Hackerangriffe werden von Banken aus Angst vor Imageschäden nicht gemeldet


Für Kriminelle sind Banken ideale Ziele für Hackerangriffe. Es kann dort ein immenser Schaden angerichtet werden. Außerdem kann versucht werden, auf Geld zuzugreifen. Dennoch ist in der öffentlichen Diskussion wenig über Hackerangriffe auf Banken zu hören.

Einige hochrangige Banker, die anonym bleiben wollen, verweisen auf eine sehr hohe Zahl von Hackerangriffe auf britische Banken. Experten verweisen darauf, dass die Zahl der Angriffe von 5 Prozent im Jahr 2014 auf 75 Prozent im Jahr 2016 gestiegen sei. Leider lassen sich die entsprechenden Zahlen nicht weiter verifizieren.

Im Moment müssen Banken noch nicht die tatsächliche Anzahl von Hackerangriffen öffentlich bekannt geben.

Von der israelischen Cybersicherheitsfirma Illusive Networks wird im Internet auf eine große Bank verwiesen werden, die nicht näher benannt werden soll. Bei dieser Bank erfolgen pro Monat mehr als 2 Milliarden Angriffe (!). Solche Attacken reichen von virenverseuchten E-Mails an Angestellte bis zu großangelegten Angriffen und dem Ausnutzen von Sicherheitslücken. Eine überwiegende Zahl der Angriffe kann über Verteidigungssysteme, beispielsweise einer Firewall, herausgefiltert werden. Gefährliche und tatsächliche Angriffe liegen etwa bei einer Zahl von 200 pro Monat.

Hier ist die Frage, ob die gesetzlichen Anforderungen nach dem IT-Sicherheitsgesetz zukünftig eine höhere Transparenz bringen. Auch sind alle Unternehmen und auch die Behörden nach der EU-Datenschutzgrundverordnung ab dem 25.05.2018 verpflichtet, Angriffe auf personenbezogene Daten der jeweiligen Aufsichtsbehörde zu melden. Auch dies wird nach unserer Einschätzung zu einer höheren Transparenz bei den Hackerangriffen führen. Es ist auch zu erwarten, dass beispielsweise Wirtschaftsprüfer und im Bereich der öffentlichen Verwaltung die Rechnungshöfe zukünftig auf Hackerangriffe und andere Attacken auf das jeweilige IT-System genauer hinschauen. Aufgrund der zukünftigen Meldepflichten gibt es in Unternehmen und Behörden nunmehr Dokumente, die die Anzahl und die Qualität der Hackerangriffe näher ausführen und dokumentieren.

Auch zukünftig werden Banken sicherlich nicht die wirkliche Anzahl von Hackerangriffen nennen wollen, aufgrund der gesetzlichen Verpflichtungen aber zumindest gegenüber den Datenschutzaufsichtsbehörden und auch gegenüber dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) müssen.

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