Bewerbung von Arzneimitteln

Das OLG Hamburg hat am 16.12.2010 in einem Urteil (Aktenzeichen: 3 U 161/09) entschieden, dass die Bewerbung eines Arzneimittels mit der Bezeichnung „Thromboseprophylaxe der EXtraklasse“ wettbewerbswidrig ist, wenn die Behauptung der „EXtraklasse“ in irreführender Weise verwendet wird. Dies ist dann der Fall, wenn die Bezeichnung „EXtraklasse“ einen gegenüber anderen Arzneimitteln nicht vorhandenen therapeutischen Fortschritt suggeriere. Sollte das Arzneimittel tatsächlich einen therapeutischen Fortschritt aufweisen, so müsse diese Überlegenheitsbehauptung durch wissenschaftliche Belege bewiesen werden. Das OLG Hamburg führte dazu aus: „Die Werbung für Arzneimittel unterliegt den strengen Voraussetzungen der gesundheitsbezogenen Werbung, wonach wegen des hohen Schutzgutes der Gesundheit des Einzelnen und …

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