Klage gegen Consorsbank wegen Phishing!

Lesezeit: ca. 3 Minuten

Aktuell begleiten wir einen Mandanten gegen die Consorsbank (BNP Paribas S.A.). Unser Mandant ist Opfer eines Online-Betrugs geworden. Durch den Phishing-Angriff wurde eine erhebliche Summe von seinem Online-Bankkonto bei der Consorsbank gestohlen.

Außergerichtlich war die Consorsbank leider nicht bereit, den Schaden unseres Mandanten zu begleichen. Die Angelegenheit zog sich hin und die Consorsbank ließ ihren Bankkunden mehrere Wochen im Unklaren, ob überhaupt eine Schadensregulierung erfolgt und wann die internen Überprüfungen zu dem Schadensfall abgeschlossen sind.

Zu Recht war der Kunde nicht bereit, unbegrenzte Zeit zu warten, sondern verlangte sein Geld zurück. Trotzdem sah die Consorsbank sich nicht genötigt, hier entsprechend den gesetzlichen Regelungen den Schaden auszugleichen.

Unser Mandant beauftragte uns dann mit der gerichtlichen Geltendmachung der erheblichen Forderung. Nachdem die Klage eingereicht war, signalisierte die Consorsbank die Bereitschaft für eine außergerichtliche Erledigung. Der Bank konnte dann nur noch mitgeteilt werden, dass es nun zu spät sei und die Angelegenheit gerichtlich geklärt werden muss.

Hier haben wir in anderen Konstellationen erlebt, dass die Banken ohne lange Diskussionen die Klageforderungen ausgleichen, insbesondere dann, wenn interne Recherchen ergeben haben, dass dem Bankkunden keine grobe Fahrlässigkeit vorgeworfen werden kann. Zu dieser Erkenntnis ist Consorsbank intern wohl auch gekommen, so lassen sich zumindest die Ausführungen in der Klageerwiderung deuten. Nun versucht die Consorsbank aber, weiter zum Nachteil ihres Bankkunden zu agieren. Mit zivilprozessualen Handlungsoptionen soll erreicht werden, dass über ein sogenanntes sofortiges Anerkenntnis die Kosten des gerichtlichen Verfahrens beim Bankkunden verbleiben. Ein solches strategisches Vorgehen kann als deutlich kundenunfreundliches Verhalten angesehen werden. Für unseren Mandanten und den Bankkunden stellt sich die Frage, warum die Bank hier so „kleinteilig“ und wenig kundenorientiert mit der Angelegenheit umgeht. Es wird auch versucht, weiterhin die Schuld für den Phishing-Angriff und den Geldverlust beim Bankkunden zu suchen.

All dies ist ein erstaunliches Vorgehen, wenn man bedenkt, dass die internen Recherchen eine Zahlungspflicht ergeben haben. Auch stellt sich die Frage, warum nicht entsprechend den gesetzlichen Regelungen die Bank den Schaden einfach ausgleicht und dann im Nachgang zivilprozessual der Rechtsstreit für erledigt erklärt wird. Dann muss das Gericht nur noch über die Kosten entscheiden. Auf diese Idee scheint die Bank aber nicht zu kommen. Weitere Wochen und Monate muss der Bankkunde auf den Ausgleich seines Schadens warten.

Insgesamt ist festzustellen, dass das Verhalten der Bank nicht den Eindruck erweckt, dass kurzfristig eine Schadensregulierung erfolgt und im Interesse des Kunden gehandelt wird.

Wenn Sie Opfer eines Phishing-Angriffs geworden sind und ihr Geld weg ist, empfehlen wir auf jeden Fall eine Unterstützung durch rechtsanwaltliche Beratung. Offensichtlich nimmt die Consorsbank die gesetzliche Regelung zum Schadensausgleich nicht ernst und es bedarf einer deutlichen rechtlichen Positionierung. Möglicherweise ist auch ein schnelles gerichtliches Verfahren notwendig, um berechtigte Ansprüche durchzusetzen. Wir raten allen Bankkunden, sich diesbezüglich weder von Consorsbank noch von einer Sparkasse, Volksbank oder anderen Bank hinhalten zu lassen.

Wir helfen Ihnen, Ihre berechtigten Ansprüche sicher und kurzfristig durchzusetzen, und scheuen auch gerichtliche Verfahren gegen die großen Banken nicht.

 
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Rechtsanwalt Thomas Feil in den Medien

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