Nach Internetbetrug ins Forum?

Sollten Sie Opfer eines Internetbetrugs geworden sein, “googlen” Sie vielleicht zunächst einmal nach einem einschlägigen Forum, in welchem Sie Hilfe erwarten. Unserer Erfahrung nach bekommen Sie dort jedoch meistens keine Hilfe, sondern nur Erfahrungsberichte anderer, die hilfreich, aber auch gefährlich sein können. Unsere Kanzlei ist auf das Rechtsgebiet Internetbetrug spezialisiert und hilft Mandanten bundesweit, sich nach einem Internetbetrug rechtlich sicher und kaufmännisch sinnvoll zu verhalten. Gern können Sie uns Ihren Fall unverbindlich schildern und unsere kostenfreie Ersteinschätzung einholen – in ein Forum schauen können Sie dann immer noch.

Welche Fälle des Internetbetrugs gibt es?

Die Fälle des Internetbetrugs sind mittlerweile unüberschaubar geworden, allein unsere Kanzlei erreichen wöchentlich konkrete Anfragen von Opfern eines Internetbetrugs. Dabei ist tatsächlich jede erdenkliche Konstellation vertreten. “Klassiker” eines Betrugs über das Internet sind das Bestellen und Bezahlen von Waren und/oder Dienstleistungen, ohne dass diese Waren und/oder Dienstleistungen je erhalten werden. Hierbei sind insbesondere die Onlineplattformen eBay und Amazon in den Fokus der Betrüger gerückt. Bei Amazon gibt der sogenannte marketplace immer häufiger Anlass dafür, dass uns Opfer von Internetbetrügereien kontaktieren und um Hilfe bitten. Auch der Bezahldienst paypal wird genutzt, um Internetbetrug durchzuführen. Bei paypal gibt es für die Betrüger verschiedene Möglichkeiten, das “überwiesene” Geld zurückzubuchen, sodass die Ware abgefangen werden kann und letztlich das Geld nicht beim Verkäufer bleibt. All diese Fallkonstellationen finden Sie auch in einem Forum online, wo Menschen ihre Erfahrungsberichte teilen.

Aber Internetbetrug betrifft auch Hackingangriffe, speziell das Phishing. Hierbei werden Onlinebanking-Zugangsdaten abgefangen und Überweisungen gegen den Willen des Kontoinhabers durchgeführt. Meist wird die hierfür notwendige Schadsoftware per Mail verschickt oder täuschend echt aussehende Mails, die den Eindruck erwecken von Banken zu stammen, liefern Links, die zu mit Schadsoftware infizierten Websites führen.

Oft bleiben die Täter anonym oder zumindest unauffindbar, aber nicht immer. Je nach Fallkonstellation kann es sinnvoll sein, einen spezialisierten Rechtsanwalt einzuschalten, insbesondere bei Fällen, die empfindliche Geldsummen zum Gegenstand haben.

Warum ein Forum meist nicht weiterhilft

Opfer eines Internetbetrugs versuchen oft in einem Forum nach Hilfestellungen zu suchen oder dort zumindest Gleichgesinnte zu finden, denen ähnliches widerfahren ist. Dies ist menschlich nachvollziehbar, in der konkreten Situation aber nicht immer der beste Weg, auf den Internetbetrug zu reagieren.

In einem Forum sind in der Tat Erfahrungs- und Leidensberichte von anderen Menschen zu finden, die mit Internetbetrug in Berührung gekommen sind. Die Frage ist nur, was diese Berichte nützen, wenn in der gleichen Zeit bereits juristische Schritte gegen die Täter eingeleitet werden könnten. In einigen Fällen sind die Opfer nur deshalb nicht mehr an ihr Geld gekommen, weil sie die rechtlich notwendigen Schritte zu lange hinausgezögert haben und die Täter entkommen konnten.

Wir möchten an dieser Stelle auch eindringlich davor warnen, Tipps und Ratschläge in einem Forum “blind” Folge zu leisten. Oft sind dort zwar engagierte Menschen unterwegs, die anderen tatsächlich helfen wollen, jedoch ist “gesunder Menschenverstand” nicht immer zielführend und es kommt bei Internetbetrug in den allermeisten Fällen auf juristische Kenntnisse an. Und nicht nur die juristischen Kenntnisse, sondern auch praktische Abläufe wie etwa Phishing mitsamt Überweisungen ins Ausland sollten gekannt werden, um einen Fall und die Erfolgsaussichten mitsamt aller notwendig einzuleitenden Schritte hinsichtlich Internetbetrug bewerten zu können.

Ein Forum mag zwar erste Anlaufstelle sein, um sich nicht völlig alleine gelassen zu fühlen, jedoch ist es sinnvoller, die Zeit ohne Verzögerungen für die Aufklärung des Falls und die Erörterung rechtlicher und tatsächlicher Schritte zu nutzen.

Unsere Hilfestellung

Sollten Sie Opfer von Internetbetrug geworden sein, oder sich als solches bereits wähnen, können Sie uns direkt kontaktieren und unverbindlich unsere Ersteinschätzung einholen. Sicher ist es auch nicht verkehrt, Google zu nutzen und sich auch in einem einschlägigen Forum zu informieren – beachten Sie jedoch, dass dort meist juristische Laien ihre Erfahrungen teilen, die sich nicht notwendigerweise mit Ihren Erfahrungen oder Ihrer Fallkonstellation decken. Gern helfen wir Ihnen weiter.

 
1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars 1 Bewertung(en), durchschnittlich: 5,00 von 5
Loading...

Rechtsanwalt Thomas Feil in den Medien

Schreibe einen Kommentar
Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Sie können folgende HTML-Tags benutzen:

<a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong> 

*
*

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen