Schufa Irrtum?


Was ist die Schufa?

Was die Schufa ist und was diese macht wird den meisten Menschen in Deutschland bekannt sein.

Es handelt sich bei der Schufa um eine Auskunftei, die sich auf die Mitteilung wirtschaftsrelevanter Daten über Privatpersonen an Geschäftspartner spezialisiert hat.

Die Schufa Holding AG zählt mit ihren über 813 Millionen Einzeldaten zu einer der größten privatwirtschaftlichen deutschen Wirtschaftsauskunfteien.

Welche Daten werden gespeichert?

Die Daten, die durch die Schufa gespeichert werden sind dabei äußerst vielfältig. Zu den gespeicherten Daten gehören beispielsweise die Kontaktdaten, wie der Name, das Geburtsdatum und die aktuelle Anschrift.

Neben den Kontaktdaten werden durch die Schufa noch das Zahlungsverhalten und die bereits geschlossenen Verträge mit der genauen Art des jeweiligen Geschäfts gespeichert.

Von besonderer Bedeutung sind so zum Beispiel auch etwaige Missbräuche von Konten oder Kreditkarten. Diese Daten werden allerdings nur für eine bestimmte Zeit gespeichert.

Der Zeitraum richtet sich dabei nach der Art der gespeicherten Daten. So werden beispielsweise Anfragen zu Finanzprodukten nach 12 Monaten und Informationen zu fälligen Forderungen nach 4 Jahren gelöscht.

Wer bekommt die Schufa-Daten zu Gesicht?

Auskünfte werden dabei nur an Personen erteilt, die diese Informationen bezüglich einer Bonitätsprüfung benötigen.

Dass ein solches Interesse auch tatsächlich gegeben ist muss durch den Anfragenden glaubhaft dargelegt werden.

Ein berechtigtes Interesse kann so beispielsweise bestehen, wenn die Bonität aufgrund von Geschäftsanbahnungen geprüft werden soll.

Weiterhin besteht eine Berechtigung für die Einholung einer Auskunft bei Forderungseinzügen oder aber bei sämtlichen Arten von Kauf-, Miet- und Leasingvertragsabschlüssen.

Auskunfteien beziehen ihre Information aus der Selbstbefragung von Personen, Firmen und auch halbamtlicher Stellen. Ebenfalls stehen Auskunfteien für ihre Arbeit verschiedenen Datenpools zur Verfügung.

Auch findet eine Zusammenarbeit mit Inkassobüros statt, durch die ebenfalls eine Informationsbeschaffung stattfinden kann.

Was ist passiert?

Der Stromanbieterwechsel sollte im Normalfall kein Hindernis darstellen und ist auch für gewöhnlich schnell erledigt.

Dass dies jedoch nicht immer der Fall ist musste eine 61-Jährige Ostfriesin feststellen. Die Schufa hatte die 61-Jährige fälschlicherweise für tot erklärt.

Nachdem die Schufa einen Stromanbieterwechsel der Ostfriesin verhindert hatte, forderte diese eine Auskunft bei der Schufa an.

Aus der Auskunft ging hervor, dass die Bank der 61-Jährigen die Schufa von deren Ableben vor 2 Jahren in Kenntnis gesetzt hatte. Es ließen sich in der Auskunft jedoch noch weitere Fehler vorfinden.

So habe die Ostfriesin angeblich noch einen offenen Ratenkredit über 4137 Euro und habe für einen gewissen Zeitraum in einem anderen Landkreis gelebt.

Die Ostfriesin konnte anschließend feststellen, dass in dem besagten Nachbarkreis tatsächlich eine Frau mit demselben Namen gelebt hat, die bis auf das Geburtsjahr das identische Geburtsdatum hatte.

Nachdem die 61-Jährige die Schufa über die vermeintliche Verwechslung in Kenntnis setze, konnte der Stromanbieterwechsel vollzogen werden.

Laut der Ostfriesin habe es sich um eine falsche Datenübermittlung gehandelt, weshalb es bei der Schufa zu einer falschen Zuordnung gekommen sei.

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3 Kommentare zu “Schufa Irrtum?
  • 4. April 2018 um 11:28 Uhr
    Martin says:

    Hallo,
    in solchen Fällen stehen den Betroffenen doch bestimmt Schadensersatzansprüche gegen die Schufa zu oder? Ich kann mir nicht vorstellen, dass man so etwas einfach hinnehmen muss und nichts dagegen unternehmen kann.

  • 3. April 2018 um 18:15 Uhr
    Dennis says:

    Hallo,

    was sollte man denn am besten unternehmen, wenn man einen Irrtum feststellt? Reicht in einem solchen Fall ein Anruf bei der Schufa oder müssen bestimmte Dokumente eingereicht werden?

    • 5. April 2018 um 08:47 Uhr

      Guten Tag,

      bei einem Irrtum in der Schufa sollte eine Datenkorrektur/Datenlöschung vorgenommen werden. Gern können Sie uns Ihren Fall genauer per Mail schildern.

      Mit freundlichen Grüßen
      Rechtsanwalt Thomas Feil

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