IT-Infrastruktur

Eine einheitliche Definition von IT-Infrastruktur gibt es nicht. Es können zwei Arten der Definitionsversuche unterschieden werde: die technische Definition und die weitergehende Definition.

Technische Definition: Als IT-Infrastruktur werden alle Güter bezeichnet, die den Betrieb von Anwendungssoftware ermöglichen. Beispiele der Güter:

  • Gebäude (Behördengebäude, Unternehmensgebäude)
  • Räumlichkeiten (Serverraum, aber auch jeder Arbeitsplatz, der vernetzt ist)
  • Hardware (Server, Laptop, Kabel etc.)
  • Software (Betriebssystem, Programme und Anwendungen)

Weitergehende Definition: Wie die technische Definition, plus das die IT nutzende Personal und organisatorische Strukturen rund um das Informationsmanagement zur IT-Infrastruktur gezählt werden. Beispiele der Güter:

  • Gebäude, Räumlichkeiten, Hardware, Software (wie oben unter technische Definition)
  • Personal (Administrator, aber auch jeder Mitarbeiter, der an vernetzten Rechnern arbeitet)
  • Organisatorische Strukturen (Informationsmanagement, IT-Sicherheitsbeauftragter etc.)

In der Praxis

Eine (nach dem technischen Verständnis) IT-Infrastruktur ist bereits dann gegeben, wenn ein nichtvernetzter Arbeitsrechner zur Verfügung steht, um eine Software bedienen zu können. Werden zwei Laptops per LAN-Kabel miteinander verbunden (offline), besteht eine vernetzte IT-Infrastruktur. So auch im Falle einer Vernetzung via W-LAN, auf das mehrere Laptops zugreifen können. Über die Internetverbindung können beispielsweise Cloud-Dienste abgerufen werden.

Eine (nach dem weiten Verständnis) IT-Infrastruktur ist gegeben, sobald zusätzlich Personal aktiv mit der technisch vorhandenen IT-Infrastruktur arbeitet, diese verwaltet und aktualisiert. Insbesondere die Tätigkeiten eines IT-Administrators ist hier zu nennen. Die organisatorische Struktur rund um die IT in einer Behörde oder einem Unternehmen ist nach diesem Verständnis Teil der IT-Infrastruktur (Einsetzung eines IT-Sicherheitsbeauftragten, Managementplan für IT-Notfälle etc.).

Datenschutzrecht und IT-Infrastruktur

Datenschutzrechtlich muss bei jeder IT-Infrastruktur bedacht werden, wo und in welcher Art und für wie lange personenbezogene Daten verarbeitet werden. Auch die Zugriffsmöglichkeit auf Daten kann in einer IT-Infrastruktur unübersichtlich und teilweise datenschutzwidrig sein (Beispiel: Zehn Laptops haben Zugriff auf einen Cloud-Dienst, in dem alle Daten gelagert werden).

Die im BDSG und den LDSG genannten TOMs zielen darauf ab, die IT-Infrastruktur (technisches und weites Verständnis!) abzusichern, um den Schutz der personenbezogenen Daten zu gewährleisten oder zu erhöhen.

 
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