Stellenausschreibung eines Geschäftsführers kann benachteiligen

Das Oberlandesgericht Karlsruhe hat in einem Urteil vom 13. September 2011 (17 U 99/10) entschieden, dass die Stellenausschreibung für die Position eines „Geschäftsführers“ nicht geschlechtsneutral ist. Wenn eine Bewerberin dann nicht berücksichtigt wird, führt dies zu einer Vermutung einer geschlechtsbezogenen Benachteiligung gemäß § 22 AGG. Das beklagte Unternehmen konnte nicht nachweisen, dass das Geschlecht bei der negativen Entscheidung überhaupt keine Rolle gespielt habe. Aus diesem Grund erhielt die Klägerin eine Entschädigung von einem Monatsgehalt i.H.v. 13.000 Euro.

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