Daten bei der Schufa anfordern


Die Schufa speichert mannigfaltige Daten über Bundesbürger und teilweise errechnet die Schufa auch selber Daten aus den vorhandenen Datenbeständen. Betroffene von Schufa-Problemen fragen sich daher, welche Daten Sie bei der Schufa anfordern sollten und wie Sie sich verhalten können, wenn Ihnen etwas merkwürdig vorkommt. Grundsätzlich sollten Sie, wie es das Datenschutzgesetz auch vorsieht, Ihr Recht auf eine kostenlose Auskunft hinsichtlich der Daten bei der Schufa in Anspruch nehmen. Sie können Ihre Daten bei der Schufa einmal pro Jahr kostenfrei anfordern.

Der sogenannte Schufa-Auszug beinhaltet die Daten, die Sie angefordert haben. Meistens finden Sie auf Seite 1 des Schufa-Auszugs die Daten, die bei der Schufa über Ihre Person gespeichert sind. Ihr Vorname, Nachname, Geburtsdatum und Ihre Wohnanschrift, sowie veraltete Wohnanschriften werden über Sie dort gespeichert. Hier können bereits die ersten Fehler vorliegen. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass die Schufa teilweise falsche Adressdaten über unsere Mandanten gespeichert hatte. Hier konnten wir, nachdem wir die Daten angefordert hatten, eine Korrektur erreichen. Dies ist deshalb wichtig, weil es aufgrund von Adressdaten zu Personenverwechselungen kommen kann. Die weiteren Seiten der Schufa-Auskunft zeigen die über Sie veröffentlichten Eintragungen. Eintragungen werden von den Unternehmen vorgenommen, mit denen Sie Verträge abgeschlossen haben und die gleichzeitig auch Schufa-Vertragspartner sind. Beispielsweise veröffentlichen die meisten Banken und Mobilfunkanbieter die Daten bei der Schufa. Es lohnt sich hier für Sie, dass Sie die Daten bei der Schufa anfordern, um zu überprüfen, ob die dortigen Veröffentlichungen noch aktuell sind oder überhaupt richtig eingetragen wurden.

Wie viel kostet es, die Daten bei der Schufa anzufordern?

Das Bundesdatenschutzgesetz bietet die Möglichkeit, von Auskunfteien einmal pro Jahr kostenlos die Daten anzufordern. Wir empfehlen jedem Bundesbürger, einmal pro Jahr diese Daten anzufordern, da es sein kann, dass ohne Ihr Wissen falsche Eintragungen vorgenommen werden, die Sie stark belasten könnten.

Die Schufa bietet jedoch auch ein kostenpflichtiges Programm an, über das Sie Ihre Daten nicht nur einmal jährlich, sondern öfter, teilweise auch hochaktuell und live abfragen können. Dieser Schufa-Zugang kostet einige Euro pro Monat. Wir empfehlen unseren Mandanten zunächst nicht, einen Online-Zugang bei der Schufa zu buchen, um Daten anzufordern. Daten anfordern macht nur dann kostenpflichtig Sinn, wenn Sie bereits alles Mögliche vorher getan haben, um Ihre Schufa zu bereinigen. Ein Beispiel mag dies verdeutlichen:

Wenn Sie die kostenlose Schufa-Auskunft anfordern und dort negative, falsche Einträge vorfinden, wird Ihr Rechtsanwalt diese löschen lassen. Nach der Löschung stellt Ihnen die Schufa ohnehin eine erneute Schufa-Auskunft kostenlos zur Verfügung, nämlich mit den aktualisierten Datenbeständen. Insofern lohnt es sich hier nicht einmal, das kostenpflichtige Programm der Schufa wahrzunehmen. In Einzelfällen kann es jedoch Sinn machen, einen solchen Onlinezugang zu buchen, etwa bei wiederholten Falscheintragungen. So kann der Überblick schneller gewährleistet sein.

Kann ein Anwalt die Daten für mich anfordern?

 Betroffene von Schufa-Problemen können einen Rechtsanwalt einschalten und sollten dies sogar tun, falls der Fall komplizierter liegt als eine einfache Adresskorrektur. Ihr Rechtsanwalt kann für Sie Daten bei der Schufa anfordern und Ihnen diese Daten auch verständlich auslegen. Wir weisen darauf hin, dass wir Serviceanbieter im Internet für nicht gerade seriös halten, die kostenpflichtig für Menschen Schufa-Auskünfte einholen. Sie haben das Recht, kostenlos einmal pro Jahr den Schufa-Auszug zu bekommen. Wieso sollten Sie also einen Serviceanbieter bezahlen, der dies für Sie kostenpflichtig tut? Einzig, wenn Sie im Ausland leben, kann es Sinn machen, einen Rechtsanwalt hierfür einzuschalten, da die Schufa sich teilweise querstellt, was Schufa-Auskunft in Ausland versenden anbelangt.

Kann ich die Daten einer anderen Person anfordern?

Für Privatpersonen gilt, dass sie kein datenschutzrechtliches Recht haben, Daten über andere Personen bei der Schufa anzufordern. Einzig die Vertragspartner der Schufa haben im gewissen Rahmen das Recht, die Daten dort anzufordern. Die Schufa ist ihrerseits zu höchsten Datenschutzstandards verpflichtet, um zu verhindern, dass Menschen über andere Menschen Daten dort anfordern und erhalten. Die Schufa ist sogar so vorsichtig, dass sie den Rechtsanwälten nicht einmal die Schufa-Auskunft direkt zuschickt, sondern nur den Mandanten. Wir halten dieses Vorgehen auch für richtig, da so dem Missbrauch von Datenanforderungen vorgebeugt wird.

Unsere Hilfestellung

Wenn Sie Probleme mit der Schufa haben, sollten Sie Ihre Daten anfordern. Fällt Ihnen dann etwas auf, können Sie uns gern den Auszug unverbindlich zukommen lassen. Wir melden uns gern mit einer kostenfreien Ersteinschätzung zurück. Sollten wir realistische Chancen sehen, Ihnen datenschutzrechtlich gegen die Schufa weiterzuhelfen, teilen wir Ihnen dies mit und unterbreiten Ihnen ein kostentransparentes Angebot für unsere Tätigkeit. Wir werden erst auf ausdrücklichen Wunsch Ihrerseits kostenpflichtig für Sie tätig.

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2 Kommentare zu “Daten bei der Schufa anfordern
  • 10. April 2017 um 10:35
    anonym says:

    frechheit, dass die schufa noch versucht geld mit den daten anfordern zu verdienen. die verdienen doch überhaupt geld, weil sie unsere daten missbrauchen, und dann soll man noch zahlen, falls man schnell seine daten anfordert. und die politik glotzt nur, steckt wahrscheinlich in den vorständen mit drin. es ist zum kotzen

    • 11. April 2017 um 09:24

      Guten Tag,

      vielen Dank für Ihre Wortmeldung zu “Daten bei der Schufa anfordern”. Die Schufa versucht in der Tat, auch Geld damit zu verdienen, die Datenübersichten an die Betroffenen zu “verkaufen”. Das ist zunächst aber nicht illegitim.

      Mit freundlichen Grüßen
      Rechtsanwalt Thomas Feil

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