Haftung bei Internetbetrug?

Das Thema Internetbetrug ist ein sehr schwieriges Thema. Die Betroffenen fühlen sich oft auch in ihrer Würde verletzt, weil man sie übers Ohr hauen konnte. Oft ist die Scham dabei so groß, dass sie bei einem Internetbetrug gar nicht fragen, ob sie jemanden in Haftung nehmen können, sondern tragen den Schaden selbst. Auch der Gang zur Polizei wird oft nicht gewählt.

Der vorliegende Beitrag soll erklären, wer in Haftung genommen werden. Gleichzeitig sollen verschiedene Formen des Internetbetrugs dargestellt werden, die zeigen, wie perfide die Tricks der Internetbetrüger sind und das praktisch jeder darauf reinfallen kann. Sind Sie von einem Internetbetrug betroffen? Dann verhalten Sie sich nicht still. Gerne können Sie uns auch vertraulich anschreiben.

 

Was ist ein Internetbetrug?

Ein Internetbetrug fasst verschiedene Vorgänge zusammen und steht überwiegend für den Bereich der Internetkriminalität bei der ein Internetnutzer getäuscht wird wobei es oft darum geht, sich auch gleichzeitig der Haftung zu entziehen.

Ein klassischer Fall des Internetbetrugs ist die Kauffalle. Sie bestellen im Internet eine Ware und bezahlen diese auf der Onlineseite. Doch die Ware kommt nie. Der Verkäufer reagiert nicht auf Fragen und auf die Aufforderung das Geld zurückzuüberweisen. Er entzieht sich durch den Internetbetrug zugleich auch der Haftung. Möglich wird dies durch gut gestaltete Webseiten, die das Vorhandensein eines Shops suggerieren, aber in Wirklichkeit ihre Opfer nur zu Überweisungen bringen wollen, also dem Internetbetrug dienen. Achten Sie beim Besuch einer Seite immer auf einen möglichen Internetbetrug durch zu niedrige Preise oder Fehler bei der Gestaltung des Shops.

Auch Überweisungs- und Legitimationsdaten für das Online Banking werden gerne abgegriffen (Phishing). So erstellen die Betrüger im Rahmen ihres Internetbetrugs eine täuschend echt aussehende Seite Ihrer Bank. Geben Sie nun Ihre Daten ein, werden diese im Hintergrund weiter verwendet um eine Überweisung zu tätigen oder, bei klassischen Pin-Systemen, an eine größere Anzahl an Pins zu kommen.

Oft werden auch ganze Identitäten gestohlen um in Ihrem Namen Waren zu bestellen und zu bezahlen. Bei dieser Form des Internetbetrugs fühlen sich die betroffenen zu recht hintergangen und zutiefst verletzt.

Und wer trägt nun die Haftung?

Hierbei sind hinsichtlich der Haftung beim Internetbetrug verschiedene Konstellationen zu unterscheiden. Zunächst ist aber derjenige in der Haftung, der den Internetbetrug begangen. Sie haben gegen denjenigen einen Schadensersatzanspruch. Hierfür muss aber die Person bekannt sein. Dies ist überwiegend nicht der Fall, gerade, wenn einige Banden im Ausland sitzen. Man ist hier oft darauf angewiesen, dass die Polizei im Rahmen der Strafverfolgung jemanden ermittelt, den man dann auch Zivilrechtlich in die Haftung nehmen kann.

Im Falle einer missbrauchten Überweisung muss Ihnen die Bank den Betrag wieder gutschreiben, sofern Sie nicht vorsätzlich oder grob fahrlässig gehandelt haben. Hier ist die Bank also in der Haftung. Konnten Sie den Internetbetrug also nicht entdecken, sind Sie nicht in der Haftung. Auch eine Lastschrift kann noch eine gewisse Zeit lang storniert werden.

In anderen Fällen hängt dies vom Einzelfall ab, ob Ihnen einer Dritter das Geld erstattet, sich also in die Haftung begibt. Unter Umständen auch Dienstleister wie Paypal oder Trusted Shops.

Fazit

Es gibt einige Fälle, in denen die Haftung beim Internetbetrug übernommen wird. Maßgeblich ist vor allem, wie das ganze ablief. Wir raten Ihnen einen Anwalt auszusuchen, der die einzelnen Fälle voneinander abgrenzen kann.

Gerne können Sie auch uns kontaktieren. Wir prüfen im Einzelfall, ob ein Internetbetrug vorliegt und wer dafür in der Haftung ist. Gerne übernehmen wir auch weitere Schritte, wie das Stellen einer Strafanzeige bei der Polizei.

 
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Rechtsanwalt Thomas Feil in den Medien

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