Erfahrungen mit PSE Market, Geld zurück

Lesezeit: ca. 6 Minuten

In Informationen, die uns übermittelt wurden, wird geschildert, dass der Online-Broker PSE Market Gelder nicht auskehrt, sondern statt dessen neue Zahlungen mit unterschiedlichen Begründungen verlangt.

Das Bundeskriminalamt und die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) informieren schon seit geraumer Zeit über ihre Webseiten vor dem Phänomen „Cybertrading Fraud“ oder „Scamming“, mit anderen Worten vor kriminellen Online-Brokern. Im Bundeslagebericht 2019 des Bundeskriminalamts wird Cybertrading Fraud als bedeutendes Phänomen dargestellt.

Solche Betrügsmaschen haben insgesamt gemein, dass interessierten Spekulanten in betrügerischer Absicht die Chance geboten wird, über Internetplattformen in “vielversprechende financial products” zu investieren.

Zu diesen angeblich renditestarken Finanzprodukten zählen Bitcoin, andere Kryptowährungen und CFDs. Aber auch betrügerische Angebote klassischer Geldanlagemöglichkeiten wie commodities, also Rohstoffe, Immobilien-ETFs oder Währungen sind auf solchen Internetplattformen vorzufinden.

Fake-Anlagen

Diese den gutgläubigen Investoren dargestellten Investmentoptionen gibt es nicht, sondern es entpuppt sich als “Fake-Anlagen”.

Die Interessenten und potenziellen Kunden werden durch Onlinewerbung auf die gewissen Tradingportale aufmerksam gemacht. Zu Beginn wird meist eine eher kleinere Einstiegssumme angeboten und so mit überschaubarem Risiko zur Geldanlage eingeladen. Als Initialinvestment werden 250 Euro ermöglicht, sodass die Eintrittsschwelle gering ist.

Intensive Betreuung am Telefon

Zeitgleich wird eine persönliche Betreuung per Telefon eingeleitet. Wenn Kapitalanleger sich dann als Kunden angemeldet haben, wird ihnen ein Onlineaccount zur Tradingplattform gewährt. Auf dem dann online abrufbaren Tradingdepot können, vergleichbar mit legalen Angeboten bei Online-Banken, die Euroeinzahlungen nachvollzogen werden und es kann die Chartentwicklung des Invests miterlebt werden.

Den Kapitalanlegern werden dabei überzeugende Vermögenszuwächse vorgegaukelt, um sie auf dieser Grundlage zu weiteren Überweisungen, bzw. Transaktionen zu überreden.

Dies wird flankiert durch Anrufe von als „Broker“ auftretenden „Beratern“. Kleinere Auszahlungen werden durch die Betrüger mitunter bewilligt und durchgeführt, um das Zutrauen der Opfer des Anlagebetrugs zu gewinnen. Falls die gesamte Geldsumme vom Betroffenen ausgezahlt werden soll, wird mit fadenscheiniger Begründung auf eine weitere Zahlung von angeblich zu bezahlenden Steuern verwiesen.

Hindernisse bei der Auszahlung

Eine Auszahlung wäre nur nach Begleichung vermeintlich angefallener Anlagesteuern oder durch die Ausräumung kurzfristiger Hindernisse möglich. Das Ziel ist dann, weitere Zahlungen zu generieren. Falls dann abermals eine Geldeinzahlung durch die Opfer durchgeführt wird, erfolgt soweit wir durch die Fallschilderung hunderter Betroffener wissen trotzdem keine Rückerstattung.

In Anbetracht der Meldungen der Ermittlungsbehörden, insbesondere des Bundeskriminalamts und der Zentralstelle Cybercrime der Generalstaatsanwaltschaft Bamberg, werden die zu Begehung der Betrugsmasche notwendigen Handlungen durch unbekannte Täter länderübergreifend und arbeitsteilig erbracht.

Oftmals wird die Erstellung der sich letztlich als Scam entpuppenden Plattform, deren technische Verwaltung und deren Werbekraft von unterschiedlichen, auch vom außereuropäischen Ausland aus handelnden geschulten Täterinnen und Tätern geleistet. Teilweise wird auf Leistungen aus dem sogenannten „Darknet“ zurückgegriffen. Das Gleiche zählt auch für die fernmündliche Beratung der Betroffenen und die Einbehaltung bzw. Weitersendung der Gelder.

Bei den auf den jeweiligen Onlineplattformen angegebenen Betreibern handelt es sich entweder um nicht reale oder aber um Offshore-Firmen, deren Gründer und tatsächliche Geschäftssitze sich nicht ermitteln lassen. Von den Anrufern verwendete Handynummern, auch europäische Telefonnummern werden entweder „gespooft“ oder aber über ausländische Provider unter Einsatz von Offshore-Vereinigungen bzw. von Auskopien unschuldiger Dritter ohne deren Zustimmung angemietet.

Auf jene Netzanschlüsse kann tatsächlich von jedem Ort der Welt aus unzulässiger Weise zugegriffen werden. Die Domains, unter denen die jeweiligen Plattformen bereitgestellt werden, sind oft über US-amerikanische Serviceanbieter angemeldet. Wer die Identität der Domainbetreiber herausfinden möchte, verläuft sich schnell bei diesem Unterfangen. Da US-amerikanische Corporations keine direkten Anfragen deutscher Behörden bearbeiten, ist die Aufdeckung der Identitäten nur über den offiziellen Rechtshilfeweg machbar. Dies nimmt aber oft beträchtliche Zeit in Anspruch.

Gleiches gilt für das Herausfinden der in Anspruch genommenen E-Mail-Providerdaten, bei deren Registrierung eine Überprüfung der Identitäten im Regelfall nicht umgesetzt werden.

Nichtsdestotrotz gelingt es den Cybercrime-Kommissaren teilweise, betrügerische Anbieter auffliegen zu lassen. In der letzten Zeit wurde ein entsprechendes “Broker”-Kollektiv in Deutschland zerschlagen und die Täterinnen und Täter müssen sich momentan vor den zuständigen Strafgerichten anklagen lassen.

Informationen zu PSE Market

Der scheinbar scamhafte Broker hat seinen Firmensitz nicht in Deutschland? Dies muss nicht zum Problem werden. Zivil- und strafrechtlich kann international gegen Täterinnen und Täter vorgegangen werden.

Nach unseren Untersuchungen ist der Geschäftssitz Rue Sigismond-Thalberg 2, 1201 Genf, Schweiz.

Ist der Geschäftssitz außerhalb von Europa, wird es häufig schwierig, direkt gegen den Broker rechtlich vorzugehen. Dann sind andere Maßnahmen zu ergreifen, um rechtlich erfolgreich zu handeln. Der Webauftritt des Brokers liefert keine gesetzlich vorgeschriebenen Informationen. Dies ist nach unserer Erfahrung ein Grund, musstrauisch zu werden. Der Broker hält sich nicht an die gesetzlichen Vorgaben.

Neben dem Impressum sowie weiterer Unternehmensangaben ist wichtig, ob auf der Website die Einzelheiten zu den Mitgliedern der Geschäftsführung veröffentlicht sind. Im Gesetz wird ausdrücklich die namentliche Angabe des Vorstands oder der Geschäftsführung verlangt, damit bei Rechtsstreitigkeiten die Geschäftsleituung zur Verantwortung gezogen werden kann.

Auf der Internetseite von PSE Market sind keine Namen von Geschäftsführern angegeben. Dies ist ein weiteres Indiz für mangelnde Seriösität und ein Grund, misstrauisch zu sein.

Warnmeldung der Behörden veröffentlicht?

Für die Finanz-Plattform PSE Market liegen Warnmeldungen von Aufsichtsbehörden vor. Die Warnmeldungen können Sie als Betroffene auf folgenden Webseiten finden: https://www.finma.ch/de/finma-public/warnliste/pse-market/

Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Abkürzung BAFin) ist die vom Gesetzgeber vorgesehene behördliche Aufsicht für Banken, Finanzdienstleister, die in Deutschland Finanzprodukte anbieten, und damit auch für Broker wie PSE Market. Die BaFin untersteht der Aufsicht des Bundesministerium der Finanzen.

Vor Betrügern und nicht seriösen Anbietern warnt die BaFin wiederholt mit Veröffentlichungen.

Bewertungen über PSE Market

Es werden auf verschiedenen Plattformen Erfahrungsberichte über PSE Market veröffentlicht. Positiven Bewertungen sollte mit Misstrauen begegnet werden. Viele betrügerische Plattformen investieren viel Zeit und Geld in die Erstellung von positiven Bewertungen. Daher sollten man sich als Investor nicht von positiven Bewertungen einnehmen lassen. Möglich ist, dass weitere Erfahrungsberichte im Internet gefunden werden können.

Wir haben verschiedene negative Postings gefunden. Es gibt eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass diese Bewertungen von betroffenen Anlegern stammen, die Probleme mit dem Broker hatten oder haben.

Interessant sind aus unserer Sicht unter anderem folgende Aussagen zu dem Broker, die wir kurz zusammengefasst wiedergeben: “VORSICHT!! BETRÜGER! Sie nahmen mir all das Geld, das ich jahrelang gearbeitet hatte, innerhalb kurzer Zeit ab.”.

Diese Aussagen sollten Investoren durchaus ernst nehmen und in Ihre Überlegungen und Planungen einbeziehen.

Kann ich dem Finanzdienstleister PSE Market nun vertrauen?

Aufgrund der obigen können wir aktuell nicht anraten, bei dem Broker PSE Market Geld einzuzahlen. Es gibt verschiedene Aspekte, die Anlass für geben. In Anbetracht der vielen Angebote auf dem Anlagemarkt raten wir Ihnen, sich an einen anderen Broker zu wenden.

Wenn Sie bereits Geldsummen bei PSE Market investiert haben und Ihr Geld nicht ausgezahlt bekommen, geben wir Ihnen nachfolgend Informationen, wie Sie Ihr Geld zurückbekommen.

Sie wollten sich Geld oder Gewinne auszahlen lassen, ohne dass es letztlich zu einer Rückzahlung oder Auszahlung kam, empfehlen wir Ihnen, sich Unterstützung durch spezialisierte Anwälte zu holen.

Wichtige Informationen bei Betrug durch Online-Broker

Häufig werden die Opfer von scamhaften Brokern dazu animiert, Geldeinzahlungen auf Börsen, die mit Bitcoin und Kryptos , zu erwirken. Schwierig ist bei solchen Betrugsmaschen mit Bitcoins und Co., dass die betrügerischen Banden die Kryptowährungen dazu nutzen, um Transaktionen in der Anonymität untergehen zu lassen.

Spezialisierte Kanzlei wird für Sie gegen PSE Market aktiv

Wir helfen Investoren in Deutschland, der Schweiz und Österreich, um Ansprüche gegen PSE Market geltend zu machen.

Wir freuen uns auf Ihre Kontaktaufnahme per E-Mail unter kanzlei@recht-freundlich.de. Wichtig ist bei einer Kontaktaufnahme die Angabe, um welchen Finanzdienstleister es sich handelt und welche Summe Sie dort eingezahlt haben. Für eine telefonische Kontaktaufnahme stehen wir Montags bis Freitags von 08.00 bis 18.00 Uhr unter +49 511 4739060 zur Verfügung.


2% unseres Gesamtumsatzes spenden wir an die Welthungerhilfe
 
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