Phishing bei der apoBank: Geld weg, was tun?


In den Presseberichten wird darauf verwiesen, dass es eine gefälschte Website gab, die täuschend ähnlich so aussah, wie die echte Website für das Onlinebanking der apoBank. Dort sollten Kunden ihre Zugangsdaten eingegeben haben. Daraufhin hat die apoBank das Onlinebanking eingeschränkt und gestattet im Moment nur eine Überweisung mit einem begrenzten Tagesbetrag. Gerade für Lohn- und Gehaltszahlungen bei Ärzten und Apothekern ist die Begrenzung des Tagesbetrags aber sehr hinderlich. Für die Zahlung der Löhne und Gehälter sind bei mehreren Angestellten dringend größere Summen auszuzahlen.

Ein erster Schutz gegen solche Phishing-Angriffe auf das eigene Bankkonto, ist die Überprüfung, welche Internetadresse genau im Browser aufgerufen wird. Wichtig ist, dass die Adresse mit „https“ und nicht mit „http“ beginnt. Eine „https“-Verbindung ist eine verschlüsselte Verbindung zur Website, auch sollten Links, die in einer E-Mail angeboten werden, nicht für den Aufruf des Onlinebankings genutzt werden.

Apobank Konto leergeräumt? Erste Schritte und was zu beachten ist!

Wenn Sie Opfer eines Phishing-Angriffs auf Ihr Konto bei der apoBank geworden sind und Ihr Konto beraubt wurde, sollten Sie auf jeden Fall anwaltliche Hilfe in Anspruch nehmen. Sollten Sie bei der apoBank detailliert schildern, dass Sie beispielsweise auf eine gefälschte Website reingefallen sind und dort Zugangsdaten eingegeben haben, wird die apoBank vermutlich Schadensersatzforderungen ablehnen. Das gestohlene Geld wird dann nicht durch die Bank ersetzt. Hier beruft sich die apoBank vermutlich darauf, dass ein Fall der groben Fahrlässigkeit vorliegt. So argumentieren beispielsweise auch Sparkassen, Volksbanken oder andere Kreditinstitute, wenn Kunden auf eine Phishing-Mail geklickt haben oder anderweitig ihre Zugangsdaten preisgegeben haben.

Aus diesem Grund ist es notwendig, bereits in einem sehr frühen Stadium zu prüfen, welche rechtlichen Rahmenbedingungen eine Durchsetzung von Ansprüchen gegenüber der apoBank hat. Wir begleiten betroffene Bankkunden bundesweit bei der Durchsetzung von Schadensersatzansprüchen, wenn aufgrund eines Phishing-Angriffs Ihr Konto leergeräumt wurde und Ihr Geld weg ist.

Die Bank kann Schadensersatzansprüche nur abwehren und verweigern, wenn dem Kunden eine grobe Fahrlässigkeit vorgeworfen wird. Hier liegt die Beweislast für die grobe Fahrlässigkeit bei der Bank.

Zu viele Informationen können problematisch sein – auf Phishing-Fälle spezialisierten Rechtsanwalt einschalten!

Viele Bankkunden sind der irrigen Annahme, dass sie bei der Aufklärung des Sachverhalts aktiv mithelfen müssen und geben bereitwillig verschiedenste Informationen an die apoBank. Wir haben in der Vergangenheit schon Konstellationen erlebt, in denen dann im Nachgang eine Bank genau diese Informationen dann gegen den Kunden verwandt hat. Mit anderen Worten: Es ist sehr vorsichtig mit allen Informationen umzugehen, die im Rahmen eines Phishing-Falls an die apoBank übermittelt werden.

Teilweise haben wir in rechtlichen Auseinandersetzungen im Nachgang zu einem Phishing-Angriff auch erlebt, dass der Kunde letztendlich als „Gegner“ behandelt wird, unabhängig davon, ob möglicherweise schon seit Jahren und Jahrzehnten eine stabile Kundenbeziehung besteht. Einige Sparkassen, Volksbanken oder andere Kreditinstitute sind nicht für solche Phishing-Fälle versichert, sodass insbesondere bei größeren Summen das Bedürfnis besteht, die Forderungen abzuwehren.

Unsere Erfahrung nutzen, falls das Konto gehackt wurde und Geld weg ist!

Aktuell begleiten wir mehrere Mandanten gegen verschiedene Kreditinstitute in Klageverfahren, um berechtigte Ansprüche gegen Banken durchzusetzen. Hier haben wir in der Vergangenheit schon erfolgreich Ansprüche durchgesetzt. Gerade in den letzten Wochen konnten wir ein Verfahren abschließen, in dem nach der Klagerhebung eine Sparkasse in der Bundesrepublik die geltend gemachte Klageforderung nebst Zinsen vollständig anerkannt hat und so ein weiteres gerichtliches Verfahren vermieden wurde.

Gern können Sie mit uns Kontakt aufnehmen, um ein weiteres rechtliches Vorgehen abzusprechen. Wenn Sie rechtsschutzversichert sind, übernimmt die Rechtsschutzversicherung die Anwaltsgebühren im Falle eines Phishing-Angriffs. Dies kann kurzfristig vorab geklärt werden, um die Frage des Honorarausgleichs zu klären.

Wichtig ist, dass Sie sich von Abwehrmechanismen der apoBank oder anderen Kreditinstituten nicht zu schnell beeindrucken lassen. Auch hier haben wir die Erfahrung gemacht, dass manche Bankkunden nach einem „Abwehrschreiben“ der Bank auch bei größeren Summen vorschnell aufgeben. Hier empfehlen wir ebenfalls eine genaue anwaltliche Prüfung, welche Chancen Sie zur Durchsetzung Ihrer Ansprüche gegen die apoBank haben.

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