Einführung zum IT-Arbeitsrecht

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Die Digitalisierung beeinflusst nunmehr seit einigen Jahren den Arbeitsmarkt und trägt durch eine Vielzahl an neuen Innovationen der globalen Vernetzung bei. Mit der voranschreitenden technischen Entwicklung und der daraus hervorgehenden neuen Medien entstanden in den letzten Jahren zudem neue Arbeitsformen, die zu weitreichenden Veränderungen in der Arbeitswelt führten.

Grundsätzlich handelt es sich bei diesen neuen Medien um Medien, die die Daten in digitaler Form übermitteln oder auf Daten in digitaler Form zugreifen. Kurzgefasst bezeichnen also die neuen Medien, die Informations- und Kommunikationstechnologie, die sozusagen die Grundlage des IT-Arbeitsrechtes darstellen.

Veränderung des Arbeitsplatzes durch die neuen Medien

Die neuen Medien bieten Arbeitgebern sowie Arbeitnehmern vielfältige neue Möglichkeiten hinsichtlich einer Optimierung des Arbeitsplatzes. Aus Ihnen gingen auch neue Arbeitsformen, wie beispielsweise das Home und Mobile Office hervor. Das Voranschreiten der Digitalisierung führte daher vor allem zu einer räumlichen Entgrenzung der Arbeit. In vielen Bereichen der Arbeitswelt ist es schlicht und ergreifend einfach nicht mehr notwendig, von einem bestimmten Ort aus tätig zu werden. Arbeitnehmer sind durch die Nutzung neuer IT-Mittel nicht mehr angewiesen, an einem festen Arbeitsplatz ihrer Arbeit nachzugehen. Heutzutage reicht oftmals ein Computer und ein Internetzugang, um die vertraglich vereinbarten Leistungen erbringen zu können. Nicht nur räumliche, sondern auch zeitliche Aspekte spielen hier eine Rolle. Denn durch die Arbeit von zu Hause aus, können Arbeitnehmer ihre Arbeitszeit frei einteilen und sind so deutlich flexibler.

Nicht nur die Heimarbeit, sondern auch Arbeitsmodelle wie dem Job Sharing entstanden durch das Voranschreiten der Digitalisierung und spielen für das IT-Arbeitsrecht eine wichtige Rolle. Der § 13 Gesetz über Teilzeitarbeit und befristete Arbeitsverträge (TzBfG) regelt die Arbeitsplatzteilung, die eine Teilung eines Arbeitsplatzes von mehreren Arbeitnehmern vorsieht. Das Prinzip einer Arbeitsplatzteilung besteht bereits seit einigen Jahren. Etablieren konnte sich das System jedoch erst infolge der Digitalisierung. Dies liegt daran, dass ein wesentlicher Bestandteil einer erfolgreichen Zusammenarbeit beim Job Sharing eine umfangreiche Kommunikation erfordert. Durch die neuen Medien, sprich die voranschreitende Informations- und Kommunikationstechnologie, wurde eine Kommunikation unter Arbeitnehmern und vor allem unter Teilzeitarbeitnehmern deutlich vereinfacht.

Das Internet und IT-Arbeitsrecht

Die wohl bedeutendste Errungenschaft der Digitalisierung ist das Internet, welches nunmehr seit einigen Jahren als Massenmedium gilt und auch die Arbeitswelt grundlegend verändert hat. Das IT-Arbeitsrecht beschäftigt sich mit der rechtlichen Beratung von Sachverhalten aus der Informationstechnologie in Bezug auf den Arbeitsmarkt. Demzufolge spielt das Internet für dieses Rechtsgebiet eine große Rolle, denn es geht dabei hauptsächlich um Probleme, die im Kontext mit der technischen Entwicklung stehen. Das Internet bietet Unternehmen eine infrastrukturelle Grundlage, um die mit der Digitalisierung einhergehende IT nutzen zu können. Doch besonders das Internet wirft trotz seiner Vielzahl an Vorteilen für den Arbeitsmarkt, die meisten Fragen und Probleme im IT-Arbeitsrecht auf. Rechtliche Fragen bestehen vor allem hinsichtlich einer privaten Nutzung des Internets am Arbeitsplatz. Darf ein Arbeitnehmer das Internet zu privaten Zwecken während der Arbeitszeit nutzen und wenn ja, wo finden sich hier die Grenzen? Das sind Fragen, mit denen sich das IT-Arbeitsrecht befasst und auf welche wir im Rahmen weiterer Beiträge, die Sie unter diesem Beitrag finden, näher eingehen möchten.

 
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Rechtsanwalt Thomas Feil in den Medien

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