Nach Internetbetrug die Polizei einschalten?

Das Internet wird als Medium immer wichtiger. Immer mehr Tätigkeiten und Bedürfnisse verlagern sich in das Internet. So nimmt das Volumen der im Internet getätigten Geschäfte stetig zu und damit auch das Volumen von finanziellen Transaktionen. Für viele Unternehmer ist daher das Internet schon der primäre Vertriebsweg ihrer Produkte.

Doch wo eine Menge Licht ist, dort ist auch Schatten. Denn nicht nur Unternehmer, sondern auch Kriminelle versuchen aus dem Internet Profit zu schlagen. Dies geht bspw. durch einen Internetbetrug, bei dem man sich nicht mal mehr selbst die Hände schmutzig machen können. Ganze Banden haben sich auf dieses „Geschäft“ spezialisiert und die Polizei hinkt oft nur hinterher.

Die Betroffenen fragen oft, ob es sich überhaupt lohnt, die Polizei einzuschalten. Dies soll der vorliegende Beitrag erläutern.

 

Erscheinungsformen des Internetbetrugs

Das Internet ist ein vielfältiger Ort. Ebenso vielfältig sind die Erscheinungsformen des Internetbetrugs. Bspw. kann Ihnen ein Internetbetrug bei der Bestellung von Waren vorkommen. Sie bestellen eine Ware und bezahlen diese über das Internet. Doch auf die Ware warten Sie vergeblich. So hat der angebliche Verkäufer einen Internetbetrug begangen, weil er Ihnen vorgespiegelt hat, Ihnen gegen entsprechende Bezahlung eine Ware zu liefern. Meist lassen sich die Täter auch von der Polizei nicht mehr ausfindig machen.

Auch das Abfangen von Überweisungs- und Legitimationsdaten, das sogenannte Phising, erfreut sich großer Beliebtheit und ist auch als Form des Internetbetrugs der Polizei ein Dorn im Auge. So erstellen die Täter bspw. eine Internetseite, die der Ihrer Bank täuschend ähnlich aussieht. Hier bringen sie sie dazu, die Daten einzugeben, welche die Täter gleich wieder verwenden. Auch Daten der Kreditkarten werden gerne ausgelesen und verkauft, ohne, dass die Polizei gegen diesen Internetbetrug bisher eine Handhabe hat.

Sogar ganze Identitäten können im Rahmen eines Internetbetrug gestohlen werden um bspw. Dinge in Ihrem Namen zu kaufen. Oft bleiben Sie dann auf dem Schaden sitzen und es stellt sich die Frage, was in dem Fall des Internetbetrugs zu tun ist. Sollte man etwas zur Polizei gehen?

Sollten Sie zur Polizei gehen?

Die Frage, ob man im Falle eines Internetbetrugs zur Polizei gehen sollte meint man leicht beantworten zu können. Schließlich ist doch die Polizei gerade auch für Internetbetrug zuständig. Allerdings muss beachtet werden, dass die Aufklärungschancen gerade im Bereich des Internetbetrug relativ gering sind. Auch auf Grund einer hohen Arbeitsbelastung bleiben solche Fälle daher oft eine Zeit lang liegen, sodass die Täter Gelegenheit haben, sich abzusetzen, bzw. ihre Spuren zu verwischen. Die Polizei kann die Täter des Internetbetrugs dann gar nicht mehr ermitteln.

Zunächst sollten Sie daher den Sachverhalt bezüglich des Internetbetrug sichern. Tragen Sie also alle relevanten Informationen zusammen und ordnen Sie diese übersichtlich. Fertigen Sie einen Bericht an, in dem Sie den Ablauf des Internetbetrug schildern. Informieren Sie Ihre Bank und versuchen Sie das Geld zurückzukommen.

Oftmals lohnt es sich, einen Anwalt einzuschalten, da die Anzeige des Internetbetrug dann oft schneller bearbeitet wird. Dies liegt oft auch daran, dass die Anwälte den Sachverhalt komprimiert schildern, also im Falle des Internetbetrugs weniger Arbeit bei der Polizei verbliebt.

Fazit

Bei einem Internetbetrug müssen Sie schnell tätig werden und den Sachverhalt zusammentragen. Erst dann lohnt sich meistens erst der Weg zur Polizei. Ein Anwalt kann Ihnen helfen, die Sache zu beschleunigen.

Gerne können Sie uns in einer derartigen Angelegenheit kontaktieren. Wir helfen Ihnen dabei, den Sachverhalt zusammenzutragen und übernehmen auch die Kommunikation mit der Polizei im Falle eines Internetbetrugs.

 
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Rechtsanwalt Thomas Feil in den Medien

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