Phishing bei Kunden der Fidorbank?


Fidor Bank beliebtes Angriffziel für Hacker

Wir haben in den letzten Wochen Mandanten beraten, die Opfer von Phishing-Angriffen geworden sind und ihr Geld bei der Fidor Bank verloren haben. Hier scheint die Zusammenarbeit mit der Bank nach der Schilderung einiger Mandanten nicht optimal zu sein. Die Fidor Bank war am Wochenende nicht zu erreichen und Konten konnten beispielsweise nicht kurzfristig gesperrt werden.

Vorsicht mit Informationen an die Bank

Wichtig ist, dass bei einem Phishing-Angriff und dem Verlust Ihres Geldes von Ihrem Bankkonto rechtlich vorsichtig agiert wird. Sie sollten sich auf jeden Fall anwaltlich beraten lassen, da es letztendlich um die Frage geht, inwieweit die Fidor Bank für den eingetretenen Schaden aufkommen muss. Dies ist nur dann der Fall, wenn Ihnen die Fidor Bank keinen Vorsatz oder grobe Fahrlässigkeit nachweisen kann.

Nach Beobachtung sind dabei alle Informationen zum Sachverhalt, die Sie als Bankkunde Ihrer Bank, sprich der Fidor Bank, geben, von besonderer Bedeutung. Im weiteren Verlauf der Angelegenheit, insbesondere, wenn das Geld nicht zurückgeholt werden kann, werden alle Informationen im Zweifel gegen Sie verwendet. Dies gilt auch für Informationen, die Sie möglicherweise aufgrund von eigenen Vermutungen auch der Polizei gegenüber mitteilen. In weiteren Auseinandersetzungen wird die Fidor Bank auch um Akteneinsicht in das Ermittlungsverfahren bitten und so Kenntnis über die Sachverhaltsschilderung bei der Polizei bekommen.

Insbesondere, wenn Sie gegenüber der Fidor Bank schildern, dass Sie auf gefälschte E-Mails hereingefallen sind, wird dies gleich gegen Sie verwandt. Die Fidor Bank verweist dann darauf, dass der Verlust des Geldes von Ihnen verursacht wurde und Sie daher für den Schaden selber aufkommen müssen.

Typische Phishing-Mails sehen wie folgt aus

Typische Phishingmails haben im Absender der Nachricht die „Fidor Bank AG“ angegeben und verweisen im Betreff auf eine „Systemnachricht: Bestätigen Sie Ihr Fidor-Konto“ oder es wird um eine Bestätigung der neuen AGB gebeten. Die entsprechenden Mails sind in der Regel so aufgebaut, dass es inhaltlich um die Sicherheit des Online-Bankings geht und Sie aufgefordert werden, Ihre Daten zu bestätigen. Die entsprechenden Phishingmails nutzen auch das Logo der Bank und sind in der äußeren Aufmachung kaum von den Original-E-Mails der Fidor Bank zu unterscheiden.

Aktuell werden insbesondere Phishingmails mit dem Betreff „Wichtig: Aktualisierung unserer AGB von Fidor Bank AG“ übermittelt. Dabei wird als Absender die E-Mail-Adresse „fidor@bank.de“ angegeben. Weitere Absenderadressen sind möglicherweise „kontakt@sicherheit-fidor.de“ oder „kredit@fidor-veripay.com“.

Im Text heißt es dann weiter, dass die geänderten AGB als angenommen gelten, wenn Sie als Kunde den Datenabgleich erfolgreich durchgeführt haben.

Betrug auch über Telefonbanking


Wir erleben in der Praxis auch Phishing-Angriffe über SMS.

Grundsätzlich sollten Sie bei allen E-Mails der Fidor Bank vorsichtig sein, die ausdrücklich eine Bestätigung von Daten fordern. Hier liegt häufig der Versuch vor, die noch nicht vorhandenen Informationen durch eine entsprechende Datenabfrage zu erlangen.

Anwaltliche Hilfe ist notwendig

Wenn als von Ihrem Konto unberechtigterweise Geld abgebucht wurde und Ihr Geld weg ist, sollten Sie den Werbeslogan der Fidor Bank AG „Banking mit Freunden“ nicht allzu ernst nehmen. Gehen Sie nicht davon aus, dass die Bank Ihr Freund ist, sondern im Zweifel ein großes Interesse daran hat, nicht für eingetretene Schäden zu haften. Hier bedarf es entsprechender anwaltlicher Unterstützung, um keine Fehler zu machen. Wir betreuen seit Jahren bundesweit Betroffene, die Opfer von Online-Betrugsfällen sind und denen ihr gutes Geld vom Bankkonto abhandengekommen ist.

Anwaltliche Hilfe ist notwendig, sonst droht der Verlust des ganzen Geldes.

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