Schufa und Schulden!


Schulden bezahlen = kein Eintrag in der Schufa?

Viele Betroffene von Problemen mit der Schufa fragen uns, ob sie ihre Schulden bezahlen sollten, um einen Eintrag bei der Schufa zu verhindern. Meistens stellt sich diese Frage jedoch nicht, denn bei lange nicht bezahlten Schulden ist der negative Eintrag bereits in vielen Fällen vorhanden. Einen Eintrag können Sie nur verhindern, wenn Sie vor dem Eintrag in der Schufa auf die Mahnungen fristgerecht reagiert haben, die Ihnen der Gläubiger wegen der offenen Schulden, die Sie bezahlen sollen, zugeschickt hatte. Hier lässt sich also definitiv ein Eintrag verhindern, wenn Sie rechtzeitig Ihre Schulden bezahlen. Ist der Schufa-Eintrag jedoch bereits vorhanden, nützt das bezahlen der Schulden zumindest nichts dahingehend, den Eintrag sofort löschen zu können – denn so funktioniert das Thema Schufa leider nicht. Bei nicht bezahlten Schulden, die zu einem Schufa Eintrag geführt haben, bleibt der Eintrag auch nach dem Bezahlen noch bestehen – leider! Hier gibt es nur eine Ausnahme: Wenn der Eintrag rechtswidrig war, kann er vorzeitig gelöscht werden. Dies sollte daher in jedem Fall geprüft werden.

Wie kann ich die Schulden in der Schufa löschen?

Ihre Schulden, die als negativer Eintrag bei der Schufa vorhanden sind, können Sie nicht “einfach so löschen”. Das Löschen dieser Schulden hat sozusagen zwei Seiten: einerseits das Bezahlen der Forderung, damit die Schulden zumindest ausgeglichen sind, und dann das etwaige Löschen des damit verbundenen negativen Schufa-Eintrags. Sie müssen also zunächst einmal die Schulden begleichen, um überhaupt die Möglichkeit zu haben, einen Eintrag zu löschen. Wenn Sie bereits keine Schulden hatten, und dennoch ein Eintrag vorhanden ist, könnte dieser rechtswidrig sein, beispielsweise durch einen Softwarefehler oder Fehler der Datenübermittlung vom Gläubiger an die Schufa – alles schon passiert. Prüfen Sie daher, ob die Schulden korrekt eingetragen sind oder der Eintrag sonstige Unstimmigkeiten aufweist. Wenn ja, kann man den Eintrag womöglich löschen. Gern helfen wir Ihnen hierbei weiter.

Kann man die Schulden in der Schufa übertragen?

Was ist, wenn jemand in meinem Namen Schulden gemacht hat und diese mich nun in der Schufa belasten? Kann man dann diese Schulden in der Schufa übertragen, sodass ich selbst “aus dem Schneider” bin? Das kommt darauf an. Zunächst ist es klar, dass die Schulden in der Schufa nicht “einfach so” übertragen werden können, da dies dazu führen würde, dass jeder sich freikaufen könnte. Die Schufa achtet daher darauf, wem welche Schulden tatsächlich zugehörig sind. Allerdings gibt es tatsächlich Fälle, in denen die Schulden übertragen, beziehungsweise ausgetragen und gelöscht werden können. Hierbei sind insbesondere die Fälle des Identitätsdiebstahls zu nennen. In solchen Fällen wird die Identität des Opfers missbraucht, um Bestellungen im Internet aufzugeben – selbstredend, ohne diese je zu bezahlen. Das Opfer bekommt dann den Schufa Eintrag, ohne je etwas gemacht zu haben. In solchen Fällen sollte der Eintrag gelöscht werden, ein Übertragen in dem Sinne, dass der echte Täter den Eintrag erhält wird aber wohl nicht möglich sein, da die Täter oft nicht ermittelt werden können. Es gibt auch andere Fälle, in denen die Schulden übertragen werden können – hierfür muss aber gerichtsfest dargelegt werden können, dass die Eintragung über die Schulden falsch war und eigentlich auf jemand anderen übertragen werden müssen.

Soll ich die Schulden in der Schufa begleichen?

Sie sollten die Schulden begleichen, da ansonsten keine Erledigung in der Schufa eingetragen wird. Ohne Erledigung beginnt auch die dreijährige Speicherfrist der Schufa nicht zu laufen. Selbstverständlich sollten Sie die Schulden nur begleichen, wenn diese auch rechtlich einwandfrei feststellbar sind und der Negativeintrag bei der Schufa nicht rechtswidrig ist. Begleichen Sie die Forderung, wird in der Schufa sodann ein Erledigungsvermerk gesetzt – bereits dies könnte Ihrem Score helfen. Nach Erledigung bleiben rechtmäßige Schufa-Einträge noch 3 Jahre weiter gespeichert – rechtswidrige Einträge hingegen können früher gelöscht werden. Ohne Begleichen der Forderung würde die Negativeintragung wohl “ewig” bestehen bleiben, falls der Gläubiger fleißig weitere Salden meldet und übermittelt.

Kann das Arbeitsamt mich wegen Schulden in die Schufa eintragen?

Viele stelle uns die Frage, ob sie wegen Schulden beim Arbeitsamt in der Schufa “landen” können. Im Grunde ist diese Angst unberechtigt, da das Arbeitsamt unserem Wissen nach gar nicht mit der Schufa zusammenarbeitet. Diese wäre jedoch Voraussetzung einer wirksamen Datenübermittlung an eine Auskunftei. Was jedoch sein kann ist, dass Schulden beim Arbeitsamt zu Titulierungen führen, die wiederum  einen Eintrag ins Schuldnerverzeichnis provozieren – dann könnte die Schufa aufgrund der Schulden, die Sie beim Arbeitsamt haben, durchaus die Daten aus den öffentlichen Verzeichnissen “ziehen” und speichern. Ganz undenkbar ist es daher also nicht.

Werden auch geringfügige Schulden von der Schufa registriert?

Ganz klar: ja! Wir haben bereits Negativeinträge bei der Schufa aufgrund tatsächlich geringfügiger Beträge gesehen. Dies liegt nicht an der Schufa selbst, sondern an den Gläubigern, die teilweise bereit sind, wegen geringfügiger zweistelliger Eurobeträge einen Schufa-Eintrag zu veranlassen. Wenn die datenschutzrechtlichen Voraussetzungen für eine Datenübermittlung vorliegen, ist es auch das gute Recht der Gläubiger, selbst bei geringfügigen Beträgen eine Meldung vorzunehmen. Es hilft also nichts, sich auf der Tatsache auszuruhen, dass es nur um wenig Geld geht – die Auswirkungen eines negativen Eintrags bei der Schufa sind auch bei geringfügigen Sachverhalten enorm.

 

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