Was ist die Schufa und was tut sie?


Welche Daten werden gespeichert und was geschieht damit?

Die Schufa versucht mit ihren Daten Prognosen zu treffen, um vorherzusehen, wie kreditwürdig jemand ist. Wenn jemand bspw. Bei einer Bank um einen Kredit bittet, kann der Sachbearbeiter bei der Schufa einen von ihr errechneten Score abfragen, der einen Wahrscheinlichkeitswert darstellt, über das Risiko, dass der Kredit nicht zurückgezahlt wird. So wollen Banken und andere Kreditunternehmen sichergehen, dass der Kredit nicht platzt. Wichtig hierbei ist, dass die Schufa keine definitiven Vorhersagen treffen kann. Die Prognosen können sich bewahrheiten, müssen es aber nicht. Deswegen gilt zu hoffen, dass Unternehmen nicht einfach nur blind der Schufa vertrauen, sondern auch andere Informationen berücksichtigen. Nicht jeder, der einen schlechteren Score hat, ist auch faktisch kreditunwürdig. Das Gleiche kann auch umgekehrt der Fall sein. Es kann auch sein, dass bei der Berechnung Fehler auftreten, basierend auf falschen Daten.

Jeder der Geld verleiht und es irgendwann zurückbekommen möchte, sollte Überlegungen anstellen, ob die Person, der man Geld leiht dieses auch zurückzahlen wird. Der Score der Schufa hilft den Unternehmen hierbei. Die Schufa erfüllt also eine grundsätzlich wichtige Aufgabe.

Die Schufa sammelt Daten wie Namen, Adressen und Informationen zu Bankkonten, Kreditkarten und andere Daten, die Aufschluss über das Verhalten innerhalb eines Vertrages geben können. Angaben zur Nationalität, dem Einkommen oder Besitzverhältnissen werden nicht gespeichert.

Diese Daten gelangen zur Schufa über Unternehmen die mit der Schufa eine Partnerschaft eingegangen sind. Die Übermittlung erfolgt gemäß dem Bundesdatenschutzgesetz(BDSG) und ist zunächst mal abhängig von der Einwilligung des Betroffenen.

Der Übermittlung zustimmen – Ja oder Nein?

Wie bereits gesagt, ist die Übermittlung von Daten an die Schufa, durch die teilnehmenden Unternehmen, grundsätzlich zunächst einmal abhängig von der Einwilligung des Betroffenen. Ein Unternehmen darf gemäß § 28 Abs. 3b BDSG den Vertragsabschluss auch nicht von der Einwilligung abhängig machen. Sie sind also nicht gezwungen, einer solchen Übermittlung zuzustimmen.

Es ist aber wichtig zu wissen, dass dies nicht für verschiedene negative Daten gilt. Gemäß § 28a BDSG dürfen nämlich Daten über gescheiterte Kredite, Vertragsverhältnisse oder Ähnliches auch ohne Zustimmung an die Schufa übermittelt werden.

Niemand, außer den Verantwortlichen bei der Schufa, weiß, wie genau der Score berechnet wird und welche Rolle welche Daten bei der Berechnung spielen. Die Schufa muss ihr Berechnungsverfahren auch nicht offenlegen. Jedoch liegt die Vermutungen nahe, dass die Auswirkungen von negativen Daten auf den Score umso drastischer sind, je weniger positive Daten vorhanden sind.

Daher erscheint es ratsam der Übermittlung von positiven Daten über erfolgreich abgeschlossene Kredite und Verträge zuzustimmen, da negative Einträge meist nicht verhindert werden können.

Tatsächlich ist es so, dass die allermeisten Einträge bei der Schufa positiv sind.

Welche Auswirkungen können negative Schufa-Einträge haben?

Im schlimmsten Fall kann es passieren, dass Kredite nicht mehr gewährt werden, was für Unternehmen oder Private existenzbedrohende Auswirkungen haben kann. Es kann auch sein, dass sie Käufe nur noch per Vorkasse tätigen können, weil Unternehmen die auf den Scorewert schauen sichergehen wollen, dass sie ihr Geld bekommen. Ratenzahlungen kommen somit nicht mehr in Frage. Selbst Handyverträge werden Ihnen eventuell nicht mehr gewährt.

Die Auswirkungen sind also enorm und nicht auf die leichte Schulter zu nehmen.

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