Forderung der Druckstudio Streit aus Wasserbillig: Unerlaubter Kundenfang?

Lesezeit: ca. 2 Minuten

Die Firma Druckstudio Streit s.ár.l. aus Wasserbillig verschickt Telefaxnachrichten mit Anzeigenaufträgen. Die entsprechenden Anzeigenaufträge sind so gestaltet, dass bei einem unvorsichtigen Lesen und bei einer entsprechenden Unterzeichnung ein Vertrag zustande kommt. Teilweise werden die Anzeigenaufträge mit entsprechenden Veröffentlichungen durch handschriftliche Zusätze ergänzt, beispielsweise mit dem Hinweis, dass der Vertrag automatisch ausläuft und keine Verlängerung enthält. Auch werden teilweise direkte Ansprechpartner genannt.

Nach unserer Einschätzung und auch nach Internetveröffentlichungen handelt es sich um ein Werbegeschäft, bei dem unter Vorspiegelung falscher Tatsachen Anzeigenaufträge generiert werden. Unaufgefordert werden Unternehmen, Institutionen und auch Freiberufler angerufen, und es werden in den Telefonaten Printanzeigen in verschiedenen Publikationen angeboten. Danach wird die Druckfreigabe mit dem Faxformular übermittelt. Die Druckfreigaben enthalten dann auch das tatsächliche Anzeigenmotiv. Die kleine Schrift des Vertragstextes ist häufig wegen der Telefaxübermittlung schlecht lesbar, teilweise können die Faxnachrichten über eine 0800er-Nummer zurückgesandt werden. In dem Kleingedruckten wird dann vertraglich vereinbart, dass beispielsweise 4 x 681,85 Euro entstehen. Insgesamt fallen dann Kosten in Höhe von 2.727,40 Euro an. Entsprechende Veröffentlichungen werden zugesichert.

Wenn Sie einen solchen Vertrag unterschrieben haben und im Nachhinein feststellen, dass es sich hierbei um ein unseriöses Angebot handelt, sollten Sie sich auf jeden Fall anwaltlich beraten lassen. Es ist genau zu prüfen, ob tatsächlich und rechtswirksam ein Vertrag zustande gekommen ist. Wir empfehlen vor einer Zahlung an die Druckstudio Streit s.ár.l. in Wasserbillig eine anwaltliche Überprüfung.

Für solche anwaltlichen Prüfungen vereinbaren wir mit unserem Mandanten ein Pauschalhonorar. Insoweit entstehen keine übertriebenen Anwaltsgebühren und die Angelegenheit kann sorgfältig juristisch geklärt werden.

Wir haben wiederholt entsprechende Forderungen der Druckstudio Streit s.ár.l. abwehren können und unterstützen Betroffene bundesweit.

Teilweise werden im Nachgang Forderungen von der Firma VHG Inkasso GmbH geltend gemacht. Wenn Sie ein solches Schreiben erhalten haben, empfehlen wir ebenfalls, sich anwaltlich gegen die Forderungen zur Wehr zu setzen.

Insgesamt ist festzustellen, dass die Druckstudio Streit s.ár.l. mit ihrem Angebot von Bürgerinformationen und dem Printerzeugnis „Notrufinfo“ keine wirklichen Zielgruppen erreicht. Bisher ist uns nicht bekannt, dass diese Druckerzeugnisse überhaupt verteilt werden.

Sie sollten sich auf jeden Fall rechtlich wehren, wenn Sie einem solch unseriösen Angebot zum Opfer gefallen sind. Wenn Sie den Anzeigenauftrag unterschrieben haben, bedeutet dies noch nicht, dass Sie in jedem Fall zur Zahlung verpflichtet sind.

 
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Rechtsanwalt Thomas Feil in den Medien

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