Online-Casino – erfolgreich Geld zurückfordern mit Anwalt

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Wenn Sie bei einem Online-Glücksspiel oder einem Online-Casino Geld verloren haben, können Sie dieses Geld zurückfordern. Die Rechtsprechung und auch der Gesetzgeber haben dafür gesorgt, dass Spieleinsätze zurückgeholt werden können. Wie dies im Einzelnen funktioniert, soll nachfolgend dargestellt werden.

Das Wichtigste in Kürze:

  • Der Markt für Online-Casinos bewegt jährlich Milliarden. Wenn Sie Geld verloren haben, müssen Sie sich damit nicht abfinden. Fordern Sie Ihr Geld mit einem Anwalt zurück.
  • Es kann Geld vom Online-Casino und auch von Zahlungsanbietern, beispielsweise PayPal, Kreditkartenanbietern oder Banken zurückgefordert werden.
  • Die Verjährungsfrist beträgt drei Jahre. Es können also auch über einen längeren Zeitraum hinaus Einsätze zurückgeholt werden.
  • Bei hohen Glücksspieleinsätzen kann geprüft werden, ob mithilfe eines Prozessfinanzierers die Rückforderungen auch gerichtlich durchgesetzt werden können. Dies ist insbesondere dann interessant, wenn Betroffene nicht über genug eigene Mittel verfügen, um Ansprüche durchzusetzen.

Warum sind Online-Casinos in Deutschland illegal?

Obwohl der Markt für Online-Casinos milliardenschwer ist, ist das Online-Glücksspiel in Deutschland illegal. Dies ist in § 4 Abs. 4 Glücksspielstaatsvertrag entsprechend gesetzlich verboten. Auch § 284 StGB greift dieses Verbot auf. Wer ohne behördliche Erlaubnis öffentlich ein Glücksspiel veranstaltet, wird mit einer Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft. Dies gilt auch für Veranstaltungen von Glücksspiel im Internet. Der Gesetzgeber hat daher doppelt für eine Absicherung des Verbots gesorgt, wenn Glücksspiele nicht behördlich genehmigt sind.

Unter anderem das Oberverwaltungsgericht Schleswig-Holstein hat in einer Entscheidung vom 8. Juli 2019 (Az. 4 MB 14/19) deutlich gemacht, dass die gesetzlichen Verbote in Deutschland auch für Anbieter gelten, die ihren Sitz auf Malta oder in anderen EU-Staaten haben.

Unter anderem wird in den Urteilsgründen darauf verwiesen, dass bereits das Bundesverwaltungsgericht davon ausgeht, dass Glücksspiele im Internet wegen der damit einhergehenden Eigenheiten im Vergleich zum stationären Glücksspiel größere Gefahren nach sich ziehen (Bundesverwaltungsgericht, Urteil vom 26.10.2017, Az. 8 C 18/16).

In einer weiteren Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Berlin-Brandenburg (Az. 1 N 46.18) wird diese Linie der Rechtsprechung bestätigt. Im August 2019 hat das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg ebenfalls darauf hingewiesen, dass das Verbot von Online-Glücksspiel nicht gegen europäisches Recht verstößt.

Der Gesetzgeber plant für den Sommer 2021 Änderungen. Hier bleibt abzuwarten, ob damit das Online-Glücksspiel und die Online-Casinos legalisiert werden.

Vom Online-Casino Geld zurückfordern

Aufgrund des gesetzlichen Verbots sind Online-Casinos nach deutschem Recht illegal. Dann können Spieler ihre Einsätze und ihr verlorenes Geld von den Betreibern des Casinos zurückfordern. Es liegen bereits einige gerichtliche Entscheidungen vor, die Urteile zugunsten von Spielern ausgesprochen haben. Unter anderem hat im Oktober 2020 das Landgericht Traunstein einem Spieler mehr als 25.000 Euro zzgl. Verzugszinsen zugesprochen. Aufgrund des Urteils wurden dem Spieler auch alle Anwalts- und Gerichtskosten erstattet.

Natürlich gibt es gewisse Hürden, um Ansprüche entsprechend durchzusetzen. Zum einen ist zu prüfen, an wen sich die Rückforderungen richten. Neben dem Betreiber eines Online-Casinos können Rückforderungsansprüche gegenüber PayPal, Kreditkartenanbietern oder Banken sowie anderen Zahlungsdienstleistern geltend gemacht werden. Ggf. ist es auch sinnvoll, Ansprüche an unterschiedlichen Stellen durchzusetzen.

Gerne können Sie uns per E-Mail unter kanzlei@recht-freundlich.de kontaktieren. Wir prüfen dann gerne, inwieweit Ansprüche durchsetzbar sind.

Hilft die Rechtsschutzversicherung?

Leider können gerichtliche Verfahren nicht mithilfe der Rechtsversicherungen geführt werden. Es gibt da eine Ausschlussklausel für Glücksspiel. Insoweit müssen die Aufwände für die anwaltliche Vertretung und ggf. für eine gerichtliche Durchsetzung von dem Betroffenen übernommen werden.

Wir erörtern transparent mit unseren Mandanten, ob sich die Kosten für eine anwaltliche Beauftragung lohnen und wie die Erfolgsaussichten für die Durchsetzung von Ansprüchen sind. Grundsätzlich lässt sich sagen, dass bei Beträgen unter 2.000 oder 3.000 Euro die anwaltliche Vertretung sich nicht rechnet.

Eine Finanzierung von gerichtlichen Verfahren über einen Prozessfinanzierer kommt nur bei Beträgen im fünfstelligen Bereich, sprich über 10.000 Euro in Betracht.

Gerne erörtern wir mit Ihnen, welche Kosten im Falle einer Beauftragung auf Sie zukommen. Für die außergerichtliche Tätigkeit berechnen wir ein Pauschalhonorar.

Uns ist wichtig, dass Sie im Vorfeld genau wissen, welche Honorare für den Anwalt auf Sie zukommen.

Wir unterstützen bundesweit Spieler, die Gelder aus Glücksspiel zurückfordern wollen und Ansprüche gegenüber Online-Casinos und Betreibern von Online-Glücksspiel durchsetzen wollen.


2% unseres Gesamtumsatzes spenden wir an die Welthungerhilfe
 
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Rechtsanwalt Thomas Feil in den Medien

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