Angabe von Versandkosten bei Google Shopping abmahngefährdet

Das Landgericht Hamburg hat in einem Urteil vom 13.06.2014, AZ 315 O 115/14 entschieden, dass die aktuelle Ausgestaltung der Anzeigen von Google Shopping nicht dem Deutschen Wettbewerbsrecht entspricht. Wegen der fehlenden Angabe von Versandkosten müssen Händler damit rechnen, abgemahnt zu werden. Die Versandkosten werden in Google Shopping-Anzeigen nur mittels Mouseover-Effekt eingeblendet. Wenn also ein Nutzer mit der Maus über eine Produktabbildung fährt, werden die Informationen angezeigt. Wird dagegen die Maus nur über die Produktbezeichnung, den Anbieternamen oder den Produktpreis geführt, erscheinen die Versandkosten nicht. Der Link auf die Shopseite, auf dem dann die weiteren Versandkosten bezeichnet sind, genügt nicht. …

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Versandkosten in Preissuchmaschine – Angaben zwingend

Der Bundesgerichtshof hat in einer Entscheidung vom 16.07.2009 (Az.: I ZR 140/07) klargestellt, dass bei Preissuchmaschinen in Preisvergleichslisten Versandkosten anzugeben sind. In einem Rechtstreit zwischen Media Markt und ProMarkt ging es um die Preissuchmaschine Froogle. Bei den damals dort veröffentlichten Angeboten wurden die zum Kaufpreis hinzukommenden Versandkosten erst auf der jeweils eigenen Internetseite des Anbieters genannt. Eine Information in den Preisvergleichslisten erfolgte nicht. Dies hielt der Bundesgerichtshof für irreführend. Die Verbraucher möchten sich über die Preisvergleichslisten einen schnellen Überblick verschaffen, was letztlich für das Produkt gezahlt werden müsste. Daher soll nicht nur der Endpreis angegeben werden, sondern der Verbraucher erwartet …

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