Fehlende oder falsche Materialangaben bei Textilien

Die europäische Textilkennzeichnungsverordnung ist am 07. November 2011 in Kraft getreten. Die inhaltlichen Änderungen im Vergleich zum bisherigen deutschen Textilkennzeichnungsgesetz, welches seit 01. April 1969 gilt, sind allerdings gering. So durften bereits nach § 1 Abs. 1 Textilkennzeichnungsgesetz Textilerzeugnisse gewerbsmäßig nur in den Verkehr gebracht oder einem Letztverbraucher angeboten werden, wenn sie mit einer Angabe über Art und Gewichtsanteil der verwendeten textilen Rohstoffe versehen sind. Gem. § 3 Textilkennzeichnungsgesetz durften Textilien nur mit den Rohstoffgehaltsangaben bezeichnet werden, die in der Anlage 1 zum Textilkennzeichnungsgesetz aufgeführt sind. Diese Verpflichtungen finden sich unverändert auch in der Textilkennzeichnungsverordnung unter Artikel 16 in …

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Anforderungen des Textilkennzeichnungsgesetzes (TKG)

Onlinehändler haben ohnehin schon eine umfassende Belehrungspflicht gegenüber dem Verbraucher. Beim Handel mit Textilien stellt das Textilkennzeichnungsgesetz noch mal besondere Anforderungen an den Verkäufer der Ware. Gemäß § 1 Abs. 2 TKG dürfen zum Kauf angebotene Textilerzeugnisse nur abgebildet oder beschrieben werden, wenn eine Angabe über den Rohstoffgehalt gemacht wird.  Unter den Begriff Textilerzeugnisse fallen solche Waren, bei denen textile Rohstoffe mindestens 80 % ihres Gewichts ausmachen. Bei Kleidungsstücken ist dies offensichtlich. Darüber hinaus fallen darunter aber auch Bezugsstoffe auf Möbeln, Teile von Matratzen, Futterstoffe von Schuhen und Handschuhen, bestimmte Fußbodenbeläge und zahlreiche weitere Waren.

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Abmahnung wegen Wettbewerbs- und Textilkennzeichnungsverletzung

Aktuell werden im Textilsegment Händler abgemahnt, die Schals, Tücher, Mützen, Handschuhe etc. verkaufen und dabei mit Worten wie “Kaschmir” oder “Pashmina” werben. Oft bestehen diese Textile nämlich nicht aus dem genannten Stoff und stellen somit “gefälschte” Textilien dar. Im vorliegenden Fall hat ein Händler einen Schal verkauft, der laut Etikett den Materialmix “70 % Pashmina 30 % Silk” aufweist. Tatsächlich bestand das Gewebe jedoch zu 100 % aus Polyester, was durch ein Gutachten eines Textillabors belegt wurde. Hierin liegt nicht nur eine wettbewerbswidrige Irreführung des Verbrauchers, sondern auch ein Verstoß gegen das Textilkennzeichnungsgesetz vor.

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