Geld zurück von El Comercio 24? Betrug?

Lesezeit: ca. 4 Minuten

Nach uns übermittelten Berichten gibt es Schwierigkeiten mit dem Online-Broker El comercio 24. Zahlungen sollen nicht durchgeführt werden. Liegt ein Broker Betrug vor?

Zugriff über AnyDesk

Die Handelsgeschäfte werden vielfach von den Geldanlegern nicht selbst durchgeführt. Der Broker und seine Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner lassen sich entweder über Teamviewer oder AnyDesk einen Zugang zu dem Rechner der Geldanleger und Kunden gewähren und nehmen dann die Handelsgeschäfte über diesen AnyDesk-Zugriff vor.

Dies ist rechtlich leider keine gute Ausgangssituation. Es wird im Zweifel schwierig nachzuweisen sein, dass die jeweiligen Kunden die Aufträge nicht selbst durchgeführt haben, sondern die Broker selbst in den Handelskonten aktiv waren.

Unabhängig davon empfehlen wir im Falle eines Betrugs, den AnyDesk-Zugang und die dazugehörige Software auf jeden Fall zu löschen. Es muss vermieden wer-den, dass es weitere unberechtigte Zugriffe auf Ihre EDV gibt. Insbesondere dann, wenn Sie über denselben PC oder das gleiche Notebook Ihr Online-Banking vor-nehmen.

Hier sollte ein EDV-Unternehmen die Prüfung des Rechners vornehmen, ob über AnyDesk von dem Broker Schadsoftware und/oder ein Computervirus auf den Rechner aufgespielt wurde. Nur so können Sie die Gefahr ausschließen, dass es im Nachgang oder zu einem anderen Zeitpunkt einen unberechtigten Zugriff auf Ihr Online-Banking gibt und weitere Verlust eintreten. Trading-Betrug ist eine aktuelle Betrugsform im Internet. Spätere Geschädigte werden aufgrund von Marketingversprechen im Internet, über soziale Medien oder sonstige Portale gezielt angesprochen, um eine Geldsumme für eine angeblich seriöse Anlageform anzulegen.

Vielfach geht es dabei um den Handel mit Kryptowährungen oder auch Rohstoffen. Kunden werden große Gewinne versprochen.

Dafür setzen die Betrüger eigens erstellte „Trading“-Software-Produkte und Trading-Webseiten ein. Diese Software und die Webseiten sollen einen seriösen Geschäftsbetrieb suggerieren. Stichworte sind „Investment“ und „Geldanlage“.

Wenn dann Betroffene noch überschaubare Eurobeträge im ersten Schritt “anlegen”, werden häufig innerhalb kürzester Zeit überzeugende Gewinne in der Software oder auf der Internetseite in den dargestellten Handelskonten für den Geschädigten ausgewiesen.

Werbeanzeigen mit Promis

In sozialen Netzwerken werden ohne Erlaubnis Ausschnitte von Fernsehshows oder auch Bilder von Prominenten wie Jauch oder Thelen für Werbung genutzt. Es wird darauf verwiesen, dass die jeweiligen Prominenten über ein „Geheimwissen“ oder einen Informationsvorsprung in Geldanlagen verfügen und dass über die jeweilige Internetseite genau dieses Wissen geteilt wird.

Die Prominenten können sich gegen einen solchen Missbrauch ihrer Person kaum wehren, da eine globale Strafverfolgung hier nur langsam möglich ist. Mit wiederholt wechselnden Internetseiten und wechselnden Server-Infrastrukturen entwischen die Täter immer wieder den Strafverfolgungsbehörden.

Kann ich meine Zahlung in Bitcoins zurückbekommen?

In vielen Betrugsfällen erfolgen Einzahlungen von Beträgen direkt auf Kryptobörsen oder es werden Beträgen in Kryptowährungen umgewandelt. Hier stellt sich den Betroffenen immer wieder die Frage, ob sie diese Zahlungen zurückbekommen können.

Nach deutschem Recht haben die Investoren ein Eigentum an den jeweiligen Kryptowährungen erlangt. Werden diese durch Betrug anderweitig verfügt, ändert dies nichts an der Eigentumsposition.

Allerdings ist die Durchsetzung der Eigentumsrechte insbesondere bei international organisierten Betrugsfällen schwierig. Hier sind allerdings die Rechtsprechung und die rechtliche Lage im Wandel.

Einige große Investoren in Kryptowährungen versuchen, betrügerisch abgezogene Bitcoins wieder zurückzuerlangen. Wir erwarten, dass in den nächsten Monaten hier auch interessante rechtliche Möglichkeiten sich ergeben, Ihre Kryptowährungen zurückzuerlangen.

Sind Garantien eine Sicherheit?

Im Laufe der Geschäftsbeziehungen werden Kunden mithilfe von sogenannten „Garantien“ des Brokers zu weiteren Einzahlungen überredet. Diese Dokumente sehen teilweise sehr amtlich aus, sind aber in der Regel Fälschungen.

Teilweise sind solche Garantien vom Kunden zu unterschreiben. Falls dies bei Ihnen der Fall ist, können Sie davon ausgehen, dass eine solche Garantie vollständig wertlos ist.

Da es bereits an anderen Vertragsdokumenten fehlt, ist häufig rechtlich auch unklar, welchen Inhalt die Garantie hat und auf welche vertraglichen Verpflichtungen sich die Garantie bezieht.

Soweit angebliche Garantien von Behörden übermittelt werden, sind diese ebenfalls wertlos. Ein Broker kann niemals eine Garantie im Auftrag einer Behörde ausstellen.

Dies ist in allen europäischen und außereuropäischen Ländern undenkbar. Behörden stellen nur selber entsprechende Dokumente aus und übertragen diese Aufgabe nicht an Online-Broker.

Mit erfahrenen Anwalt gegen El comercio 24 vorgehen

gehen Sie mit uns gegen Betrüger vor und setzen Sie Ihre Ansprüche gegen El comercio 24 durch. Wir agieren über die Landesgrenzen hinweg und sind es gewohnt, mehrsprachig zu kommunizieren. So können wir auch die verschiedenen europäischen Aufsichtsbehörden kontaktieren. Eine Kontaktaufnahme per E-Mail unter kanzlei@recht-freundlich.de ist jederzeit möglich. Auch können Sie uns telefonisch kontaktieren: 0511/4739060.

Wir lassen Ihnen kurzfristig eine kostenlose Ersteinschätzung mit möglichen Maßnahmenvorschlägen zukommen. Sie entscheiden dann, wie es weitergeht. Holen Sie Ihre Geld von El comercio 24 zurück!

Sie erhalten eine kostenlose Ersteinschätzung. Dann können Sie entscheiden, ob Sie uns mit der Geltendmachung Ihrer Forderungen beauftragen wollen.


2% unseres Gesamtumsatzes spenden wir an die Welthungerhilfe
 
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Rechtsanwalt Thomas Feil in den Medien

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