Online Trading Betrugsmasche

Lesezeit: ca. 9 Minuten

Finanzbetrüger sind im Internet unterwegs, um Anleger beim Trading abzuzocken. Immer häufiger fallen Menschen auf eine Online Trading Betrugsmasche herein. Wer von dieser Online Trading Betrugsmasche betroffen ist, sollte sofort reagieren, um das eigene Vermögen abzusichern.

Die Täter versuchen, ihre Beute möglichst schnell auf die Seite zu schaffen. Im schlimmsten Fall werden Opfer immer weiter unter Druck gesetzt und leisten hohe Zahlungen, die von den Betrügern sofort weiter transferiert werden.

Was sollten Betroffene tun?

Wer von einer Trading Betrugsmasche betroffen ist, muss sofort reagieren und einen Rechtsanwalt kontaktieren. Der Betrug sollte durch einen professionellen Anwalt angezeigt werden. Das Opfer muss zusätzlich alle Beweise sichern, das heißt Screenshots anfertigen, Chatprotokolle downloaden und sich alle Kontaktdaten und Kontodaten notieren.

Bei der Auswahl des Anwalts sollte darauf geachtet werden, dass der Rechtsanwalt langjährige Erfahrungen mit den Online Trading Betrugsmaschen hat. Es ist sehr wichtig, dass Sie als Opfer nicht schweigen. Sprechen Sie mit einem engen Vertrauten über ihre Erfahrungen oder direkt mit einem Anwalt.

So gehen Täter bei der Online Trading Betrugsmasche vor

Die häufigsten Betrugsfälle hängen eng mit unseriösen Trading-Plattformen im Internet zusammen. Diese Plattformen wirken täuschend echt und sehen echten Handelsplattformen sehr ähnlich. In Wahrheit sind diese Oberflächen aber rein künstlich erstellt.

Wer auf eine diese Masche hereinfällt, geht in der Regel auf täuschend echt aussehenden Plattformen, um sich anzumelden. Aber bis es so weit ist, bereiten die Täter den Betrug intensiv vor.

Sie werben auf YouTube mit Videos. Unseriöse Trader schreiben ihre potenziellen Opfer aber auch über die sozialen Netzwerke wie Facebook, Telegram, Twitter und WhatsApp an. Auch über TikTok , Tinder und andere Netzwerke suchen Betrüger Opfer für ihre Betrügereien mit Kryptowährungen.

Die Betrüger fälschen Profilbild und ihr Profil. Meistens ist auf den Profilbildern eine überdurchschnittlich gutaussehende Frau oder ein sehr attraktiver Mann zu sehen. Die Betrüger versuchen ihre späteren Opfer kennenzulernen und lenken das Gespräch dann schnell zum Thema Trading und bieten Kryptowährungen und Bitcoin an oder laden auf entsprechende Plattformen an.

Online Betrugsmasche mit Kryptowährungen

Kryptowährungen sind der große Hype. In den Medien wird regelmäßig darüber berichtet, dass durch Kryptowährungen enorme Gewinne möglich sind.

Bitcoin und andere digitale Werte erscheinen für Geldanleger attraktiv, weil eine sehr hohe Rendite suggeriert wird. Zum Transfer werden Blockchains verwendet, die einen sehr schnellen Transfer ermöglichen. Kryptobörsen sind für viele Betrüger eine Zwischenstation. Zu den bekanntesten Kryptobörsen zählen Kraken, Bitpanda, Coinbase, Biance, Nuri sowie Crypto.com.

Die Betrüger fordern ihre Opfer dazu auf, ihre Gelder in diese Kryptobörsen einzuzahlen. Die Anleger werden eingeladen, sich auf gefälschten Trading-Plattformen ein Profil anzulegen. Für den Laien sind gefälschte Broker kaum von echten Plattformen zu unterscheiden. Hat sich das vermeintliche Opfer angemeldet, wird es recht schnell zu Investitionen auf der Trading-Plattform animiert.

Der Betrug beginnt mit kleinen Investitionen in Kryptowährungen

Das heißt, das Opfer überweist seine ersten Beträge und fährt in kurzer Zeit Gewinne ein. Noch ehe die Opfer etwas bemerken, wird das Geld in Kryptowährungen wie Ether, Tether oder Bitcoin umgewandelt und über eine Blockchain auf sogenannte Wallets transferiert.

Die Betrüger fordern zunächst sehr kleine Summen, beispielsweise 250 Euro. Sie argumentieren damit, dass sich das vermeintliche Opfer zunächst an das Traden mit Kryptowährungen gewöhnen könnten. Bereits die erste Summe landet auf den Wallets.

Diese gehören dem Täter. In dessen Hintergrund befindet sich oft ein großes Netzwerk an Betrügern, die eng zusammenarbeiten. Die Opfer der Masche werden im Glauben gelassen, diese Wallets gehören den Tradingbörsen und es handle sich dabei um ihre echte Kryptowerte.

Tatsächlich wird das Geld sofort weitergeschoben, sodass das Opfer gar keinen Zugriff mehr auf das Geld hat. Während das Opfer angebliche Kursgewinne sieht, ist das Geld längst über Wallets irgendwo versickert.

Wer auf eine falsche Börse hereinfällt, bekommt das nicht mit. Die Betrüger legen gefälschte Kontoauszüge, Kursverläufe und Informationen vor und wiegen ihre Opfer in falscher Sicherheit.

Was mache ich, wenn ich auf eine falsche Plattform hereingefallen bin?

Wichtig ist es, sofort alle verwendeten Kontoverbindungen abzuspeichern. Dazu sollten Sie sofort Screenshots machen oder die Kontoauszüge herunterladen. Diese Daten benötigen die Ermittlungsbehörden.

Zusätzlich müssen die Daten der Blockchain abgespeichert werden, denn die Ermittlungsbehörden können die Transaktionen der Betrüger von Wallet zu Wallet verfolgen. Die Betrüger versuchen kontinuierlich, die Opfer zu täuschen. Auf den gefälschten Trading-Plattformen tauchen Kursverläufe auf, die nicht echt sind. Die Geprellten können sich einloggen und blicken auf unrealistische Gewinne.

Alles ist so professionell gestaltet, dass zunächst niemand Betrug wittert. Die Renditen und Kursgewinne sind alle mit modernen Bildbearbeitungsprogrammen gefälscht. Das Opfer wähnt sich auf der Erfolgsspur, freut sich über Renditen, investiert vielleicht wieder einen höheren Betrag.

Auf den ersten Blick verbuchen die Opfer nur Erfolge. Deshalb werden sie animiert, immer noch mehr Überweisungen an die Tradingplattform zu tätigen. Es dauert eine ganze Zeit, bis die Betroffenen aufwachen, denn mit gefälschten Updates und Erfolgsmeldungen werden sie bei der Stange gehalten.

Diese Masche ist gerade deshalb so erfolgreich, weil sie den Opfern lange einen Erfolg suggeriert. Wer Erfolg hat, wird angespornt und will noch mehr Rendite erzielen. Dadurch sind die Opfer bereit, weiteres Geld in Kryptowährungen zu investieren.

Woran erkennen die Opfer diese Betrugsmasche?

Am Anfang ist alles klasse: Die vermeintliche Investition wirft satte Gewinne ab. Die Rendite steigt – zumindest in der Übersicht der gefälschten Trading-Plattform. Wenn die Betrugsopfer nach Monaten ihre satten Gewinne auszahlen lassen wollen, offenbart sich der ganze Betrug.

Das heißt, die Auszahlung findet nicht statt. Beschweren sich die Opfer, führen die Broker aus, dass von dem Gewinn noch Gebühren, Provisionen oder Steuern abgeführt werden müssen.

Sie fordern von ihren Opfern also weiteres Geld. Dabei handelt es sich um eine weitere Betrugsmasche, auf die etliche Trader hereinfallen, schließlich wollen sie ja an ihre angeblichen Gewinne kommen. Natürlich erhalten die Opfer keine Gewinne. Manchmal werden auch Schwierigkeiten mit der IT als Grund angegeben, warum das Geld nicht ausbezahlt wird.

Die Täter setzen dabei immer eine Verzögerungstaktik ein, die sich über Monate hinziehen kann und teils perfide Ausmaße annimmt. Erst dann realisieren die Opfer, dass sie auf die Online Trading Betrugsmasche hereingefallen sind und ihr investiertes Geld verloren haben.

Eine Auszahlung ist nicht mehr möglich. Betroffene müssen sofort den Betrug anzeigen und einen erfahrenen Rechtsanwalt für Trading Betrug beauftragen. Danach müssen unverzüglich alle Beweise gerichtsfest gesichert werden, also Kontoauszüge herunterladen und Screenshots angefertigt werden.

Auf der Blockchain müssen die Protokolldaten gesichert werden. Sie geben Aufschluss über die Transaktionen. Manchmal ist es auch notwendig, das eigene Konto bei der Bank sperren zu lassen. Ferner sollte man überprüfen, ob man getätigte Überweisungen vielleicht noch zurückholen kann. Für gewöhnlich kommunizieren die Betrüger mit ihren Opfern über Soziale Netzwerke und erwecken über den Austausch von E-Mailadressen, Telefonnummern und Angaben das Vertrauen ihrer späteren Opfer. Auch davon sollten Screenshots gemacht werden.

Druck und Drohungen: So arbeiten die Täter der Betrugsmasche

Grundsätzlich arbeiten die Täter mit unterschiedlichen Varianten bei der Online Trading Betrugsmasche. Eine Version ist der sogenannte Geldwäscheverdacht. Es kann sein, die Täter melden sich plötzlich und geben vor, dass gegen ihr Opfer ein Geldwäscheverdacht vorliegt. Spätestens dann sollte das Opfer einen professionellen Anwalt einschalten und sich unverbindlich beraten lassen.

Durch die Behauptung bauen die Täter Druck auf. Dadurch soll erreicht werden, dass das Vertrauen zurückkehrt. Meistens bieten die unseriösen Broker und betrügerischen Trader ihren Opfern dann großzügig Hilfe an. Es werden Fremdgelder bewegt, die weitergeleitet werden sollen, um den Geldwäscheverdacht zu verschleiern. Wer sich darauf einlässt, begeht in Wahrheit mit seinem Konto Geldwäsche.

Je nach Summe wird dadurch auch die Bank misstrauisch und das Opfer kontaktieren beziehungsweise das eigene Konto sofort sperren. Die Opfer haben keinen Zugriff mehr auf ihr eigenes Konto. In anderen Fällen drohen die Täter mit einer Strafanzeige gegenüber ihren Betrugsopfern und manipulieren sie auf diese Art und Weise. Sie werden bedroht, unter Druck gesetzt und genötigt. Inzwischen gibt es sehr viele Fälle, darunter immer wieder neue Versionen dieser Betrugsmasche.

Den Opfern wird eingeredet, sie könnten ihr Geld einfach in Krypto investieren und vermehren. Dabei betonen die betrügenden Trader immer wieder, dass die gefälschten Plattformen so unkompliziert und einfach seien. Das Trading mit Kryptowährungen wie Bitcoin wird nahezu verherrlicht, damit die Opfer einsteigen.

Unerfahrene Trader werden ausgenutzt

In Sachen Trading werden vor allem unerfahrene Menschen ausgenutzt, die sich von den Versprechungen „schnelle“ Renditen zu erzielen anlocken lassen. Von Kryptowährungen haben zwar die meisten Menschen etwas gehört, aber in Sachen Trading sind die allermeisten Menschen unerfahren.

Diese Versprechungen führen leider dazu, dass immer mehr Menschen auf die miesen Betrugsversuche hereinfallen und dubiose Versprechen glauben. Die Betrüger erzählen unter anderem, dass die Blockchain blockiert sei und man sie erst durch neue Einzahlungen freischalten könne. Oder es kommt der angebliche Verdacht einer Geldwäsche auf. Manchmal verzögert sich die Auszahlung wegen angeblicher IT-Schwierigkeiten.

Die Begründungen, warum die Opfer nicht mehr an ihr Geld kommen, sind vielfältig, aber allesamt gelogen. Bei einem Betrug mit Kryptowährungen werden Dokumente gefälscht. Den Opfern wird vorgegaukelt, dass sie echt sind und von der Blockchain stammen. Empfehlenswert ist grundsätzlich, dass sich Menschen ausreichend über das Thema Trading informieren. Nicht geeignet sind dazu dubiose Videos, die die Betrüger selbst verwenden, um kräftig die Werbetrommel zu rühren.

Betrugsmasche mit Kryptowährungen: Betrüger setzen auf psychologische Effekte

Die Betrüger sind in der Regel geschult und wenden systematisch Manipulationstechniken an, um ihre Opfer zu verunsichern und vor allem auszunehmen. Das Vertrauen wird missbraucht, die Opfer regelrecht finanziell ausgebeutet. Neben dem finanziellen Verlust leiden viele Opfer unter dem Missbrauch ihres Vertrauens und schämen sich. Das kann dazu führen, dass sie sich zurückziehen und über ihre Erfahrungen schweigen.

Es ist aber sehr wichtig, dass die Betrugsopfer mit einer Person ihres Vertrauens über die Erfahrungen sprechen. Die Täter setzen nämlich darauf, dass sich ihre Tradingopfer isolieren und nicht anderen Menschen anvertraut. Um ihr Ziel zu erreichen, tauschen sich die betrügenden Broker kontinuierlich aus. Sie haben im Hintergrund ein großes Netzwerk. Deshalb ist es besonders wichtig, sich einem Familienmitglied oder einem engen Freund anzuvertrauen. Wer sich das nicht getraut, kann sich auch an einen erfahrenen Anwalt wenden, der unter einer anwaltlichen Schweigepflicht steht.

Erfahrene Anwälte bieten eine kostenfreie Ersteinschätzung

Nach dem ersten Schock biete ich Opfern eine kostenfreie Erstberatung an, wenn Sie Opfer einer Online Trading Betrugsmasche wurden. Dazu genügt es, unkompliziert und unverbindlich den Vorfall zu schildern und die Kontaktdaten zu hinterlassen.

Keiner muss sich schämen, einen Anwalt zu beauftragen, denn die Betrugsmasche ist heute tatsächlich Alltag. Wer einem Anwalt schreibt, sollte Informationen angeben, welche Kryptobörse verwendet wurde und wie sich der Betrug abgespielt hat.

Ziel ist es, die Täter zu finden und das Geld zurückholen zu können. Je nachdem, ob der eigene Personalausweis eingereicht wurde, steht auch ein Identitätsdiebstahl im Raum. Gegen den Datenklau kann ein Anwalt Schutzmaßnahmen einleiten. Ebenso leitet er eine zivilrechtliche und strafrechtliche Verfolgung der Betrüger ein.

Wie kann ich einen Trading Betrug verhindern?

  • Wenn jemand auf Sie zukommt, seien Sie kritisch und fragen sich, warum Sie angeschrieben werden. Es könnte ein Betrüger mit einer falschen Identität sein.
  • Prüfen Sie genau, ob die Plattform echt ist. Sehen Sie sich dazu das Impressum an. Werden hohe Gewinne versprochen, seien Sie kritisch.
  • Informieren Sie sich auf unabhängigen Plattformen ausführlich zu Kryptowährungen, Trading und Brokern.
  • Investieren Sie grundsätzlich nicht zu hohe Summen in eine unbekannte Plattform.
  • Gehen Sie im Internet mit persönlichen Daten und Kontoverbindungen sparsam um.

Wir sind in Deutschland, Österreich und der Schweiz tätig
2% unseres Gesamtumsatzes spenden wir an die Welthungerhilfe
 

Rechtsanwalt Thomas Feil in den Medien

Schreibe einen Kommentar
Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Sie können folgende HTML-Tags benutzen:

<a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong> 

*
*

Cookies werden von unserer Seite nur gesetzt, wenn Sie akzeptieren anklicken. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen