Debcon & Saferpayment AG: Das große Geld mit den Erotikportalen

Immer wieder melden sich bei uns Mandanten, die mit erheblichen Forderungen der Firma Debcon Debitorenmanagement & Consulting GmbH und der Firma Saferpayment AG konfrontiert werden. Es geht um verschiedene Erotikportale, beispielsweise um das Erotikportal „Rotlichtplan“ oder „Frauenkontakte“. Teilweise geht es um Verträge, die vor vielen Jahren abgeschlossen worden sein sollen und aus denen nunmehr Forderungen geltend gemacht werden.

Wir unterstützen Mandanten bei der Abwehr solcher Forderungen, wenn diese Beträge mehr als 1.000,00 € betragen. Bei geringeren Beträgen ist unter kaufmännischen Gesichtspunkten eine anwaltliche Beratung häufig zu teuer. Dann können sich Betroffene an die Verbraucherzentrale wenden.

Einige unserer Mandanten sind es mittlerweile leid, mit regelmäßigen Forderungsschreiben der Firma Debcon konfrontiert zu werden und wehren sich mit sogenannten negativen Feststellungsklagen. Wir haben hier für einige Mandanten schon erfolgreich Forderungen der Firma Debcon und auch Forderungen der Firma Saferpayment AG abwehren können. Im Rahmen einer negativen Feststellungsklage stellt ein Gericht dann fest, ob Forderungen tatsächlich bestehen. Dann muss die Firma Debcon im Einzelnen nachweisen, dass es überhaupt einen Vertragsschluss beispielsweise über ein Erotikportal gegeben hat und muss des Weiteren im Einzelnen nachweisen, wie sich die angeblichen Forderungen zusammensetzen. Hier hat die Firma Debcon häufig große Mühe.

In einem aktuellen gerichtlichen Verfahren vor dem Landgericht haben wir nun einige Unterlagen der Firma Debcon vorgelegt bekommen. Es geht um einen Kauf- und Abtretungsvertrag über Forderungen aus Erotikportalen der Firma Saferpayment AG. Hier gab es mehrere Forderungsabtretungen, bevor die Zahlungsansprüche letztendlich bei der Firma Debcon zum Inkasso landeten. In dem aktuellen Kauf- und Abtretungsvertrag zwischen der Firma Ephodos GmbH und der Debcon Debitorenmanagement & Consulting GmbH aus Bottrop wird deutlich, um welche immensen Summen es bei solchen Forderungsverkäufen geht. Gemäß dem vorgelegten Vertrag gab es zwei Forderungsportfolien. In dem einen Portfolio ging es um über 40.000 Forderungen gegenüber mehr als 28.000 Schuldnern. Insgesamt belief sich das Forderungsvolumen auf mehr als 60 Mio. €. In einem zweiten Portfolio ging es ebenfalls um mehr als 45.000 Forderungen gegenüber mehr als 28.000 Schuldner. Hier hatte das Forderungsvolumen einen Umfang von mehr als 130 Mio. €.

Der Kaufpreis für die entsprechenden Forderungen wurde in dem bei Gericht vorgelegten Vertrag leider geschwärzt. Unabhängig davon gehen selbst die beiden Vertragspartner, sprich die Firma Ephodos GmbH und die Firma Debcon, davon aus, dass die Forderungen „zahlungsgestört“ sind, wie es in dem Vertrag heißt. Auch gehen die beiden Vertragsparteien von Verjährung oder anderen Gründen aus, die die Forderung uneinbringlich machen. Dies ist insbesondere bemerkenswert, da trotz der Selbsterkenntnis, dass Forderungen verjährt oder uneinbringlich sind, Debcon immer wieder mit mehreren und mehrfachen Mahnschreiben versucht, Druck auf Betroffene auszuüben, um dann letztendlich doch Forderungen durchzusetzen. Diese internen Abreden erklären auch, warum für Debcon auch die vielfachen Abschläge, die in den Mahnschreiben immer wieder zu beobachten sind, letztendlich das Geschäft doch attraktiv machen. Offensichtlich ist der Kaufpreis für die entsprechenden Forderungen so niedrig, dass schon bereits geringste Zahlung auf die jeweiligen Forderungen das Geschäftsmodell für Debcon erfolgreich machen.

Erstaunlich ist nach wie vor, mit welchen großen mehrstelligen Millionensummen die Erotikportale agieren können und wie viele Betroffene entsprechende Abonnements eingehen oder wie viele Pseudo-Abonnements von wem auch immer generiert werden.

Wenn Sie mit Forderungen der Firma Debcon konfrontiert werden, können Sie gern mit uns Kontakt aufnehmen. Bitte übersenden Sie uns dann die Forderungsschreiben, die Sie von der Firma Debcon erhalten haben. Wir prüfen dann, ob eine negative Feststellungsklage Aussicht auf Erfolg hat.

 
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