Geld zurück von Varot Financial? Betrug?

Lesezeit: ca. 5 Minuten

Nach uns vorliegenden Berichten gibt es Probleme mit dem Online-Broker Varot Financial. Auszahlungen sollen nicht durchgeführt werden.

Warnung vor Scanning

Behördliche deutsche Stellen, die für die Finanzaufsicht zuständig sind, informieren bereits seit Jahren über ihre Webseiten vor dem Phänomen „Cybertrading Fraud“ oder „Scamming“, oder anders gesagt vor betrügerischen Online-Brokern. Im Bundeslagebericht 2019 des Bundeskriminalamts wird Cybertrading Fraud als bedeutendes Phänomen dargestellt.

Die damit verbundenen Betrügereien sind dadurch gekennzeichnet, dass interessierten Anlegern mit betrügerischem Vorsatz die Option eingeräumt wird, über Internetplattformen in „innovative Finanzprodukte“ zu investieren.

Zu diesen angeblich gewinnversprechenden Finanzprodukten zählen Kryptowährungen oder CFDs (Contracts of Difference). Aber auch betrügerische Angebote klassischer Anlagegüter wie commodities, also Rohstoffe, Fonds oder Fremdwährungen sind auf diesen Anlageplattformen aufzufinden.

Geld wird nicht angelegt

Diese den angelogenen Anlegern dargestellten Anlagen gibt es nicht, sondern es entpuppt sich als “Fake-Anlagen”.

Online wird durch Marketingbemühen, gezielte Werbung und das Vorspiegeln “realer”, zufriedener Kundinnen und Kunden die Tradingplattform in ein glaubhaftes Licht gerückt. Erst einmal wird meist eine äußerst kleine Geldsumme zum Investieren angeboten und dadurch mit überschaubarem Risiko zur Geldanlage eingeladen.

Start mit 250 EUR, dann kein Geld zurück

Mit nur 250 Euro können die potenziellen Opfer hier eine erste Geldanlage tätigen und die Tradingplattform “kennenlernen” Daneben wird eine telefonische Beratung durchgeführt. Wenn Kapitalanleger sich dann als Kunden angemeldet haben, bekommen sie einen exklusiven Zugriff auf die Onlineplattform.

Auf dem dann online abrufbaren Anlagekonto können, in ähnlicher Weise wie bei echten Onlinedepots, die Geldeinzahlungen eingesehen werden und es kann die Rendite des Invests in Echtzeit nachvollzogen werden. Den Opfern dieses Anlagebetrugs werden dabei extreme Renditen vorgegaukelt, um sie vor dem Hintergrund dieser angeblichen Geldvermehrung zu größeren Einzahlungen, bzw. Transaktionen zu bewegen. Parallel erhalten Betroffene telefonischen Kontakt mit angeblichen Finanzberatern und Brokern.

Teilweise erfolgen tatsächlich Auszahlungen in geringem Umfang, um das Zutrauen der Opfer des Anlagebetrugs zu erschleichen. Soll dann jedoch eine große oder die gesamte Geldsumme ausbezahlt werden, wird häufig auf eine weitere Zahlung von angeblich zu entrichtenden Steuern verwiesen.

Vorsicht, wenn die Zahlung von Steuern gefordert wird

Eine Erstattung der investierten Gesamtsumme inklusive der Gewinne sei nur nach Begleichung vermeintlich angefallener Aktien- und/oder Kryptosteuern oder durch die Ausräumung kurzfristiger Hindernisse möglich. Hierdurch soll letztlich nur eine weitere Einzahlung veranlasst werden, um den Anlagebetrug auszuweiten. Wird dieser Forderung nachgekommen, erfolgt wie zu erwarten war trotzdem keine Rückerstattung.

Betrachtet man die öffentlichen Stellungnahmen der Ermittlungsbehörden, insbesondere des Bundeskriminalamts und der Zentralstelle Cybercrime der Generalstaatsanwaltschaft Bamberg, werden die zu Begehung der Anlagebetrügereien erforderlichen Handlungen durch unbekannte Täter grenzüberschreitend und durch Arbeitsteilung erbracht.

Typischerweise wird die technische Umsetzung der betrügerischen Plattform, ihre Administration und ihre Werbekraft von unterschiedlichen, auch vom außereuropäischen Ausland aus aktiven Spezialisten umgesetzt. Mitunter dient das “Darknet” als Marktplatz für solche “Dienstleistungen”. Das Gleiche zählt auch für die fernmündliche Beratung der Anleger und die Einbehaltung bzw. Weiterleitung der Geldsummen.

Bei den auf den jeweiligen Tradingplattformen angegebenen Betreibern handelt es sich entweder um nicht echte oder aber um Offshore-Vereinigungen, deren Gründer und tatsächliche Geschäftssitze sich nicht finden lassen. Von den Anrufern eingesetzte Telefonnummern, auch europäische Telefonnummern werden teilweise „gespooft“ oder aber per ausländische Provider unter Nutzung von Offshore-Vereinigungen bzw. von Auskopien unbeteiligter anderer Personen ohne deren Zustimmung angemietet.

Auf solche Netzanschlüsse kann praktisch von überall aus unzulässiger Weise zugegriffen werden. Die Domains, unter denen die jeweiligen Plattformen verarbeitet werden, sind oft über US-amerikanische Serviceanbieter eingetragen. Abfragen der Domain-Inhaber laufen wiederholt ins Leere. Da US-amerikanische Corporations keine direkten Anfragen deutscher Behörden bearbeiten, ist die Aufdeckung der Identitäten nur über den offiziellen Rechtshilfeweg durchsetzbar. Dies nimmt aber mitunter erhebliche Zeit in Anspruch.

Das Gleiche gilt für die Identifizierung der eingesetzten E-Mail-Providerdaten, bei deren Einrichtung Kontrolle der Inhaber oftmals nicht durchgeführt werden.

Trotzdem gelingt es den Strafverfolgungsbehörden teilweise, betrügerische Anbieter ihrer gerechten Strafe zuzuführen. Erst kürzlich wurde ein solches Anlagebetrugs-Netzwerk in Deutschland “hochgenommen” und die Betrügerinnen und Betrüger müssen sich zurzeit vor den zuständigen Strafgerichten erklären.

Ist Varot Financial seriös?

Der Geschäftssitz des betrügerischen Brokers ist im Ausland? Bedenken Sie, dass auch im Ausland ein Rechtssystem gilt, das Betrug verbietet.

Ohne Angabe eines Geschäftssitzes ist der Broker vermutlich unseriös. Es gibt keinen ersichtlichen Grund, warum der Anbieter seinen Geschäftssitz nicht nennen sollte.

Ist der Geschäftssitz außerhalb von Europa, wird es vielfach mühsam, den Broker rechtich unmittelbar anzugehen. Dann sind andere Wege einzuschlagen, um rechtlich sinnvoll zu agieren. Auf der Webseite waren die gesetzlich geforderten Angaben in einem Impressum nicht veröffentlicht. Dies ist nach unserer Erfahrung ein Indiz, dass der Broker nicht seriös ist.

Neben dem Impressum sowie weiterer Unternehmensangaben ist wichtig, ob auf der Website die Verantwortlichen veröffentlicht sind. Im Gesetz wird ausdrücklich die namentliche Angabe des Vorstands oder der Geschäftsführung verlangt, damit bei rechtlichen Auseinandersetzungen auch der Verantwortliche in Anspruch genommen werden kann.

Auf der Internetseite von Varot Financial sind keine Einzelheiten zur Geschäftsleitung benannt. Dies ist ein weiteres Indiz für mangelnde Seriösität und ein Grund, misstrauisch zu sein.

Liegen Warnmeldungen der Finanzaufsicht vor?

Für die Finanz-Plattform Varot Financial liegen keine Warnmeldungen von Aufsichtsbehörden vor.

Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Abkürzung BAFin) ist das vom Gesetzgeber vorgesehene Kontrollorgan für Finanzdienstleister und Banken. Diese Behörde untersteht der Aufsicht des Bundesministerium der Finanzen.

Die BaFin veröffentlicht regelmäßig Warnhinweise zu betrügerischen Aktivitäten von Finanzdienstleistern.

Äußerungen über Varot Financial

Im Internet konnten keine Erfahrungsberichte über Varot Financial festgestellt werden. Soweit wir wissen kann aus dieser Erkenntnis zunächst wenig entnommen werden. Auf jeden Fall kann daraus nicht geschlossen werden, dass der Broker seriös ist.

Kritische Erfahrungsberichte haben wir beim Durchsuchen des Internets nicht gefunden. Das bedeutet nicht automatisch, dass der Broker seriös ist.

Wie ist Varot Financial also einzuordnen?

Aufgrund der obigen Recherchen können wir aktuell nicht anraten, bei dem Broker Varot Financial Geld zu investieren. Es gibt verschiedene Aspekte, die Anlass für Vorsicht geben. In Anbetracht der vielen Angebote auf dem Brokermarkt empfehlen wir Ihnen, sich an einen anderen Anbieter zu wenden.

Wenn Sie bereits Geldsummen bei Varot Financial investiert haben und investierten Beträge nicht ausgezahlt bekommen, geben wir Ihnen nachfolgend Informationen, wie Sie wieder an Ihr Geld kommen.

Wenn Ihr Wunsch nach Auszahlung von Beträgen ignoriert wird, empfehlen wir Ihnen, sich anwaltliche Unterstützung zu holen.

Wichtige Infos für Opfer eines Betruges

Oft werden die Opfer von Betrügern dazu animiert, Geldeinzahlungen auf Börsen, die mit Bitcoin und Kryptos, zu erwirken. Unvorteilhaft ist bei solchen Betrügereien mit Bitcoins und Co., dass die betrügerischen Banden die Kryptowährungen dazu nutzen, um Transaktionen in der Anonymität verschwinden zu lassen.

Spezialisierte Kanzlei wird für Sie gegen Varot Financial aktiv

Wir unterstützen betrogene Investoren im D-A-CH-Bereich, um Forderungen gegen Varot Financial durchzusetzen.

Wir freuen uns auf Ihre Kontaktaufnahme per E-Mail unter kanzlei@recht-freundlich.de. Wichtig ist bei einer Kontaktaufnahme die Information, bei welchem Broker Sie Eurobeträge angelegt haben und wie hoch die investierte Summe ist. Gern können Sie uns auch per Telefon unter +49 511 4739060 erreichen.


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Rechtsanwalt Thomas Feil in den Medien

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