Mittelherkunftsnachweis bei Bitpanda einreichen? Worauf muss ich achten?

Lesezeit: ca. 4 Minuten

Sollten Sie von der Kryptowährungs-Börse Bitpanda aufgefordert werden, einen Mittelherkunftsnachweis zu erbringen, lesen Sie unbedingt weiter.

Aufgrund der Geldwäschegesetzgebung und der Gesetze zur Verhinderung von Terrorfinanzierung ist Bitpanda dazu verpflichtet, solche Mittelherkunftsnachweise unter Umständen anzufordern.

Werden die Mittelherkunftsnachweise zu Ihren Bitcoins, Kryptowährungen und Euro-Guthaben nicht, nicht zeitnah genug oder nicht ordnungsgemäß erbracht, droht die Sperre des Accounts und/oder Sperre bezüglich der dort lagernden Assets und Guthaben.

Mittelherkunftsnachweis und Bitpandas Motivation verstehen!

Bitpanda fordert Sie nicht zum Spaß auf, Mittelherkunftsnachweise einzureichen. Es kann sogar gesagt werden, dass Bitpanda hierdurch die Beziehung zu den eigenen Kundinnen und Kunden gefährdet.

Hieran hat Bitpanda sicher kein Interesse.

Allerdings gibt es EU-Richtlinien zur Prävention von Geldwäsche und Terrorfinanzierung, die in nationale Gesetze gegossen nun mehr Eingang im FM-GwG (Finanzmarkt-Geldwäschegesetz) gefunden haben (österreichisches Recht – Pendants dazu gibt es in anderen Jurisdiktionen ebenso).

Bitpanda muss das also tun. Die Mittelherkunftsnachweise zu Bitcoins, Kryptowährungen und Fiatguthaben müssen angefordert werden.

Doch wie oft? Mit welchem Umfang? Was, wenn es keine Herkunftsnachweise gibt? Oder wenn Bitpanda Ihre Herkunftsnachweise nicht akzeptiert?

Beispiele für Herkunftsnachweise bei Bitpanda

Von Bitpanda werden u.a. Gehaltsabrechnungen, Steuererklärungen und Transaktionshistorien verlangt.

Es reicht daher nicht aus, Bitpanda nur mündlich oder per Mail mitzuteilen, dass die Bitcoins oder andere Kryptowährungen da oder dort erworben worden sind. Wenn es um Euro-Guthaben geht, ist nicht ausreichend, als Herkunftsnachweis irgendeine Quelle zu benennen.

Der Herkunftsnachweis muss auf “die Geschichte Ihres Geldes” und/oder “die Geschichte Ihrer Assets” gerichtet sein.

Wichtig zu verstehen ist, dass der Mittelherkunftsnachweis nicht nur verlangt darzulegen, woher die Bitcoins, Kryptowährungen oder Euro-Guthaben stammen (z.B. Ihre Wallet oder Ihr Girokonto), sondern die ursprüngliche Quelle dieser Assets und Guthaben nachzuweisen.

Wieso wir die Mittelherkunftsnachweise und Bitpandas Vorgehensweise problematisch finden

Als spezialisierte Rechtsanwaltskanzlei, die sich mit Bitcoins, Kryptowährungen und dem Trading diesbezüglich auskennt, müssen wir die Herkunftsnachweise wie sie von Bitpanda gefordert werden, deutlich in Frage stellen.

Beispielsweise belegt die Einreichung einer Steuerklärung keineswegs irgendwelche Quellen oder ursprünglichen Zahlungswege. Anders gesagt: auch Geldwäscher und Terroristen verfügen unter Umständen über eine “schön aussehende” Steuererklärung. Die Steuererklärung allein ist daher als Nachweis für oder gegen Geldwäsche gar nicht geeignet.

Auch eine Gehaltsabrechnung ist nicht so aussagekräftig wie es sich Bitpanda vielleicht wünscht. Denn hieraus ergibt sich nicht, wie viel des erhaltenen Gehalts die zu überprüfende Person gespart hat, gespart haben konnte oder noch sparen wird.

So einfach ist es mit den Mittelherkunftsnachweisen daher nicht.

Bitpanda fordert eine Menge Daten an, aber es muss die Frage gestellt werden, ob diese Daten überhaupt geeignet und erforderlich sind, die EU-Richtlinie und die nationalen Gesetze bezüglich Geldwäsche und Terrorfinanzierung umzusetzen.

Datensammelwut mit Mittelherkunftsnachweisen?

Spannend ist sodann die Frage, was eigentlich geschieht, wenn Sie die Herkunftsnachweise bei Bitpanda erbringen. Dann liegen bei Bitpanda umfangreiche Finanzdaten zu Ihnen vor, und zwar nicht nur zu Ihren Bitcoins, Kryptowährungen und Euro-Guthaben.

Denken Sie an die Steuererklärung – dort stehen Daten, die nichts mit Bitcoins, Kryptowährungen oder Euro-Guthaben zu tun haben dürften.

Bitpanda sammelt dann also fleißig diese Mittelherkunftsnachweise, und dann?

  • Wann werden diese Daten gelöscht?
  • Wer kann darauf zugreifen?
  • In Steuererklärungen können sogar gesundheitsbezogene, sensible Daten gespeichert sein – weiß Bitpanda das?
  • Sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beim Bitpanda-Support überhaupt qualifiziert, solche Daten zu verarbeiten?
  • Was geschieht bei einem Hackingangriff auf Bitpanda oder einem Leak?

Wir mögen den Gedanken dieser Art der Herkunftsnachweise daher nicht. Es sind zu viele Fragen offen.

Bitpanda ist keine Strafverfolgungsbehörde!

Gruselig wird dies alles erst, wenn die Bitcoins, Kryptowährungen und Euro-Guthaben der Kundinnen und Kunden gesperrt werden, weil kein oder ein nicht ausreichender Herkunftsnachweis erbracht wurde.

Seit wann ist Bitpanda wie eine Strafverfolgungsbehörde tätig, die Assets und Geld “einfrieren” kann?

Wenn Bitpanda einen Geldwäscheverdacht hegt, muss dies der zuständigen Behörde übermittelt werden. Stand jetzt verfügt Bitpanda über das Guthaben und die Bitcoins und Kryptowährungen der Kunden wie eine Behörde, die strafrechtliche Ermittlungen anordnen kann.

Wir sehen das nicht nur kritisch, sondern halten das Einfrieren von Assets und Guthaben unter Umständen für rechtswidrig und möglicherweise strafbar.

Unsere Hilfestellung für Sie!

Sollten Sie Probleme mit dem Mittelherkunftsnachweis haben, können Sie uns gern unverbindlich Ihren Fall per Mail schildern.

Schicken Sie uns gern auch den Schriftwechsel mit Bitpanda zu. Wir melden uns mit einer kostenfreien Ersteinschätzung zurück.

Bei eingefrorenen Guthaben, Bitcoins und anderen Kryptowährungen sollte zeitnah agiert werden, da Sie sonst unberechenbaren Kursrisiken ausgesetzt sein könnten.


2% unseres Gesamtumsatzes spenden wir an die Welthungerhilfe
 
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Rechtsanwalt Thomas Feil in den Medien

26 Kommentare zu “Mittelherkunftsnachweis bei Bitpanda einreichen? Worauf muss ich achten?
  • 12. Januar 2022 um 12:01 Uhr
    Jens Behrens says:

    Ich bekam am 10.12.2021 , eine Email von Bitpanda das ich eine Transaktion imitiert habe welche eine automatische Überprüfung meiner Mittelherkunft auslöste. Zudem hatte ich 2 mal BTC auf eine andere Wallet verschoben. Von diesen Transaktionen soll ich den Empfänger und den Zweck angeben. Diese wurden dieses Jahr im Juni und Juli getätigt. Ich habe öfters mit der Kreditkarte von Bitpanda gezahlt und hatte mir letzte Woche 2450 Euro auszahlen lassen, danach kam die Email.
    Das Geld hatte ich aber auf mein Sparkassenkonto erhalten.
    Ich hatte vor Jahren einen Kreditvertrag aufgenommen um Kryptowährungen zu kaufen ,zudem Habe ich ab und an auch mein Erspartes durch meine Arbeit erwirtschaftetes Geld eingezahlt. Leider habe ich auch keine aktuelle Steuererklärung.
    Leider sind meine Unterlagen zum Kredit nicht mehr auffindbar. Wie sollte ich mich verhalten ? Bzw. könnte ich durch Kontoauszüge von meiner Sparkasse auf der diese Transaktionen ersichtlich sind das regeln ?

    • 12. Januar 2022 um 12:57 Uhr

      Guten Tag Herr Behrens,

      vielen Dank für Ihre Fragen zu Bitpanda und dem Mittelherkunftsnachweis. Wenn wichtige Kreditunterlagen nicht mehr auffindbar sind, gibt es Möglichkeiten, diese rechtlich wiederzubeschaffen. Die Auszüge aus dem Kontoverlauf sind hier sicherlich auch ein guter Nachweis, der bei Bitpanda eingebracht werden kann.

      Falls es zu Problemen kommen sollten, melden Sie sich gern erneut.

      Mit freundlichen Grüßen
      Rechtsanwalt Thomas Feil

  • 12. Januar 2022 um 10:12 Uhr
    S. R. says:

    Sehr geehrter Herr Feil,

    ich wende mich an Sie, da ich Ihren Rechtstipp “Mittelherkunftsnachweis von Bitpanda gefordert? Was tun?” gelesen habe.

    Ich möchte ETH auf meinen Ledger transferieren, kann dies aber nicht, da Bitpanda meine Auszahlung deaktiviert hat. Ich bin Rentnerin und habe das Geld durch meine Arbeit zusammengespart. Nun Komme ich nicht an mein Geld mehr heran. Wenn nötig, kann ich das Geld nachweisen, aber ich finde es eine Frechheit.

    Lieben Gruß
    S. R.

    • 12. Januar 2022 um 12:56 Uhr

      Guten Tag R.,

      vielen Dank für Ihre Anfrage zur Mittelherkunft bei Bitpanda. Eine einfache Transaktion Ihrer ETH zu Bitpanda müsste funktionieren – was dann allerdings passieren kann, ist dass im Anschluss an die Einzahlung die Auszahlung gesperrt wird. Ist es denn bereits zu einer Sperre gekommen? Wenn Sie das Geld angespart hatten, kann dies mit anwaltlicher Hilfe sicher gut nachgewiesen werden. Wir sind mittlerweile fast täglich mit Bitpanda in Kontakt.

      Ich schicke Ihnen eine Mail.

      Mit freundlichen Grüßen
      Rechtsanwalt Thomas Feil

  • 11. Januar 2022 um 10:06 Uhr
    Maria Weiß says:

    Guten Tag Herr Rechtsanwalt Feil,

    ich bin auf sie gestoßen als ich zu Thema Mittelherkunftsnachweis bei Bitpanda gesucht habe.

    Hier mein Anliegen.

    Ich habe alle meine Kryptowährungen bei Bitpanda gekauft.
    Im Jahr 2021 lernte ich zufällig jemanden kennen, der sich mit Krypto auszukennen schien und der mir empfahl, doch die Bitcoin nicht sinnlos liegen zu lassen sondern diese zu vermehren.

    Also zog ich ca. 0,1 BTC vom Bitpanda Konto auf ein externes Wallet welches er für mich erstellte.

    Von da aus investierte er sie auf verschiedenen Seiten im Internet und sagte, dass man da jetzt seine BTC und Gewinne bekommt.

    Ende vom Lied, es kamen insgesamt nur ca. 0.07 BTC zurück, die Seiten gab es dann irgendwann nicht mehr und er war auch verschwunden.

    Er hat sicher schöne Provisionen abkassiert.

    Ich saß nun da mit meinem Rest BTC und mir fiel nichts besseres ein, diese im August 21 auf mein Bitpanda Depot zu transferieren, da ich nun auch noch Angst hatte eventuell das Wallet zu verlieren falls der Rechner mal kaputt geht…

    Erst einmal passierte auch gar nichts und ich konnte im September 21 auch noch Auszahlungen auf mein Referenzkonto von Bitpanda tätigen.

    Als ich das erneut im Dezember machen wollte forderten sie nun einen Mittelherkunftsnachweis und sagten ich kann nur noch einzahlen und traden.

    Nun sitze ich da, Bitpanda schrieb mich wieder an, die Kaufbelege für die BTC zu senden. Doch ich habe nur noch Zugriff auf die Wallets wo die Transaktionen zu sehen sind kann aber keine Sender Adressen oder Namen belegen wie gefordert.

    Denn auch wenn ich die BTC ursprünglich auf Bitpanda gekauft habe, sind es ja nun nicht mehr “die gleichen” Coins.

    Wie schätzen Sie die Situation ein und was kann ich tun.

    Vielen Dank wenn Sie mir dazu Hilfestellung geben können.

    Mit freundlichen Grüßen
    Maria Weiß

    • 11. Januar 2022 um 11:32 Uhr

      Guten Tag Frau Weiß,

      vielen Dank für Ihre Anfrage zu Bitpanda und dem Mittelherkunftsnachweis. Vermutlich erkennt Bitpanda diese Bitcoins nicht mehr, was bedeuten könnte, dass Sie nun andere Bitcoins haben als zuvor. Das ist definitiv ein Problem. Hier müssten wir anwaltliche Korrespondenz mit Bitpanda führen, um das Konto freigeschaltet zu bekommen und möglichst die Bitcoins auch nachweisen zu können.

      Dass Ihr Account bei Bitpanda nun für Auszahlungen gesperrt ist, ist leider ein übliches Vorgehen von Bitpanda. Unserer Ansicht nach ist eine solche Sperre nicht gerechtfertigt.

      Sie erhalten weitere Informationen per Mail.

      Mit freundlichen Grüßen
      Rechtsanwalt Thomas Feil

  • 11. Januar 2022 um 07:27 Uhr
    Jalil S. says:

    Sehr geehrter Herr Feil,

    am 21.12.2021 hat Bitpanda einen Mittelherkunftsnachweis von mir angefordert. Ich beziehe meine BTC Zahlungen als Affiliateprovisionen und habe diese auf mein Bitpanda Konto eingezahlt.
    Bei einer Anforderung einer Euro-Auszahlung auf mein Konto, kam es jetzt zu dieser Anforderung, der ich direkt nachgekommen bin und alle mir zur Verfügung stehenden Unterlagen per Mail eingereicht habe.
    Nun habe ich vor ein paar Tagen per Mail den Bearbeitungsstatus nachgefragt, und folgende Antwort erhalten.

    Hallo Heiko,

    die Bearbeitungszeit hängt von mehreren Faktoren ab, weshalb eine Einschätzung dieser schwierig bis unmöglich ist.

    Dein Mittelherkunftsnachweis liegt aktuell noch der überprüfenden Abteilung vor, sobald es neue Informationen diesbezüglich gibt, werden wir dich unverzüglich kontaktieren.

    In der Zwischenzeit müssen wir dich noch um etwas Geduld bitten und danken für dein Verständnis.

    Beste Grüße
    Josua
    Bitpanda Plus

    Da ich von diesen Einnahmen meine sämtlichen laufenden Kosten bestreite, bin ich von heute auf morgen in einer finanziellen Notlage. Ich kann ab dem nächsten Monat weder Miete noch Krankenversicherung zahlen. Ich weiß einfach nicht weiter und hoffe Sie können mir eventuell weiterhelfen.

    Beste Grüße
    Jalil S.

    • 11. Januar 2022 um 11:30 Uhr

      Guten Tag Herr S.,

      vielen Dank für Ihre Anfrage zu Bitpanda und dem Mittelherkunftsnachweis. Die Nachweise für Ihre Bitcoins sind wohl etwas schwieriger als normalerweise, da Sie diese als Provisionen erhalten haben. Das heißt aber nicht, dass dies zu einem unlösbaren Problem mutieren muss.

      Wir können Sie gern dabei unterstützen, gegenüber Bitpanda die Mittelherkunft entsprechend nachzuweisen. Hierfür würden wir u.a. Ihre Unterlagen und die Provisionshistorie genau aufarbeiten müssen.

      Ich schicke Ihnen eine Mail.

      Mit freundlichen Grüßen
      Rechtsanwalt Thomas Feil

  • 7. Januar 2022 um 13:38 Uhr
    Günther Salis says:

    Sehr geehrter Herr Feil,

    aufgrund positiver Internet-Bewertungen in ähnlich gelagerten Fällen, wende ich mich mit einer unverbindlichen Anfrage an Sie:

    Seit Oktober diesen Jahres interessiere ich mich für den Kauf von Kryptowährungen. Ich habe auch schon für einen erheblich Betrag solche Käufe getätigt. Im Sinne einer sauberen Trennung von meinen anderen Girokonten habe ich für diese Geschäfte ein Girokonto bei der ING Diba eröffnet, um dort Geldeinlagen zu tätigen und von dort aus an BISON zu überweisen. Ein eigenes Girokonto ist Voraussetzung für den Handel von Krypto bei BISON.

    Zur Finanzierung der Käufe hatte ich 18000 EUR direkt auf das Girokonto bei der ING DIba überwiesen. Von dort habe ich dann an BISON überwiesen.

    Vor einigen Tagen erreichte mich das beigefügte Schreiben der ING-Diba mit der Aufforderung eines Mittelherkunftsnachweises.

    Ich muss gestehen, dass mich dieses Schreiben schockiert und verärgert hat, denn mit so etwas hatte ich nicht gerechnet. Vor allem weil die Aufforderung nicht schon gleich nach den ersten Einzahlungen, sondern erst am Jahresende gekommen ist, wo alle Teilbeträge schon längst verbucht waren.

    Ich habe nun das Problem, dass ich nicht weiß, wie ich auf dieses Schreiben richtig reagieren soll, da mir ein schlüssiger Nachweis nicht möglich ist. Andererseits möchte ich auf keinen Fall unschuldig in Schwierigkeiten geraten. Alle Mittel stammen aus versteuerten Einkommen. Ich habe keine Ahnung, wie ich dies jetzt noch nachweisen soll. Ich habe weder eine Erbschaft gemacht, noch gab eine größere Geldzuwendung, die ich einfach belegen könnte. Es war einfach ein langsamer Aufbau aus erspartem Geld.

    Aus eine gewissen Panik heraus habe ich auch schon zwei E-Mails als Antwort an die ING Diba geschickt

    Meine Fragen Sie: Was kann ich angesichts dieser sehr prekären Situation nun unternehmen? Inwieweit können Sie mir dabei behilflich sein?

    Ich freue mich auf Ihre Antwort und bedanke mich bereits im Voraus.

    Mit freundlichen Grüßen

    Günther Salis

    • 7. Januar 2022 um 14:19 Uhr

      Guten Tag Herr Salis,

      vielen Dank für Ihre Anfrage zum Mittelherkunftsnachweis. Im Grunde gehen ING und Bison hier genauso vor wie etwa Bitpanda. Es gelten die gleichen gesetzlichen Bestimmungen.

      In Ihrem Falle müssten wir genau prüfen, welche Geldströme wir in welcher Form überzeugend darstellen können. Das wird etwas Arbeit erfordern, aber es “muss” ja gemacht werden, da ansonsten eine Kündigung seitens der ING droht. Und auch die nächste Bank wird letztlich vermutlich mit der gleichen Fragestellung auf Sie zukommen. Es lohnt sich daher, hier einmal alles ordentlich aufzubereiten, um zukünftig entspannt Vermögensbewegungen vornehmen zu können.

      Sie erhalten eine Mail von mir.

      Mit freundlichen Grüßen
      Rechtsanwalt Thomas Feil

  • 4. Januar 2022 um 08:07 Uhr
    Ruben Sacher says:

    Guten Tag,

    Ich habe eine Mittelherkunftsnachweis Aufforderung von Bitpanda bekommen, mit der nicht ganz wortwörtlichen Bitte, alle Kontoauszüge seit 2018 einzureichen.

    Das möchte ich selbstverständlich nicht tun.

    Können Sie mir hier weiterhelfen?

    • 4. Januar 2022 um 16:05 Uhr

      Guten Tag Herr Sacher,

      vielen Dank für Ihre Anfrage zum Mittelherkunftsnachweis bei Bitpanda. Wir können Ihnen sicherlich weiterhelfen, allerdings kann es sein, dass dennoch Nachweise einzureichen sind. Dass aber “alle Kontoauszüge seit 2018” angefordert werden, halte ich für rechtswidrig. So soll der Nachweis nicht erbracht werden, sondern wenn überhaupt, dann konkret auf einzelne Transaktionen hin gesehen.

      Ich schicke Ihnen eine Mail.

      Mit freundlichen Grüßen
      Rechtsanwalt Thomas Feil

  • 7. Dezember 2021 um 15:41 Uhr
    S.K. says:

    Sehr geehrter Herr Feil,

    ich wende mich an Sie, da ich Ihren Rechtstipp “Mittelherkunftsnachweis von Bitpanda gefordert? Was tun?” gelesen habe.

    Ich habe seit dem Jahre 2018 wöchentliche Zahlungen/ Sparplan und kleinere Einmalzahlungen hin und wieder von meinem Privatkonto an Bitpanda eingezahlt. Bei einer jetzt gewünschten Transaktion von Bitcoin in Höhe von 800€, wurde diese geprüft und ein Mittelherkunftsnachweis gefordert. Ich habe eine Umsatzliste von meinem Konto hingeschickt und die gesamten Kontoauszüge des letzten Jahres. Ich bin selbständig und erhalte Provisionen, die auf den Kontoauszügen ersichtlich sind.

    Die Antwort von Bitpanda war:
    Team Bitpanda (Nico) (Bitpanda Support)

    Hallo,
    wir bedanken uns für deine Unterlagen.
    Könntest du uns noch bitte folgende Unterlagen zukommen lassen:
    Handelsregisterauszug deiner Firma
    Jahresabschluss 2020
    Gewinnausschüttungsvertrag
    privater Einkommenssteuerbescheid (mit allen Seiten) welcher nicht älter als aus dem Jahr 2018 ist

    Jahresabschluss der Firma gibt es erst bis 2019, privater EStBescheid habe ich auch nicht und hab auch keine Lust soviel Unterlagen bereitzustellen nachdem ich schon seit 2018 einzahle und das ganze von einem laufenden deutschen Konto.

    Was kann ich tun Herr Feil?

    • 7. Dezember 2021 um 15:52 Uhr

      Guten Tag,

      erstaunlich, dass Bitpanda nun sogar einen Mittelherkunftsnachweis für Einzahlungen in Höhe von “nur” 800 Euro verlangt. Unsere bisherige Erfahrung ist, dass Bitpanda zwar fleißig Nachweise einfordert, diese dann aber nicht zeitnah bearbeitet. Das finden wir nicht nur unfair, sondern auch rechtswidrig. Wer nicht die Kapazitäten hat, Nachweise zeitnah zu bearbeiten, sollte diese auch nicht anfordern – und erst Recht nicht für die Dauer der Bearbeitung eine Sperre verhängen, die die betroffene Person gar nicht beeinflussen kann.

      Die Kontoauszüge an sich werden hier vermutlich nicht weiterhelfen. Denn daraus ergibt sich nicht immer, woher das Geld letztlich stammt. Bei Ihrem Fall müsste man die Einkommenssituation etwas genauer darlegen. Dabei können wir Ihnen gern helfen.

      Es sollten auch nicht unbedingt “alle Daten” eingereicht werden, da nicht klar ist, wie Bitpanda datenschutzrechtlich mit diesen angesammelten Daten verfährt. Hierzu erhalten Sie eine gesonderte Mail von mir.

      Mit freundlichen Grüßen
      Rechtsanwalt Thomas Feil

  • 30. November 2021 um 13:19 Uhr
    Marcel says:

    Sehr geehrter Herr Feil,

    Seit über einer Woche befinde ich mich im Streit mit der Bitpanda GmbH.
    Durch Ihren Artikel über den Mittelherkunftsnachweises bin ich auf Sie aufmerksam geworden. Die Platform Bitpanda forderte mich nachdem ich einen 4-stelligen €-Betrag sowie zwei weitere Cryptowährungen auszahlen wollte auf, einen Mittelherkunftsnachweis zu liefern obwohl es dazu keinen Anlass gibt. Angeblich auf Grund des Geldwäschegesetzes. Die Auszuzahlenden Mittel sind Gewinne aus Kursanstiegen von Kryptowährungen, die auf meinem Profil bei Bitpanda lagen. Nach ungefähr 15 Support E-Mails in denen ich immer nur mit Standart-Floskeln zur “Geduld” aufgefordert wurde, platzt mir bald der Kragen. Ich glaube, dass hier bewusst versucht wird, die Auszahlung zu verzögern. Mir sind durch die fehlenden Gelder bereits andere finanzielle Schäden entstanden bzw. Kursgewinne verloren gegangen, da ich das Geld anderweitig am Dienstag investieren wollte. Jetzt haben wir Freitag und ich kann auf nichts zugreifen..
    Des weiteren gab es einen Airdrop für die Währung XRP (Ripple) in Form von FLR und SGB für alle Halter der Währung XRP. Bitpanda hat diese Airdrops nicht ausgeführt und wohl die Funds für sich behalten, was eben eine grob rechtswidrige Handlung darstellt. Es gibt bereits hunderte von Menschen auf den Sozialen Medien, die immer wieder den Kontakt zu Bitpanda suchen aber ignoriert oder geblockt werden. Ich wurde z.B. eben auf twitter von Bitpanda blockiert nachdem ich mein Entsetzen über deren Vorgehensweisen dargelegt habe.

    Ich möchte alles in meiner Machtstehende tun, dieses Unternehmen abzumahnen. So eine Organisation sollte keine Bankenlizenz/Exchange Lizenz besitzen, schon gar nicht im Raum Österreich/Deutschland in dem ja sonst alles so bürokratisch nach Recht und Ordnung schreit.

    Marcel

    • 30. November 2021 um 13:34 Uhr

      Guten Tag Marcel,

      vielen Dank für Ihre Anfrage. Es ist nicht unüblich, dass Kryptobörsen wie Bitpanda den Mittelherkunftsnachweis einfordern. Sowohl für Einzahlungen in Euro, als auch für Kryptowährungen – oder beides. Insofern ist dies zunächst kein auffälliges Verhalten. Wenn es dabei aber zu Problemen kommt, die zu Vermögensschäden anwachsen können, sollten Sie dies juristisch prüfen lassen.

      Ich melde mich per Mail bei Ihnen.

      Mit freundlichen Grüßen
      Rechtsanwalt Thomas Feil

  • 23. November 2021 um 13:08 Uhr
    Ken Müller says:

    Seit dem 1. Dezember lebe ich in Chile-Südamerika, da ich unter anderem dem deutschen Bürokraten-Wahnsinn aus dem Weg gehen wollte, habe deshalb auch kein deutsches Konto mehr!
    Ich habe 1x 100 und beim 2. mal Bitcoin im Wert von 4000€ über Bitpanda getauscht und an mein Revolut Konto gesendet, kein Problem. Bei den nächsten 5000€ wollten Sie dann eine Identifizierung, Selfie von mir mit Pass, und 2 Wochen später teilten sie mir mit das sie mit Revolut nicht kooperieren!
    Ok, habe ich die 4000€ zu meinem Transferwise Konto geschickt, kein Problem, bei den nächsten 4000€ kam dann eben die Nachricht zur Mittelherkunftsnachweis, und über googeln bin ich jetzt bei Ihnen!
    Liegt es nur an Bitpanda, oder an den Online Banken Revolut und Transferwise, da meine andere Börse CEX auch nicht mehr mit denen kooperiert?
    Bin gerade dabei ein Konto bei der DKB zu eröffnen!
    Aber mit der Datensammlung über zig Benutzer bin ich komplett Ihrer Meinung, das muss unterbunden werden!
    Danke im Voraus für eine erste Einschätzung der Sachlage.

    • 23. November 2021 um 13:41 Uhr

      Guten Tag Herr Müller,

      vielen Dank für Ihre Fallschilderung zum Mittelherkunftsnachweis bei Bitpanda. In der Tat nimmt diese Sache mittlerweile “Fahrt auf” und belastet viele Personen. Es geht im Kern darum, eine möglichst lückenlose Dokumentation herzustellen, die für Bitpanda nachvollziehbar ist. Eins vorweg: dauerhaft Guthaben von Kunden einbehalten darf keine Kryptobörse. Insofern kann hier stets Abhilfe geschaffen werden – entweder durch Erbringung der Herkunftsnachweise, oder durch Abziehen des Gesamtguthabens.

      Ich schicke Ihnen eine Mail.

      Mit freundlichen Grüßen
      Rechtsanwalt Thomas Feil

  • 21. Oktober 2021 um 13:54 Uhr
    F.D says:

    Sehr geehrter Herr Rechtsanwalt Feil,
    ich spiele mit den Gedanken meine Assets zu verkaufen und auszuzahlen, jdeoch macht mich die Herkunftsnachweissache etwas mulmig. Ich bin Student, hatte mal für ein Jahr gearbeitet, lag dabei unter dem Grundfreibetrag. Aus diesem Grund habe ich auch keine Steuererklärung abgeegeben. Jetzt verlangt Bitpanda eine Steuererklärung etc. ich bräuchte hierbei ihre Expertise.
    M.f.G

    • 21. Oktober 2021 um 14:17 Uhr

      Guten Tag,

      dass Sie keine Steuererklärung haben oder einreichen können/wollen, ist kein Problem. Der Mittelherkunftsnachweis steht und fällt NICHT mit einer Steuererklärung. Ich schicke Ihnen eine Mail.

      Mit freundlichen Grüßen
      Rechtsanwalt Thomas Feil

  • 2. Juni 2021 um 09:27 Uhr
    Jan Schwilden says:

    Sehr geehrter Herr Feil,
    ich benötige dringend Ihre juristische Expertise. Bitpanda hat mich ohne Vorwarnung gesperrt und verlangt Mittelherkunftsnachweise, allerdings habe ich für mein eigenes Geld keine solche Nachweise. Außer Gehaltsabrechnungen kann ich im Grunde nichts vorweisen. Diese habe ich dort vorgelegt. Keine Antwort. Der Support stellt sich seit Tagen tot. Für mich ist es aber jetzt kriegsentscheidend, mein Geld (es ist ja meins!) dort wieder abbuchen zu können. Bitte teilen Sie mir Ihre Konditionen mit und nehmen Sie Kontakt mit mir auf.
    Beste Grüße
    Jan Schwilden

    • 2. Juni 2021 um 10:00 Uhr

      Guten Tag Herr Schwilden,

      die Mittelherkunftsnachweise, die Bitpanda verlangt, können teilweise gar nicht erbracht werden, da jeder Fall anders liegt. Uns sind Fälle bekannt, in denen Personen beschenkt wurden, über die Schenkungen jedoch keine Aufzeichnungen gemacht haben (was auch legal ist). Mittelherkunftsnachweise müssen dann anderweitig erbracht werden.

      Ich schreibe Ihnen eine Mail.

      Mit freundlichen Grüßen
      Rechtsanwalt Thomas Feil

  • 31. Mai 2021 um 09:19 Uhr
    A. Mirovic says:

    Hallo Herr Feil,
    mein Mittelherkunftsnachweis wird seit mehreren Wochen bei Bitpanda nicht bearbeitet. Anfragen an den Support ergeben immer nur weitere Vertröstungen, man sei in der Warteschlange etc. Mittlerweile mache ich mir Sorgen um meine funds, denn ich habe mir nichts zu Schulden kommen lassen und die geforderten Mittelherkunftsnachweise ehrlich eingereicht. Was kann jetzt getan werden, damit das von Bitpanda freigeschaltet wird?
    Ich bin für jede Antwort dankbar
    Mirosvic

    • 31. Mai 2021 um 10:02 Uhr

      Guten Tag Herr Mirovic,

      Bitpanda bearbeitet die Mittelherkunftsnachweise erfahrungsgemäß zeitnah. Wenn nicht, kann dies entweder bedeuten, dass Bitpanda zeitweise überlastet ist, oder dass Ihre Mittelherkunftsnachweise einer gesonderten, tieferen Prüfung bedürfen. Unserer Ansicht nach ist Bitpanda jedoch verpflichtet, Mittelherkunftsnachweise unverzüglich zu prüfen, da nun einmal durch Kursrisiken und andere Risiken die Guthaben und Kryptowährungen der Kundinnen und Kunden gesperrt und in Gefahr sind.

      Ich schreibe Ihnen eine Mail mit einem Vorschlag zur weiteren Vorgehensweise.

      Mit freundlichen Grüßen
      Rechtsanwalt Thomas Feil

  • 27. Mai 2021 um 23:07 Uhr
    T. K. says:

    Sehr geehrter Herr Rechtsanwalt Feil,
    nun hat es mich auch erwischt. Ich soll einen Mittelherkunftsnachweis für eine Bitcoin-Einzahlung erbringen. Dabei habe ich aus verschiedenen Gründen Schwierigkeiten, ich fühle mich da auch unter einen Generalverdacht gestellt. Die Bitcoins habe ich bereits seit 2016, das kann ich auch nachweisen, aber ich möchte nun ungern meine ganzen Gehaltsabrechnungen und Steuererklärungen etc. hochladen. Das kann es doch nicht sein. Ich habe aber auch Angst, nun gesperrt zu bleiben und meine Bitcoins nicht wieder zu bekommen. Ich komme aus der Schweiz, vertreten Sie das dennoch?
    Mit freundlichen Grüßen
    T. K.

    • 28. Mai 2021 um 14:50 Uhr

      Guten Tag,

      wir vertreten Mandantinnen und Mandanten in den Fällen der Herkunftsnachweise ganz gleich wo der Wohnsitz ist.

      Ich schreibe Ihnen eine Mail.

      Mit freundlichen Grüßen
      Rechtsanwalt Thomas Feil

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