Arbeitnehmer können einen Sturz im Rahmen einer Tagungsveranstaltung im Einzelfall als Dienstunfall anerkennen lassen, auch wenn der Betroffene zum Zeitpunkt des schädigenden Ereignisses unter starkem Alkoholeinfluss steht (SG Heilbronn – S 6 U 1404/13)

Das Sozialgericht Heilbronn hat in einem kürzlich erschienenen Urteil einem Betriebsratsmitglied Recht gegeben, der von seiner Berufsgenossenschaft den Sturz auf einer Hoteltreppe, mit fast zwei Promille, nach geselligem Zusammensein unter Kollegen als Dienstunfall anerkannt haben wollte. Die Berufsgenossenschaft hatte die Anerkennung des Unfalls als Arbeitsunfall zunächst abgelehnt. Der Betroffene habe sich nach ihrer Auffassung zum Unfallzeitpunkt in stark alkoholisiertem Zustand befunden und auch nicht beweisen können, dass er dabei einer betrieblichen Tätigkeit nachgegangen sei. Der Betriebsrat, der zu dem betreffenden Zeitpunkt für ein internationales Unternehmen aus dem Raum Stuttgart tätig gewesen war, hatte auf Geheiß seines Arbeitgebers im April …

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