„Cyber-Feuerwehr“ des BSI: Pläne werden konkreter

Nach den aktuellen Pressemitteilungen plant das BSI ein mobiles Einsatzteam, um Behörden und Unternehmen bei heftigen und großen Hacker-Angriffen zur Verfügung zu stehen. Dabei soll es sich um eine voraussichtlich 20-köpfige „Cyber-Feuerwehr“ handeln. Entsprechende Pläne liegen dem Bundeskabinett vor. Das „Mobile Incident Response Team“ (MIRT) soll sowohl für Bundesverwaltung als auch für Betreiber „kritischer Infrastrukturen“ eingesetzt werden. Sofern die entsprechenden Stellen bewilligt werden, beginnt das Team ab 2017 mit der Arbeit.

Die „Cyber-Feuerwehr“ wird auch als vertrauensbildende Maßnahme gesehen, da Betreiber kritischer Infrastrukturen häufig die Veröffentlichung und Weitergabe von Informationen zu Hacker-Angriffen an das BSI scheuen. Zwar sieht das IT-Sicherheitsgesetz eine entsprechende Meldepflicht vor. In der Praxis wird aber bisher die Hilfe des BSI nur wenig in Anspruch genommen.

Ob langfristig die geplante „Cyber-Feuerwehr“ bei einem Hacker-Angriff auch von sich aus eingreifen kann, wird derzeit geprüft. Nach unserer Einschätzung fehlt für ein solches aktives Eingreifen zumindest bei den Unternehmen eine Rechtsgrundlage. Bei Bundesbehörden ist ein solcher aktiver Einsatz sicherlich möglich, da das BSI nach wie vor eine nachgeordnete Behörde des Bundesinnenministeriums ist. Eine Zuständigkeit für Landesverwaltungen oder Kommunen ist aber nicht ersichtlich.

 

 
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