Freispruch für Ärzte (BGH Urteil vom 20.02.2013 Az. 1 StR 320/12)

Wenn schwererkrankte Menschen keinen Ausweg mehr sehen und die gängigen Behandlungsformen ablehnen, müssen Ärzte und Patienten manchmal medizinisch riskante Wege bestritten werden und Behandlungsmethoden angewandt werden, die einen Mangel an Erfahrungswerten aufweisen und auch nicht durch Studien oder Statistiken gedeckt sind. Solch einen Fall hatt der BGH kürzlich zu entscheiden. Es ging um einen an Leberzirrhose erkrankten Mann, der die Transplantation einer fremden Leber ablehnte und sich stattdessen für den risikoreichen Weg der Leberzellentransplantation entschied. Leberzirrhose und medizinisches Neuland Die Leberzirrhose ist eine lebensbedrohliche Krankheit, die oft nach langjährigem Alkoholmissbrauch entsteht. Der Zustand der Erkrankung gilt nach heutigem Kenntnisstand …

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