Schufa Eintrag beim Amtsgericht löschen? Wie geht das und was muss ich tun?


Wie kommt es zu einem Schufa Eintrag durch das Amtsgericht?

Bei der Schufa tragen normalerweise die mit der Schufa kooperierenden Unternehmen negative Salden ein. Es ist daher unüblich, dass das Amtsgericht als öffentliche Stelle überhaupt etwas mit der Schufa zu tun hat. Eine Sonderkonstellation sind allerdings die Einträge aus öffentlichen Verzeichnissen – diese Verzeichnisse werden von den Amtsgerichten geführt. Die Schufa hat Einblick in diese Verzeichnisse und übernimmt die dort bestehenden Daten. So kommt es, dass ein Eintrag wie „Nichtabgabe der Vermögensauskunft“ und ähnliches letztlich doch in der Schufa landen, obwohl hier kein Unternehmen dies gemeldet hat.

Einträge in die öffentlichen Verzeichnisse werden durch die Gerichtsvollzieher angeordnet. Hierbei ergeht zunächst eine „Eintragungsanordnung“, die dann zum Eintrag im Schuldnerverzeichnis oder im öffentlichen Verzeichnis führt. Hierüber werden Sie aber immer vorher vom Gerichtsvollzieher informiert, sodass dies abgewendet werden kann.

Sollte es aber zu einem Eintrag kommen, wird die Schufa dies bei den öffentlichen Verzeichnissen der Amtsgerichte merken und das Negativmerkmal übernehmen. Ihr Score wird dann schlagartig nach unten rutschen, ohne Aussicht auf zeitnahe Besserung.

Wieso wird der Eintrag nicht automatisch von der Schufa gelöscht?

Einträge aus den öffentlichen Verzeichnissen verschwinden mitunter nach einigen Jahren automatisch, allerdings kann dies tatsächlich 3 Jahre oder in besonderen Fallkonstellationen auch länger andauern. Dies kann Sie daher jahrelang in Ihrer Lebens- und Geschäftsführung behindern. Um einen solchen Negativeintrag vorzeitig zu löschen, müssen Sie selbst aktiv werden, am besten mit einem spezialisierten Rechtsanwalt.

Wenn Sie der Schufa wegen eines Eintrags, den das Amtsgericht zu verantworten hat schreiben, wird die Schufa Ihnen nicht weiterhelfen. Vielmehr schreibt die Schufa Ihnen automatisierte Textbausteine zurück, in denen es heißt, dass die Schufa selbst nicht für die Eintragslöschung zuständig ist und die Negativmerkmale erst aus den öffentlichen Verzeichnissen der Amtsgerichte verschwinden müssen, damit auch im Schufa Datenbestand eine vorzeitige Löschung vorgenommen werden kann.

Die Löschung erfolgt übrigens bei der Schufa automatisch, sobald die Eintragung im öffentlichen Verzeichnis erlischt.

Kontakt mit dem Gerichtsvollzieher und dem zuständigen Amtsgericht suchen!

Das zeitnahe Löschen einer solchen Eintragung wie oben genannt ist nur möglich, wenn der Gläubiger tatsächlich befriedigt wurde. Hierüber ist ein Nachweis beim Amtsgericht zu erbringen, darüber hinaus werden oft weitere Unterlagen verlangt. Beispielsweise müssen Unterlagen des Gerichtsvollziehers oder entwertete Titel im Original vorgelegt werden.

Wir möchten hier Folgendes klarstellen: Das vorzeitige Löschen eines Eintrags im öffentlichen Verzeichnis geschieht durch einen förmlichen Antrag beim Amtsgericht. Es ist hier also nicht zielführend, nur eine Mail zu schicken oder „kurz mal“ beim Amtsgericht anzurufen. Das Löschen aus dem Schuldnerverzeichnis oder den öffentlichen Verzeichnissen ist eine Gerichtsentscheidung.

 Wir empfehlen Betroffenen, sich hier rechtsanwaltlich vertreten zu lassen. So ist sichergestellt, dass Sie den Antrag vollständig und rechtssicher einreichen, und dass das Gericht eine Entscheidung zu Ihren Gunsten trifft. Unsere Erfahrung zeigt, dass die Einträge gut und schnell gelöscht werden können, wenn wir rechtlichen Voraussetzungen gegeben sind und die Kommunikation mit dem Amtsgericht ordnungsgemäß abläuft.

Bitte nerven Sie das Amtsgericht nicht mit Musterschreiben aus dem Internet!

Einen kleinen Tipp am Rande: Es ist oft nicht hilfreich, ins Blaue hinein Musterschreiben aus dem Internet zu verwenden, die nie ganz auf den Einzelfall passen. Hiermit werden Sie beim zuständigen Sachbearbeiter im Amtsgericht keinen guten Eindruck machen. Wir stellen bei Musterschreiben aus dem Internet oft fest, dass diese nicht vollständig und überdies teilweise veraltet sind. Gleiches gilt beim Schriftwechsel mit der Schufa: Schicken Sie nicht wie ein Roboter Textbausteine dorthin, dies wird in heiklen Fallkonstellationen nicht zielführend sein.

Auskunft über Ihre Schufa-Daten beim Amtsgericht anfragen?

Nein. Das Amtsgericht ist nicht dafür zuständig, die Daten, welche die Schufa über Sie speichert, zu führen und Auskunft darüber zu erteilen. Das Amtsgericht ist in dieser Sache der absolut falsche Ansprechpartner. Amtsgerichte haben mit der Schufa direkt nichts zu tun und haben auch keinen Schufa Datenbestand vorliegen. Das Auskunftsersuchen gem. Art. 15 DSGVO müssen Sie direkt an die Schufa richten, nicht an das Amtsgericht.

Welches Amtsgericht ist überhaupt für mich zuständig?

Für die Negativeinträge, die Sie in der Schufa belasten, sind die Vollstreckungsgerichte zuständig. Als Faustregel gilt hier aber: Es geht nach dem Wohnsitz des Betroffenen! Dennoch sollten Sie nicht ins Blaue hinein das für Ihren Wohnsitz zuständige Amtsgericht anschreiben. Hierbei ist es oft so, dass es ein zentrales Vollstreckungsgericht gibt, was die öffentlichen Verzeichnisse für mehrere Amtsgerichte führt. Es kommt auf den Einzelfall an, welches Amtsgericht letztlich für den „Schufa-Fall“ zuständig ist. Das Ausfindigmachen des für Sie und in Ihrem Fall zuständigen Amtsgerichts sollten Sie Ihrem Rechtsanwalt überlassen.

Unsere Hilfestellung für Sie!

Sollten Sie im öffentlichen Verzeichnis negativ vermerkt sein, können wir Ihnen gern dabei helfen, endlich das Thema Schufa hinter sich zu lassen. Gern nehmen wir für Sie Kontakt mit dem Gläubiger, Gerichtsvollzieher und Amtsgericht auf, damit alles geregelt werden kann. Ziel unserer Beauftragung sollte sein, schnellstmöglich den Schufa Eintrag vorzeitig zu löschen, damit Ihr Score sich wieder verbessern kann. Gern können Sie uns Ihren Fall per Mail schildern und uns die wichtigen Unterlagen gleich mitschicken. Wir melden uns dann mit einem konkreten Angebot bei Ihnen zurück und können zeitnah die Bearbeitung starten.

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