Pippi-Langstrumpf-Urteil: Urheberrechtlicher Schutz einer literarischen Figur

BGH nimmt Stellung zum Urheberrechtlichen Schutz literarischer Figuren (BGH, Urteil vom 17.07.2013 -I ZR 52/12- Pippi Langstrumpf; Vorinstanzen: OLG Köln, Urteil vom 24.02.2012 -6 U 176/11; LG Köln, Urteil vom 10.08.2011 -28 O 117/11). Zum Sachverhalt: Die Beklagte ist Betreiberin der Supermarktkette Penny. Anlässlich des Karnevals bewarb sie in einem Prospekt ihre Kostüme für Kinder und Erwachsene unter Anderem mit Fotografien eines Mädchens und einer jungen Frau deren äußeres Erscheinungsbild eine starke Ähnlichkeit mit der von Astrid Lindgren geschaffenen Literarischen Figur der Pippi Langstrumpf hatten. Die Auflage betrug deutschlandweit etwa 16 Millionen Stück, weiterhin wurden die Kostüme für mehrere …

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LG Köln: 50.000 Euro Schadensersatz für Werbung mit Pippi Langstrumpf

Das Landgericht Köln verurteilte (Urteil vom 10.08.2011 – Az.: 28 O 117/11) einen Discounter zur Zahlung von 50.000 Euro Schadensersatz, weil dieser ohne Lizenz eine Woche lang mit einem Foto der Pippi Langstrumpf für Pippi Langstrumpf Kostüme geworben hat. Nach Feststellung des Gerichts wurde durch diese Art der Werbung das Urheberrecht verletzt. Hierzu reicht es bereits aus, wenn die Kostüme sowie das Foto eine große Ähnlichkeit mit Pippi Langstrumpf aufweisen. Eine genaue Ähnlichkeit muss nicht vorliegen.

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