urheberrechte des Rechteinhabers verletzt haben. Solch ein Schreiben wirft verständlicherweise viele Fragen auf und erzeugt erheblichen Druck. Doch bevor Sie in Panik verfallen, möchte ich Ihnen versichern, dass es effektive Wege gibt, sich zu verteidigen. Als Ihr erfahrener Partner im IT-Recht zeige ich Ihnen, worauf es jetzt ankommt und wie wir gemeinsam eine lösungsorientierte Strategie für Ihren Fall entwickeln können.
Worum geht es bei „Commandos: Origins“ und wer steckt dahinter?
Um die Hintergründe der Abmahnung vollständig zu verstehen, ist es hilfreich, das betroffene Produkt zu kennen. „Commandos: Origins“ ist kein Nischenprodukt, sondern der neueste Teil einer legendären Spielereihe, die das Genre der Echtzeit-Taktik maßgeblich geprägt hat. Entwickelt von den Claymore Game Studios und veröffentlicht durch die Kalypso Media Group GmbH, erzählt das Spiel die Vorgeschichte der berühmten Spezialeinheit aus dem Klassiker „Commandos: Hinter feindlichen Linien“.
Die Spieler übernehmen die Kontrolle über sechs Elitesoldaten im Zweiten Weltkrieg, darunter der Green Beret, der Spion und der Scharfschütze. Jeder Charakter verfügt über einzigartige Fähigkeiten, die strategisch klug kombiniert werden müssen, um die insgesamt 14 Missionen erfolgreich zu meistern. Das Spielgeschehen führt von den eisigen Weiten der Arktis bis in die Wüsten Afrikas und erfordert von den Spielern vor allem eines: taktisches Geschick, präzise Koordination und unauffälliges Vorgehen. Neben der Einzelspielerkampagne bietet der Titel auch einen kooperativen Mehrspielermodus, der sowohl online als auch lokal an einem Bildschirm genutzt werden kann.
Die Rechte an dieser traditionsreichen Marke liegen seit 2018 bei der Kalypso Media Group GmbH, einem deutschen Unternehmen, das auch das Entwicklerstudio mit der Produktion beauftragt hat. Die digitale Veröffentlichung von „Commandos: Origins“ für PC, PlayStation 5 und Xbox Series X|S fand am 9. April 2025 statt. Eine physische Version für den Handel sowie Fassungen für ältere Konsolen folgten am 22. Mai 2025. Diese gestaffelte Veröffentlichung und die hohe Popularität des Titels machen ihn zu einem attraktiven Ziel für illegale Downloads in Filesharing-Netzwerken.
Wie gehen die NIMROD Rechtsanwälte bei der Abmahnung vor?
Die Vorgehensweise der Kanzlei NIMROD folgt einem etablierten Muster, das ich aus unzähligen ähnlichen Fällen kenne. Zunächst wird in der Abmahnung der Vorwurf formuliert, dass über den Internetanschluss meines Mandanten das Spiel „Commandos: Origins“ in einem sogenannten Peer-to-Peer-Netzwerk, wie etwa BitTorrent, öffentlich zum Download angeboten wurde. Dies stellt rechtlich betrachtet das „öffentliche Zugänglichmachen“ eines urheberrechtlich geschützten Werkes dar und ist ohne Zustimmung des Rechteinhabers illegal.
Um den Anschlussinhaber zu identifizieren, beauftragt NIMROD spezialisierte IT-Dienstleister. Diese überwachen die Tauschbörsen und protokollieren die IP-Adressen, die an der Verbreitung der Spieledatei beteiligt sind. Mit diesen Informationen, also der IP-Adresse und einem genauen Zeitstempel des Verstoßes, erwirken die Anwälte einen gerichtlichen Beschluss. Dieser Beschluss verpflichtet den zuständigen Internetanbieter, wie beispielsweise die Telekom, Vodafone oder O2, die personenbezogenen Daten des Anschlussinhabers preiszugeben. Sobald NIMROD diese Daten erhalten hat, wird die Abmahnung versendet. Für Sie als Empfänger bedeutet das, dass Ihr Name und Ihre Adresse nun mit einem konkreten Urheberrechtsverstoß in Verbindung gebracht werden.
Die finanzielle Forderung: Eine Analyse der Zahlen
Ein zentraler Punkt, der bei den Betroffenen für die größte Beunruhigung sorgt, ist die immense finanzielle Forderung. In dem mir vorliegenden Fall verlangen die NIMROD Rechtsanwälte eine Gesamtsumme von 3.521,00 Euro. Diese Summe ist nicht willkürlich gewählt, sondern setzt sich aus zwei Hauptkomponenten zusammen.
Zuerst wird ein Schadensersatzanspruch in Höhe von 2.500,00 Euro geltend gemacht. Dieser Betrag soll den Schaden ausgleichen, der der Kalypso Media Group GmbH durch die illegale Verbreitung des Spiels entstanden ist. Als zweite Komponente kommen die Anwaltskosten in Höhe von 1.021,00 Euro hinzu. Diese berechnen sich auf Basis eines sehr hoch angesetzten Gegenstandswertes von 17.500,00 Euro. Zur Begründung dieser Beträge verweist die Kanzlei gerne auf ältere Gerichtsurteile. Hier ist jedoch Vorsicht geboten, denn diese Urteile sind oft mehrere Jahre alt und nicht ohne Weiteres auf den heutigen Einzelfall übertragbar.
Besonders interessant ist das beigefügte Vergleichsangebot. NIMROD bietet an, die Angelegenheit durch eine einmalige Zahlung von 850,00 Euro schnell und außergerichtlich zu beenden. In der Abmahnung wird dies damit begründet, dass die ursprüngliche Forderung viele Menschen finanziell „überfordern“ würde. Man kann dies als strategischen Schachzug interpretieren. Eine hohe Erstforderung erzeugt maximalen Druck, während das deutlich niedrigere Vergleichsangebot als verlockender Ausweg erscheint. Die gesetzte Frist von oft nur 14 Tagen verstärkt diesen Druck zusätzlich. Es handelt sich juristisch um ein Vergleichsangebot, das Ihnen eine schnelle Lösung ermöglichen soll. Sie sollten es jedoch niemals ungeprüft annehmen.
Der Unterlassungsanspruch: Muss ich meine Unschuld beweisen?
Wer eine Abmahnung erhält, ist verständlicherweise verunsichert. Grundsätzlich besteht der Unterlassungsanspruch der Kalypso Media Group GmbH nur gegenüber der Person, die die Tat tatsächlich begangen hat, dem sogenannten Täter. Wenn Sie das Spiel also nicht selbst heruntergeladen und verbreitet haben, sind Sie rechtlich nicht der Täter. Das Problem ist, dass NIMROD dies nicht wissen kann. Die Abmahnung richtet sich an Sie, weil die Rechtsverletzung von Ihrem Internetanschluss ausging.
Die Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs hat hier eine Vermutung aufgestellt. Es wird zunächst vermutet, dass der Anschlussinhaber auch für die über seinen Anschluss begangenen Rechtsverstöße verantwortlich ist. Diese Vermutung ist jedoch keineswegs unumstößlich, sie ist widerlegbar. In der Abmahnung wird oft der Eindruck erweckt, Sie müssten den wahren Täter benennen, um sich selbst zu entlasten. Das ist juristisch nicht korrekt. Ihre Pflicht besteht darin, nachvollziehbar darzulegen, warum Sie als Täter nicht infrage kommen. Sie müssen also aufzeigen, dass andere Personen ebenfalls Zugriff auf Ihren Internetanschluss hatten und als potenzielle Täter die Handlung begangen haben könnten. Dies können beispielsweise Familienmitglieder, Mitbewohner in einer Wohngemeinschaft oder sogar Gäste sein. Es genügt, diese Umstände konkret zu schildern, um die Vermutung Ihrer Täterschaft zu erschüttern.
Die vorformulierte Unterlassungserklärung: Eine gefährliche Falle
Viele Betroffene denken darüber nach, die beigefügte Unterlassungserklärung zu unterschreiben, um die Sache schnell aus der Welt zu schaffen. Dies kann in manchen Fällen sinnvoll sein, besonders wenn man eine gerichtliche Auseinandersetzung fürchtet oder die Tat tatsächlich selbst begangen hat. Ich rate Ihnen jedoch eindringlich zur Vorsicht. Die von NIMROD vorformulierte Erklärung ist ein juristisches Dokument mit weitreichenden Konsequenzen.
Sie enthält oft mehr als nur das Versprechen, die Urheberrechtsverletzung in Zukunft zu unterlassen. Häufig ist darin ein Schuldanerkenntnis versteckt, und sie begründet eine verbindliche Zahlungsverpflichtung. Sobald Sie unterschrieben haben, erkennen Sie die Forderungen dem Grunde nach an. Ein späterer Widerruf oder eine Verteidigung gegen die Zahlungspflicht wird dadurch extrem erschwert. Sie geben Ihre besten Verteidigungsmöglichkeiten aus der Hand.
Deshalb empfehle ich Ihnen dringend, niemals eine solche vorformulierte Erklärung voreilig zu unterschreiben. Der strategisch richtige Weg ist die Abgabe einer modifizierten Unterlassungserklärung. Diese wird von einem spezialisierten Anwalt so formuliert, dass sie den gesetzlichen Anforderungen genügt und den Unterlassungsanspruch erfüllt, aber eben keine Schuldanerkenntnisse oder Zahlungsverpflichtungen enthält. So schützen Sie Ihre Rechte und bewahren Ihren finanziellen Handlungsspielraum.
Ihr strategischer Fahrplan nach Erhalt der Abmahnung
Wenn Sie eine Filesharing-Abmahnung von NIMROD für „Commandos: Origins“ erhalten haben, sollten Sie das Schreiben ernst nehmen, aber besonnen handeln. Es ist durchaus möglich, dass über Ihren Internetanschluss eine Rechtsverletzung stattgefunden hat. Das bedeutet jedoch nicht, dass Sie persönlich dafür haften müssen.
Unterschreiben Sie unter keinen Umständen vorschnell die beigefügte Unterlassungserklärung. Holen Sie sich umgehend rechtlichen Rat von einem spezialisierten Anwalt. Eine unüberlegte Unterschrift kann Sie teuer zu stehen kommen, insbesondere wenn sie mit einer Zahlungsverpflichtung verknüpft ist. Ich unterstütze Sie kompetent bei der Erstellung einer rechtssicheren, modifizierten Erklärung, die Sie schützt.
Leisten Sie auch die geforderte Zahlung nicht ungeprüft. In sehr vielen Fällen lässt sich der angebotene Vergleichsbetrag noch einmal deutlich reduzieren. Es ist sogar häufig möglich, eine Einigung zu erzielen, bei der überhaupt keine Zahlung mehr geleistet werden muss. Eine individuelle Prüfung Ihres Falls durch einen Experten lohnt sich also immer. Kontaktieren Sie die Gegenseite nicht selbst, um unvorteilhafte Aussagen zu vermeiden.
Kostenlose Erstberatung für Ihre NIMROD-Abmahnung
Ich verstehe, dass eine solche Abmahnung eine belastende Situation darstellt. Deshalb biete ich allen Betroffenen einer NIMROD Filesharing-Abmahnung für das Spiel „Commandos: Origins“ oder einen vergleichbaren Titel eine kostenlose und unverbindliche Ersteinschätzung an. In diesem Gespräch erkläre ich Ihnen verständlich Ihre rechtlichen Optionen, zeige Ihnen mögliche Verteidigungsstrategien auf und bewerte die Chancen und Risiken in Ihrem speziellen Fall. Gemeinsam entwickeln wir eine effektive Strategie, um Ihre rechtlichen und finanziellen Interessen bestmöglich zu schützen. Zögern Sie nicht, mich zu kontaktieren, um Ihren guten Ruf und Ihr Geld zu sichern.