Marken und Emotionen (Teil 1)

Marken und ihre suggestive Kraft – Produkte und Dienstleistungen müssen in erster Linie durch ihre Qualität und das Preis/Leistungs-Verhältnis überzeugen. Allerdings genügt dies oft nicht mehr aus, um das nötige Vertrauen der Kunden in neuere Produkte und Dienstleistungen zu beschwören – gerade im Internet ist es für den Vertragsschluss essentiell, dass Kunden dem Unternehmen, und damit der Marke, dem sogenannten “Image” nahezu blind vertrauen, um die Kaufentscheidung positiv zu fällen. Hier kommt es also auch darauf an, welcher “Unternehmensgeist” sich in der Marke manifestiert. Bei Produkten von Global Playern wie Apple, Samsung, Amazon oder Google sind die Kunden weitaus häufiger bereit, auch einen “Blindkauf” zu wagen – nicht ausschließlich wegen der Größe der Unternehmen an sich, sondern mit dem Vertrauen, dass diese Unternehmen über die Jahre in ihre Marken aufbauen konnten.

Was macht diese Marken zu etwas so Besonderem?

Zugegeben: die Qualität der Produkte von Apple, Samsung, Amazon und Google ist überragend. Allerdings nutzen diese Unternehmen noch viel mehr, um den Kunden zu binden. Die Marken dieser Unternehmen werden zu wahren Statussymbolen, die Kunden identifizieren sich damit, sie werden Teil von Apple, Samsung, Amazon und Google. Dies löst positive Emotionen beim Kunden aus, heutzutage “kauft” man sich einen Teil seiner Identität über die Produkte, die man erwirbt. Und so wie die Kunden sich durch ihren natürlichen Lebenslauf weiterentwickeln, so gehen auch diese Marken Schritt für Schritt mit, verpassen keinen Trend und definieren sich immer wieder neu und stärker. Hinter diesen Marken steckt nicht nur ein Produkt, sondern eine Geschichte, ein kleines “Produktleben” sozusagen. Und vor allem: der Kunde weiß, was “Apple” bedeutet, die Marken definieren das Produkt und seine Qualität.

Rechtliche Aspekte?

Sollte eine Marke aufgebaut worden sein, muss diese auch verteidigt werden. Es muss sichergestellt werden, dass Mitbewerber oder billige Imitate aus dem Ausland den guten Ruf des Unternehmens nicht schädigen. Die Kunden vertrauen dem Markenlogo, und wenn das Vertrauen einmal erschüttert wurde – etwa durch Imitationen auf Ebay oder minderwertigen Produkten von Mitbewerbern – so wird es dem Unternehmen schwer fallen, in diesem enttäuschten Kundensegment nochmals Fuß zu fassen. Die “Global Player” sind bekannt dafür, wie rigoros sie ihre Marken und den damit verbundenen Ruf des Unternehmens besonders im Internet verteidigen. Wettbewerbsrechtliche Abmahnungen sind hierfür ein beliebtes rechtliches Durchsetzungsmittel.

 

 

 

 
1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars (Noch keine Bewertungen)
Loading...

Rechtsanwalt Thomas Feil in den Medien

Schreibe einen Kommentar
Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Sie können folgende HTML-Tags benutzen:

<a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong> 

*
*