Schutz gegen Phishing?


Bei dem so genannten „Phishing“ handelt es sich um eine weit verbreitete Form des Internetbetrugs. Kriminelle versuchen bei dem Phishing Internetnutzer mit gefälschten E-Mails zu einer Herausgabe von persönlichen Daten zu bewegen. Es wird beispielsweise vorgespiegelt, es handle sich bei dem Absender der E-Mail um die eigene Bank, die aus welchem Grund auch immer die PIN oder TAN des Empfängers benötigt. Täter bauen bei der Betrugsmasche des Phishing vor allem auf die Gutgläubigkeit ihrer Opfer und versuchen durch täuschend echt aussehende E-Mails oder Internetseiten Vertrauen zu erwecken und Zweifel an der Echtheit erst gar nicht aufkommen zu lassen.  Wir möchten Ihnen anhand dieses Beitrags aufzeigen, welche Möglichkeiten bestehen, um sich vor Phishing-Angriffen zu schützen und worauf Sie dabei achten sollten.

Offensichtliche Betrugsversuche erkennen

Mittlerweile kennt sie jeder: „Sie haben gewonnen, geben Sie Ihre Kontodaten ein und erhalten Sie sofort 100Euro“. Bei solchen E-Mails können Sie sich sicher sein, dass es sich um Phishing handelt. Vor allem dann, wenn Sie bei keinem Gewinnspiel oder ähnlichem teilgenommen haben. Der Schutz gegen Phishing beginnt also bereits bei dem genauen Lesen des Betreffs einer E-Mail. Meist lässt sich daraus bereits schließen, dass ein Versuch von Phishing vorliegt und die jeweilige E-Mail muss nicht einmal geöffnet werden, sondern kann direkt gelöscht werden. Auch der Inhalt einer solchen Mail lässt schnell auf Phishing schließen, da sich Täter hier nicht sonderlich viel Mühe geben den Betrugsversuch zu verschleiern und die Texte oftmals in einem schlechten Deutsch geschrieben sind und eine Menge Rechtschreibfehler enthalten.

Um einiges gefährlicher hingegen sind E-Mails, bei denen es sich um eine angebliche Nachricht der eigenen Bank handelt. Solche Mails lassen sich nicht so leicht als Phishing-Mails erkennen. Doch auch hier können Sie sich sicher sein, dass Ihre Bank keine persönlichen Daten per E-Mail abfragen würde. Ist in der E-Mail die Rede von angeblichen Problemen bezüglich des eigenen Kontos oder einer getätigten Überweisung, sollten Sie zunächst einmal direkt mit Ihrer Bank Kontakt aufnehmen und sich erkundigen, ob ein solches Problem tatsächlich vorliegt. Auch ist es nicht besonders ratsam, einen Link in einer solchen E-Mail zu öffnen und die eigenen Daten dann auf der Seite, auf die Sie der Link leitet preiszugeben. Solche Seiten sehen oftmals täuschend echt aus, weshalb Sie sich auch hier vorerst bei der Bank erkundigen sollten und diese auf die erhaltende E-Mail aufmerksam machen sollten.

Die erste Maßnahme zum Schutz gegen Phishing ist es also, sich die entsprechende Mail einmal genauer anzusehen. Oftmals lässt sich schon bei dem Betreff der E-Mail erkennen, dass es sich bei dieser um einen Betrugsversuch handelt. In anderen Fällen ist es ratsam nicht unvorsichtig Daten preiszugeben, sondern sich vorerst wie in dem oben aufgezeigten Beispiel an die eigene Bank zu wenden.

Behördenpost

Betrüger geben sich nicht nur als die eigene Bank aus, sonders versuchen auch durch fingierte oder unberechtigte Inkassoforderungen an Ihr Geld zu gelangen. Wenn es sich tatsächlich um einen Mahnescheid oder eine Klage handeln würde, kämen diese mit der Post und nicht per E-Mail. Zu Ihrem eigenen Schutz sollten Sie solchen Forderungen nicht nachkommen ohne sich über die genauen Umstände zu vergewissern, denn Tätern ist bewusst, dass sie durch ausgedachte Inkassoforderungen Druck ausüben können und Opfer zu einer Zahlung drängen können.

Abofalle erkennen

Internetseiten, die vermeintlich kostenlose Inhalte anbieten, jedoch eine Anmeldung und das obligatorische Zustimmen der AGBs fordern, entpuppen sich oftmals als eine weitere Betrugsmasche von Kriminellen. In dem Glauben an eine kostenlose Nutzung erfolgt die Anmeldung auf einer solchen Seite, die Benachrichtigung eines teuren Abos lässt im Anschluss meist nicht lange auf sich warten. Zum Schutz vor einer solchen Masche sollten Sie darauf achten, ob Sie auf einen Button klicken müssen, der eine Kostenpflicht deutlich werden lässt. Solche Butten sind mittlerweile gesetzlich vorgeschrieben und sollen Verbraucher vor versteckten Kosten schützen.

Antiviren-Programm

Zum Schutz gegen Phishing kann die Nutzung eines Antiviren-Programms besonders nützlich sein. Aktuelle Antiviren Programme verfügen über einen Mail-Filter, der Phishing Nachrichten erkennen und aussortieren soll. Auch Mail-Programme helfen sich gegen Phishing Angriffe zu schützen. Diese Programme greifen auf so genannte „Blacklists“ zurück, die bekannte Phishing-Versender enthalten. Immer dann, wenn eine E-Mail erhalten wird und der Absender sich in dieser Blacklist befindet, wird die E-Mail aussortiert. Auch dienen Links auf IP-Adressen, die durch einen Hostnamen im angezeigten Text getarnt sind zu den Merkmalen, die von solchen Programmen genutzt werden, um Phishing E-Mails zu erkennen. So können Sie auch zum Beispiel in Ihrem Mail Programm die HTML-Darstellung und den JavaScript-Support ausschalten, da diese in den meisten Phishing-Mails vorkommen.

Eine Vielzahl solcher Programme lassen sich auch kostenlos beziehen, weshalb jeder Internetnutzer diese Möglichkeit zum Schutz vor Phishing nutzen sollte.

Die Wahl des richtigen Browsers

Auch die Wahl des richtigen Browsers kann ein Schutz gegen Phishing sein. So haben die vier meistgenutzten Browser (Internet Explorer, Firefox, Safari und Opera) einen eingebauten Basisschutz gegen Phishing. So sollten Sie auch bei der Wahl Ihres Browsers darauf achten, dass dieser über eben einen solchen eingebauten Schutz gegen Phishing verfügt.

Sicheres Onlinebanking

Vor allem bei dem Onlinebanking ist Vorsicht geboten. Sie sollten darauf achten, dass Ihr Kreditinstitut im Internetbanking eine Verschlüsselung zum Schutz anbietet. Bekannt und mittlerweile von vielen Kreditkarteninstituten genutzt ist das so genannte „Extended-Validation-SSL-Zertifikat“. Hierbei kommt es zu einer detaillierten Überprüfung des Antragsstellers durch die Zertifizierungsstelle. Wenn Sie einen aktuellen Browser benutzen, wird zudem in der Adresszeile ein zusätzliches Feld angezeigt, in dem Zertifikats- und Domaininhaber im Wechsel mit der Zertifizierungsstelle eingeblendet werden. Auch wird in einigen Browsern die Zertifizierungsstelle grün eingefärbt. So lässt sich schnell erkennen, ob die besuchte Internetseite echt ist, was ein wichtiger Schutz gegen Phishing ist.

HBCI-Verfahren

Eine weitere Schutzmaßnahme, die im Zusammenhang mit dem Onlinebanking das Phishing-Risiko minimieren soll ist die Absicherung von Transaktionen mit dem so genannten „HBCI-Verfahren“. Für dieses Verfahren bedarf es einer Chipkarte und eines entsprechenden Lesegeräts mit einer eigenen Tastatur. Wer ein solches HBCI-Verfahren nutzen will, sollte sich bei der eigenen Bank darüber erkundigen und sich ein entsprechend geeignetes Kartenlesegerät besorgen.

 

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