Zur Doppelwirkung im Recht (insbesondere Verbraucherrecht)

Rechtsgeschäfte können aus vielen Gründen nichtig sein: beispielsweise, weil sie sittenwidrig im Sinne des § 138 Abs. 1 BGB sind, oder weil sie angefochten werden (§§ 119 ff. BGB) und somit als von Anfang an nichtig anzusehen sind, vgl. § 142 Abs. 1 BGB. Interessante juristische Fragestellungen ergeben sich, wenn mehrere Nichtigkeitsgründe zusammenfallen – kann ein schon nichtiges Rechtsgeschäft nochmals angefochten werden? Welchen Sinn hätte das? Grundsätzlich gehen die Rechtswissenschaftler (Grundgedanke Theodor Kipp) von einer Möglichkeit der Anfechtung schon nichtiger Rechtsgeschäfte aus. Beispielsweise kann ein Darlehensvertrag, der wegen Wuchers gem. § 138 Abs. 2 BGB sittenwidrig und damit nichtig …

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