EGMR: Österreich muss 5.000 Euro an Wiener Tageszeitung zahlen

Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte hat in einem Urteil vom 10.01.2012 (Az.: 34702/07) entschieden, dass die Wiener Tageszeitung “Der Standard“ den Namen eines Bankmangers in einem Bericht über hohe Spekulationsverluste zu Recht genannt hat. Die Zeitung berichtete im April 2006 über enorme Verluste der Hypo-Alpe-Adria-Bank durch Spekulationsgeschäfte. In dem Bericht wurde auch der Name eines führende Bankmanagers genannt. Dieser klagte wegen Verletzung seines Identitätsschutzes. Das Oberlandesgericht Wien gab ihm recht, nachdem das Landesgericht Wien zuvor seinen Antrag abgewiesen hatte. Die Zeitung wurde zur Zahlung eine Entschädigung von 5000 Euro verurteilt. Dagegen legte das Blatt Beschwerde vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrecht wegen Verletzung der Meinungsäußerungsfreiheit ein. Angesichts der  Gesamtschadenssumme von 328 Millionen und der …

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