Rechtsanwalt für Betrugsfälle

Sie suchen einen Rechtsanwalt, der auf Betrugsfälle spezialisiert ist? Dann sind Sie bei uns richtig.

Täglich erreichen uns in der Kanzlei Anfragen zu verschiedensten Arten von Betrugsfällen. Die meisten dieser Betrugsfälle werden über das Internet durchgeführt, da hier die Anonymität und der weltweite Zugriff es für die Betrüger einfacher macht, als im realen Leben. Allerdings beschränken sich die Betrüger nicht nur auf die Möglichkeiten des Internets, sondern nutzen die Gutgläubigkeit mancher Menschen auch im realen Leben aus. Ein Rechtsanwalt kann grundsätzlich dabei unterstützen, den Betrugsfall aufzuklären und die notwendigen, rechtlichen Schritte einzuleiten. Gern können Sie uns Ihre Betrugsfälle schildern und mit einem Rechtsanwalt in unserem Hause sprechen – bundesweit per E-Mail oder Telefon.

Betrug nach Strafgesetzbuch

Nach deutschem Recht kann ein Betrug sowohl zivilrechtlich, als auch strafrechtlich verfolgt werden. Strafrechtlich ist der Betrug in den §§ 263 ff. Strafgesetzbuch geregelt. Damit es sich überhaupt um einen Betrugsfall handelt, der nach deutschem Recht verfolgt werden kann, müssen folgende Voraussetzungen vorliegen:

Der Täter muss zunächst das Betrugsopfer über Tatsachen täuschen. Dies ist beispielsweise der Fall, wenn der Täter ein Handy über das Internet zum Verkauf anbietet, obwohl er dieses Handy gar nicht hat und somit eigentlich nicht verkaufen kann.

Durch diese Täuschung muss bei dem Betrugsopfer ein Irrtum erregt oder unterhalten werden. Sieht das spätere Betrugsopfer die Verkaufsanzeige, geht es davon aus, dass der Verkäufer/Täter das Handy wirklich hat und auch wirklich verkauft. Der Irrtum ist somit erregt.

Durch diesen Irrtum muss das Betrugsopfer eine Vermögensverfügung vornehmen. Die meisten Onlineverkäufe werden per Überweisung oder Zahlungsdienste abgewickelt. Nimmt das Betrugsopfer die Überweisung vor, verfügt es über sein Vermögen in dem Glauben, den Kaufpreis Handy zu bezahlen.

Durch die Vermögensverfügung muss das Betrugsopfer letztendlich einenVermögensschaden erleiden. In dem Beispielsfall tätigt das Betrugsopfer die Überweisung/Zahlung und erhält dafür keine Gegenleistung, da es das Handy gar nicht gibt bzw. der Täter dieses Handy nie verschickt. Hier besteht auch die benötigte sogenannte Stoffgleichheit, da die Vermögensverfügung zugleich bei dem Betrugsopfer zum Schaden und beim Täter zum erstrebten Vermögensvorteil führt.

Der Täter muss vorsätzlich und vor allem mit einer sogenannten Bereicherungsabsicht handeln. Das heißt, dass es ihm genau auf den rechtswidrigen Vermögensvorteil ankommen muss. Wer eine Verkaufsanzeige erstellt, obwohl er die Ware nicht hat oder von Anfang an nicht verkaufen will, dem kommt es in der Regel auf den rechtswidrigen Vermögensvorteil an.

Dem Täter droht bei dieser Art des Betruges eine Geldstrafe oder eine Freiheitsstrafe bis zu 5 Jahren.

Von diesem „Grundmodell“ des Betrugsfalles gibt es diverse Begehungsformen. So fällt beispielsweise die Strafe deutlich höher aus, wenn der Täter sich aus mehreren Betrugsfällen eine nicht unerhebliche Einnahmequelle verschaffen will oder der Täter Mitglied einer Bande ist, die sich zur fortgesetzten Begehung von Betrugsfällen zusammengeschlossen hat.

In den §§ 263 a bis 265 b Strafgesetzbuch werden weitere spezielle Begehungsformen unter Strafe gestellt, wie z.B. der Computerbetrug oder Kreditbetrug. Erfolgt der Betrugsfall über das Internet, handelt es sich allerdings nicht zwingend um einen Computerbetrug. Ein solcher liegt er dann vor, wenn der Täter auf einen Datenverarbeitungsvorgang einwirkt. Schaltet der Betrüger somit eine Verkaufsanzeige, obwohl er die Ware nicht hat oder eigentlich nicht verkaufen will, handelt es sich um keinen Computerbetrug, da der Täter nicht auf Datenverarbeitungsvorgänge einwirkt.

Ein Rechtsanwalt, der auf Betrugsfälle spezialisiert ist, sollte nicht nur die theoretischen rechtlichen Hintergründe kennen, sondern bereits eine Vielzahl von Betrugsfällen für seine Mandanten bearbeitet haben. Einen solchen Rechtsanwalt sollten Sie unbedingt kontaktieren, falls Sie Opfer eines oder mehrerer Betrugsfälle geworden sind.

Arten der Betrugsfälle im Internet

Wie eingangs geschrieben, nutzen die Betrüger immer öfter das Internet aufgrund der vielfältigen Verschleierungsmöglichkeiten bezüglich ihrer eigenen Identität und der großen Erreichbarkeit von möglichen Betrugsopfern. Mit wenig Aufwand kann hier der Täter viel und schnelles „Geld machen“. Ein Rechtsanwalt, der Ihnen dabei hilft, gegen Betrugsfälle vorzugehen, sollte auch auf Internetbetrug spezialisiert sein.

In diesem Unterkapitel möchten wir einige Betrugsfälle im Internet vorstellen und auch davor warnen (die Aufzählung ist nicht abschließend):

1. Phishing-Mails

Betrüger schicken an eine Vielzahl von E-Mailempfängern Mail mit Links. Diese Mails sehen täuschend echt aus und gaukeln dem Empfänger vor, dass die Mail von seiner Bank, PayPal etc. sind. Klickt der Empfänger auf den Link, gelangt er meist auf eine ebenfalls täuschend echt aussehende Webseite, auf welcher er zur Eingabe seiner Kontodaten aufgefordert wird. Gibt das Betrugsopfer nun seine Daten ein, werden diese „gephisht“ und an den Täter übermittelt. Dieser kann sich nunmehr mit den Kontodaten bei der Bank, PayPal, etc. einloggen und Überweisungen vornehmen oder einkaufen.

Unser Tipp: Ihre Bank oder PayPal werden Sie nie zur Eingabe Ihrer Daten über eine E-Mail auffordern. Rufen Sie bei einem Verdacht notfalls bei Ihrer Bank oder PayPal an und fragen nach. Wenn Sie Opfer eines Phishing-Angriffs geworden sind, können Sie gern mit einem Rechtsanwalt aus unserem Hause sprechen.

2. Mails mit angeblich offenen Forderungen

Gerne werden auch Mails verschickt, welche angeblich von einem Anwalt oder einem Inkassounternehmen sind. Diese Mails enthalten eine zip.Datei. In der Mail wird behauptet, es bestünde eine offene Forderung gegenüber dem Empfänger. Um zu erfahren, um welche Forderung und welchen Betrag es geht, soll der Empfänger die zip.Datei öffnen. Öffnet das Betrugsopfer die zip.Datei, spielt er sich eine mitgeschickte Schadsoftware (bspw. einen Trojaner) unbemerkt auf seinen Rechner.

Unser Tipp: Öffnen Sie keine Anhänge in Mails, dessen Absender Sie nicht kennen. Ein seriöser Rechtsanwalt oder ein seriöses Inkassounternehmen wird Ihnen in der Regel keine zip.Datei mitschicken.

3. Warenbetrug

Wie das Beispiel im Eingangsfall zeigt, bieten die Betrüger gerne Ware übers Internet an, die es entweder gar nicht gibt oder die niemals verkauft werden soll. Als Bezahlungsart wird allerdings aus diversen Gründen nur Vorkasse akzeptiert. Überweist das Betrugsopfer den Betrag, hört es vom Betrüger nichts mehr und erhält die Ware nicht.

Unser Tipp: Seien Sie vorsichtig, wenn nur Vorkasse als Bezahlart angeboten wird. Auch, wenn der Verkäufer bspw. bei eBay eine Top-Bewertung hat. Meist sind die Angebote auch zu schön um wahr zu sein. Niemand hat etwas zu verschenken. Seien Sie misstrauisch, wenn das Angebot zu gut ist. Sollten Sie Fragen haben, können Sie einen Rechtsanwalt aus unserer Kanzlei unverbindlich kontaktieren.

4. Gratis Angebote über Facebook

Regelmäßig gibt es sie, die angeblichen gratis Angebote über Facebook. Da wird gerne das neuste Smartphone oder Tablet angeboten. Um das Gratisprodukt zu erhalten, soll man lediglich einem Link folgen und dort seine Daten angeben – das Smartphone muss schließlich an eine Adresse geschickt werden. Gibt das Betrugsopfer seine Daten an, erhält er allerdings nie das Smartphone. Allerdings hat es nun ein kostenpflichtiges Abo oder den Betrügern seine Adresse „geschenkt“, welche diese dann gegen Geld verkaufen.

Unser Tipp: Auch hier gilt: Wirklich niemand hat etwas zu verschenken. Lassen Sie sich von diesen Betrugsfällen nicht blenden. Sollten Sie bereits Geld verloren haben oder sonstige Nachteile auf Sie einwirken, können Sie einen spezialisierten Rechtsanwalt kontaktieren.

5. Scareware

Beim Besuch bestimmter Seiten – egal ob über den PC oder Handy, öffnet sich plötzlich die Meldung, dass das Gerät von einem Virus befallen sei. Man bekäme diesen nur weg, wenn man eine bestimmte Virensoftware runterlädt und installiert. Hierzu wird der Link zur kostenpflichtigen Software mitgeschickt.

Unser Tipp: Wenn Sie einen seriösen Virenscanner benutzen, wird dieser sich in gewohnter Weise melden, sollte er einen Virus entdeckt haben. Er wird Sie auf jeden Fall nie dazu auffordern, eine bestimmte kostenpflichtige Software runterzuladen.

Arten der Betrugsfälle außerhalb des Internets

Allerdings gibt es nicht nur Betrugsfälle im Internet, sondern auch in der Realität. Auch hier ist oft ein Rechtsanwalt nötig, um das Geld zurück zu erlangen, welches durch Betrugsfälle in falsche Hände gelangt ist.

So wird immer wieder vom sogenannten Enkeltrick in den Medien berichtet. Hierbei handelt es sich um einen besonders perfiden Betrugsfall. Die Betrüger rufen bei älteren Menschen an und geben sich als deren Enkel aus, der sich in einer finanziellen Notlage befindet. Viele ältere Menschen fallen leider darauf rein und geben teilweise ihr gesamtes Erspartes in bar an einen fremden Menschen. Die Täter können so gut wie nie ausfindig gemacht werden.

Bei einem ähnlichen Betrugsfall geben sich die Betrüger als Kriminalbeamte aus, die dazu raten, sämtliches Geld und/oder Schmuck den Beamten zu übergeben aufgrund der vielen Einbrüche zurzeit. Auch hierauf fallen leider viele ältere Menschen rein und übergeben den Betrügern ihr wertvolles Hab und Gut.

Trotz der vielfältigen Möglichkeiten des Internets werden noch immer zahlreiche EC-Kartenautomaten manipuliert. Hierfür wird ein gefälschtes Tastenfeld auf das richtige Tastenfeld gesetzt und der Kartenschlitz manipuliert. Die Betrüger können so die Daten der Karte auslesen und erhalten auch den PIN.

Auch hier handelt es sich nicht um eine abschließende Aufzählung. Falls Sie Hilfe gegen solche Betrugsfälle brauchen, können Sie uns gern kontaktieren und mit einem Rechtsanwalt unserer Kanzlei sprechen.

Was ein Rechtsanwalt tun kann

Sollten Sie Opfer eines Betrugsfalls geworden sein, ist es ratsam, zunächst Anzeige bei der Polizei zu erstatten. Nehmen Sie hierzu alles mit, was Sie bezüglich des Betrugsfalls haben. Bspw. sämtlichen Schriftverkehr, die Verkaufsanzeige, die Kontaktdaten des Täters, etc.

Durch eine Anzeige wird allerdings lediglich die strafrechtliche Tat verfolgt. Die gekaufte Ware oder das überwiesene Geld erhalten Sie auf diesem Wege nicht. Hier können Sie zunächst den Verkäufer selbst anschreiben und zur Übereignung der Ware oder zur Rückzahlung des Kaufpreises auffordern. Meist wird dies allerdings nicht zum Erfolg führen.

Um anwaltliche Hilfe kommen Sie dann nicht drum herum. Sofern eine postalische Adresse vorhanden ist, wird ein Anwalt den Verkäufer ebenfalls zunächst außergerichtlich zur Übereignung der Ware oder zur Rückzahlung des Geldes auffordern. Sollten Sie keine postalische Adresse vom Täter haben, wird der Anwalt Akteneinsicht beantragen. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass Sie bei Betrugsfällen zeitnah eine Anzeige erstatten.

Sollte außergerichtlich keine Einigung erzielt werden können, prüft der Rechtsanwalt, ob nunmehr das Mahnverfahren angestrengt oder der Rechtsweg beschritten werden sollte. Sollte der Anwalt ausreichend Aussicht auf Erfolg einer Klage sehen, wird er die Klage beim Amtsgericht oder Landgericht (je nach Streitwert) einreichen. Da die Gerichte allerdings gut ausgelastet sind, kann sich so ein Rechtsstreit schon über ein paar Monate hinziehen. Sollten allerdings auch die Ermittlungen der Polizei keine postalische Anschrift des Täters ergeben, wird eine Rechtsverfolgung – auch durch einen Rechtsanwalt – schwer bis aussichtslos.

Unsere Hilfestellung

Sind auch Sie Opfer eines Betrugsfalls geworden oder haben die Befürchtung Opfer eines Betrugsfalles geworden zu sein? Dann rufen Sie uns gerne an oder schreiben uns über unsere E-Mail-Adresse und schildern Ihren Fall einem Rechtsanwalt unserer Kanzlei. Sie erhalten eine erste kostenlose Ersteinschätzung von einem Rechtsanwalt, ob und wie man in Ihrem speziellen Betrugsfall vorgehen kann.

 
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Rechtsanwalt Thomas Feil in den Medien

2 Kommentare zu “Rechtsanwalt für Betrugsfälle
  • 6. April 2017 um 15:27 Uhr
    Sabine D. says:

    Hallo,
    ich habe ein Problem mit dem ebay Käuferschutz. Ich habe eine Uhr von einem privaten Verkäufer ersteigert und per paypal bezahlt.
    Es handelt sich um eine Uhr von dem schweizer Hersteller Dietrich Luxury und ich habe EUR 762,- bezahlt.
    Nachdem ich die Uhr erhielt, wurde ich aufgrund der schlechten Verarbeitung misstrauisch und habe Bilder an den Hersteller geschickt.
    Dieser bestätigte mir per mail, dass die Uhr gefälscht ist. Ich habe daraufhin den ebay Käuferschutz eingeschaltet. Zuerst bot man mir EUR 100,–
    als Gutschrift an. Lächerlich bei diesem Kaufbetrag. Als ich ablehnte, forderte man eine eidesstattliche Erklärung von mir, die ich abgab.
    Die Bestätigung des Herstellers, die ich per mail erhielt und die vollständige Firmenangaben enthält, will man jedoch nicht gelten lassen.
    Ich hab jeden Tag an ebay geschrieben und bereits mehrmals telefoniert, aber jedes Mal erhelte ich eine Nachricht von anderer Stelle :

    ebay schreibt :
    vielen Dank für Ihre Rückmeldung bezüglich des Falls 5131222839. Wir können diese Nachricht als Beweis nicht akzeptieren.
    Im Prinzip benötigen wir immer ein offizielles Dokument, das als Beweis gilt. Leider gelten die Aussagen nicht als ein Dokument, da sie leicht gefälscht werden können und nicht von einer unabhängigen, dritten Partei stammen – so werden sie von unserer Fachabteilung, die sich mit der Überprüfung der zugesandten Dokumentation beschäftigt, immer abgelehnt.

    Die wollen einfach nicht verstehen, daß der Hersteller die höchste Instanz ist. Ein Juwelier hier vor Ort will mir aber keine Bestätigung ausstellen.

    Was soll ich tun ??
    Mit freundlichen Grüßen
    Sabine Dolny

    • 6. April 2017 um 15:54 Uhr

      Guten Tag,

      vielen Dank für Ihre Anfrage zu “Rechtsanwalt für Betrugsfälle”. Grundsätzlich sind Sie mit Ihrer Anfrage bei uns sehr richtig, da wir uns in der Tat auf Betrugsfälle über das Internet spezialisiert haben. Wir nehmen daher umgehend mit Ihnen Kontakt per Mail auf.

      Mit freundlichen Grüßen
      Rechtsanwalt Thomas Feil

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