Fidor Bank Problem: Manchmal hilft nur ein Anwalt


Die Fidor Bank selbst veröffentlichte dann auf der Homepage des Instituts eine Stellungnahme und wies darauf hin, dass ein planmäßig durchgeführter Serverumzug innerhalb des Rechenzentrums im Zeitraum vom 03.04. bis 04.04. „vereinzelt“ zu Störungen im Zahlungsverkehr geführt habe. Von den Störungen waren nach Auskunft der Fidor Bank u. a. Bargeldeinzahlungen, Überweisungen und auch Daueraufträge betroffen.

Genauere Angaben gab es nicht. Ob es wirklich nur vereinzelte Fälle waren, lässt sich nicht beurteilen und schwer abschätzen.

Ähnliche Probleme wie die Fidor Bank hatte vor Kurzem eine weitere Onlinebank N26. Zumindest sind Parallelen festzustellen. Die Fidor Bank war auch über das Wochenende nicht erreichbar und war dem Kundenansturm über das Telefon nicht gewachsen.

Nach wie vor melden sich auch bei uns Betroffene, bei denen Geld von einem Konto bei der Fidor Bank abhandengekommen ist. Die bisher von uns vertretenen Mandanten müssen gegenüber der Fidor Bank in den meisten Fällen ihre Ansprüche gerichtlich geltend machen.

Wir sind gespannt, ob der neue Vorstand der Fidor Bank hier eine Änderung der Strategie vornimmt und die Kunden nicht mehr im Regen stehen lässt. Bisher galt nach unserer Erfahrung die Maxime, dass außergerichtlich kein Schadensausgleich erfolgt und erst im Rahmen von gerichtlichen Auseinandersetzungen zumindest versucht wird, eine Einigung mit den Bankkunden zu erreichen.

Matthias Kröner, der bisherige CEO und Gründer der Fidor Bank, wird nach Presseberichten das Unternehmen wegen strategischer Differenzen über die zukünftige Ausrichtung der Bank verlassen. Die Bank gehört seit 2016 einer französischen Bankengruppe an.

Es gibt darüber hinaus auch Presseberichte aus dem vergangenen Jahr, dass die Fidor Bank zum Verkauf steht. Die französische Bankengruppe hatte die Fidor Bank vor zwei Jahren für rund hundert Millionen Euro übernommen und wollte diese zu einer europäischen Digitalbank ausbauen. Dieser Plan ging aber nicht auf. Mitbewerber, wie beispielsweise die N26 Bank, sind hier in der Entwicklung deutlich weiter.

Nach Presseinformationen trennte sich die Fidor Bank von Matthias Kröner in „beiderseitigem Einvernehmen“. Den Anteil von 1,5 % an der Bank verkauft der bisherige CEO an die französische Bankgruppe, wie die Presse berichtet.

In der Vergangenheit hatte sich die Fidor Bank wohl mit britischen Konsumentenkrediten verspekuliert und soll nach Veröffentlichungen in 2017 einen Vorsteuerverlust von 110 Millionen Euro gemacht haben. Die damals neuen Eigentümer bewahrten die Bank durch eine Kapitalerhöhung und Verlustgarantien wohl vor einer Insolvenz. So berichtet beispielsweise die Süddeutsche Zeitung in einer Veröffentlichung vom 01. April 2019. Aktuell sollen wohl ein Finanzinvestor und eine internationale Bank an einer Übernahme interessiert sein.

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