Falschen SCHUFA Eintrag löschen lassen – per Anwalt?

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Rechtsanwalt Thomas Feil

Einige Verbraucher haben aufgrund falscher Eintragungen Probleme mit der SCHUFA. Wir wollen im Folgenden erklären, was die SCHUFA eigentlich tut, wie falsche Eintragungen zustande kommen und vor allem wie man sich dagegen zur Wehr setzen kann. Denn notfalls muss ein Anwalt eingeschaltet werden, um unrichtige Eintragungen zu bereinigen. Sollte dieser Blogbeitrag eine Ihrer Fragen nicht ausreichend beantworten, können Sie uns gerne jederzeit anrufen – wir informieren Sie!

Was ist die SCHUFA eigentlich?

Ausgeschrieben heißt es “Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung”. Dabei handelte es sich um eine deutsche Wirtschaftsauskunftei, die den Zweck verfolgt, ihre Vertragspartner vor Verbrauchern zu schützen, die nicht kreditwürdig sind. Dafür sammelt die SCHUFA Daten über Verbraucher und erstellt daraus einen sogenannten Scoring-Wert, anhand dessen die Vertragspartner (beispielsweise Mobilfunkunternehmen) ablesen können, ob der jeweilige Kunde, der gerade einen Vertrag schließen möchte, überhaupt finanziell vertrauenswürdig ist. Bei negativen SCHUFA-Einträgen sinkt der Score-Wert und der Verbraucher wird Schwierigkeiten haben, Verträge abzuschließen. Dabei kann jeder SCHUFA-Vertragspartner über seine Kunden Eintragungen bei der Auskunftei vornehmen – und der Verbraucher muss hoffen, dass diese Eintragungen auch der Wahrheit entsprechen. Sollten falsche Eintragungen vorgenommen worden sein, kann sich der Verbraucher immer noch per Anwalt helfen lassen!

SCHUFA-Klausel?

Wenn Verbraucher beispielsweise ein Auto leasen oder ein Handy mit Vertrag kaufen wollen, müssen sie sich heutzutage in den AGB dazu bereit erklären, dass der Vertragspartner die Daten an die SCHUFA weitergeben darf und auch eine Anfrage an die SCHUFA stellen darf, wie hoch der jeweilige Scoring-Wert des potenziellen Kunden ist. Sollte die SCHUFA anzeigen, dass der Verbraucher nicht kreditwürdig ist, wird auf einen Vertragsschluss verzichtet. Natürlich kann jeder Verbraucher auch verlangen, die Klausel aus dem Vertrag zu streichen – auf dieses Verlangen wird sich jedoch keine große Firma mehr einlassen, und somit ist der Kunde indirekt gezwungen dieser Klausel zuzustimmen, denn sonst kommt schlicht kein Vertrag zustande. Es gibt auch Anbieter von Krediten, die solche Verträge ohne SCHUFA-Klausel schließen – diese Anbieter gelten jedoch meist als unseriös und es darf davor gewarnt werden, solche Vertragspartner zu wählen, denn die Gefahr ist groß, dass dann später mit einem Anwalt die unseriöse Gegenseite belangt werden muss. Hier finden Sie weitere Informationen:

Welche Daten speichert die SCHUFA?

Grundsätzlich speichert diese Wirtschaftsauskunftei alle allgemeinen Daten über Personen wie beispielsweise Name, Geburtsdatum, Anschrift. Darüber hinaus werden auch Bankdaten, Mobilfunkkonten und Ähnliches gespeichert, sodass ein genaues Bild des Verbrauchers und seiner finanziellen Vertrauenswürdigkeit erstellt werden kann. Diese Daten müssen von der SCHUFA nach einer bestimmten Zeit wieder gelöscht werden. Jeder Verbraucher hat gem. § 33 BDSG das Recht zu erfahren, welche Daten über ihn gespeichert sind. Es empfiehlt sich sogar, ab und zu diese Daten bewusst zu erfragen, damit man sicher gehen kann, dass keine Falscheintragungen vorliegen. Gerne hilft Ihnen auch Ihr Anwalt bei der Durchsetzung dieses Auskunftsanspruchs.

Falscher Eintrag – Anwalt einschalten?

Sollten Ihre SCHUFA-Einträge falsch sein, bewusst oder unbewusst durch Ihre Vertragspartner verursacht, sollten Sie umgehend dafür sorgen, dass diese Eintragungen korrigiert werden. Wenden Sie sich zwecks Berichtigung an die zuständige SCHUFA-Stelle und berufen Sie sich auf § 33 BDSG, der auch ein Recht zur Berichtigung und Löschung falscher Daten enthält. Im Internet finden sich Musterbriefe zum Thema. Sollte die Angelegenheit dringend sein, schalten Sie einen Anwalt ein – der juristische Beistand sorgt dafür, dass die SCHUFA unverzüglich Auskunft erteilt und dass der Verursacher der Falscheintragung dieses Vorgehen in Zukunft unterlässt. Für die Einschaltung des Anwalts aufgrund falscher SCHUFA-Einträge kann sogar Schadensersatz gefordert werden – die Anwaltskosten sind somit also wieder drin. Dies hat das AG Halle (Saale) erst kürzlich (Urteil vom 28.02.2013 – Az.: 93 C 3289/12) entschieden! Nutzen Sie also dieses Recht und schalten Sie einen Anwalt ein, sorgen Sie juristisch sicher für die Bereinigung Ihrer SCHUFA-Daten und stoppen Sie den Verursacher dieser Falscheintragungen! Gerne helfen wir Ihnen dabei.

Fragen Sie uns!

Rechtsanwalt Thomas Feil

 
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