Abwicklungskonto in der Schufa eingetragen? Das müssen Sie dazu unbedingt wissen!


Was bedeutet es, ein Abwicklungskonto in der Schufa zu haben?

Grundsätzlich ist es so, dass Sie nicht „bei der Schufa“ ein Abwicklungskonto haben, wenn Sie ein solches in Ihrer Datenauskunft vorfinden.

Es ist vielmehr so, dass Sie beim Gläubiger ein solches Abwicklungskonto haben und der Gläubiger die Daten darüber an die Schufa weitergibt. Verwechseln Sie also bitte nicht die Schufa mit Ihrem Gläubiger.

Wenn in der Schufa ein Dateneintrag über ein Abwicklungskonto existiert, bedeutet dies in den allermeisten Fällen, dass es Probleme zwischen Ihnen und dem Gläubiger bei einem Forderungsausgleich gegeben hat.

Beispiele für Abwicklungskonto

Dies kann beispielsweise eine ausstehende Kreditrate sein oder sonstige Schulden, die Sie nicht vertragsgemäß ausgeglichen haben. Sodann wird beim Gläubiger ein Abwicklungskonto für Sie eingeführt und dieses an den Datenbestand der Schufa übermittelt.

Ein Abwicklungskonto ist kein gutes Zeichen, denn es bedeutet, dass Zahlungsschwierigkeiten aufgetreten sind.

Ganz gleich, ob Sie diese zu verschulden haben oder nicht, ist ein solcher Negativeintrag bei der Schufa jedenfalls problematisch und führt in Extremfällen dazu, dass keinerlei normale Verträge wie Mobilfunkverträge oder Mietverträge mehr abgeschlossen werden können.

Das Abwicklungskonto wird vermutlich so lange existieren, bis Sie die dem Abwicklungskonto zugrunde liegende Problematik, also den Forderungsausgleich, nicht durchgeführt haben.

Ist ein Abwicklungskonto in der Schufa immer negativ?

Ja, es handelt sich hier um ein Negativmerkmal in der Schufa, das Ihren Score erheblich belasten kann.

Noch schlimmer ist es, wenn es mehrere Einträge über verschiedene Abwicklungskonten verschiedener Gläubiger gibt – dies bedeutet im Regelfall, dass Sie an vieler Stelle Zahlungsschwierigkeiten aufweisen und daher Ihre Bonität als schlecht eingestuft werden dürfte.

Negativ ist insbesondere, wenn der Eintrag über ein Abwicklungskonto noch offen ist, d.h. dort kein Erledigungsvermerk gesetzt wurde.

Sobald dieser Erledigungsvermerk eingetragen ist, könnte sich Ihr Score etwas erholen, obgleich es sich dann noch immer um einen negativen Eintrag handelt.

Wann gilt das Abwicklungskonto als erledigt?

Sobald Sie die dem Abwicklungskonto zugrunde liegende Forderung ausgleichen, oder sich der Sachverhalt anderweitig klärt, wird ein Erledigungsvermerk gesetzt.

Dass die Forderung erledigt ist, muss der Gläubiger der Schufa unverzüglich melden – sollte dies nicht geschehen sein, können Sie auch selbst eine Meldung an die Schufa geben.

Solange das Abwicklungskonto nicht als erledigt eingetragen ist, dürfte Ihr Score erheblich vermindert sein.

Wird jedes Abwicklungskonto in der Auskunft der Schufa aufgelistet?

Nein, denn nicht jeder Gläubiger arbeitet mit der Schufa zusammen.

Es kann daher sein, dass Ihre Schufa-Auskunft kein Abwicklungskonto verzeichnet, Sie aber dennoch bei Ihrem Gläubiger ein solches haben.

Dies betrifft dann wiederum den Schufa-Score nicht. Wenn in der Auskunft ein Abwicklungskonto zu sehen ist, bedeutet dies, dass Ihr Gläubiger mit der Schufa zusammenarbeitet und der Eintrag Ihren Score belasten könnte.

Kann man einen Eintrag über ein Abwicklungskonto löschen?

Eins vorweg: automatisch werden erledigte negative Einträge bei der Schufa taggenau nach 3 Jahren gelöscht. Dies gilt auch für Negativmerkmale wie das Abwicklungskonto.

Voraussetzung ist allerdings, dass hier ein Erledigtvermerk gesetzt wurde, ansonsten beginnt die 3 Jahresfrist nicht zu laufen.

Was aber, wenn der Eintrag über das Abwicklungskonto falsch war? Dann könnte eine vorzeitige Löschung in Betracht kommen.

Wenn der Negativeintrag nämlich datenschutzwidrig war, kann man diesen sofort löschen. Hierbei gibt es verschiedene Fallkonstellationen.

Beispielsweise ist die Frage zu stellen, ob Sie vor dem Eintrag über einen bevorstehenden Schufa-Eintrag informiert gewesen sind – dies kann mitunter dazu führen, dass bei Ausbleibender Information ein Negativeintrag wegen Abwicklungskonto zu löschen ist. Und zwar vor dem Ablauf der 3 Jahresfrist.

Auch Sonderkonstellationen können zum vorzeitigen Löschen eines solchen Dateneintrags führen. Hierzu sollten Sie Ihren Fall einem spezialisierten Rechtsanwalt schildern, damit dieser überprüft, ob eine vorzeitige Löschung bei Ihnen in Frage kommt.

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