Deutlich mehr Telefonüberwachungen in Hessen

Die Ermittlungsbehörden in Hessen greifen immer häufiger zum Mittel der Telefonüberwachung. Allein in dem Bundesland hörte die Polizei laut einer Aufstellung des hessischen Justizministeriums im Jahr 2010 in 4071 Verfahren die Telefon- und Internetverbindungen von Verdächtigen auf richterliche Anordnung ab. Im Vergleich zum Vorjahr war das eine Steigerung um 10,8 Prozent. Insgesamt wurden 2009 in Hessen 3675 Anschlüsse abgehört.  Häufigster Anlass für das Abhören waren laut dem hessischen Justizministerium Drogendelikte. In 80 Prozent der Fälle begründeten die Ermittlern ihren Antrag mit dem Verdacht auf Betäubungsmitteldelikte, um Festnetz-, Mobil- und Internet-Telefonieanschlüsse zu überwachen. Das Ministerium verwies darauf, dass die richterliche Anordnung einer Telefonüberwachung nur beim Verdacht auf schwere Straftaten zulässig sei. Zudem habe …

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