Neuer Trend bei Banken: Identifikation per Video

Die Bundesaufsicht für Finanzdienstleistung (BaFin) hat inzwischen ein Verfahren genehmigt, das eine Identifizierung mittels eines Videochats ermöglicht. Die Identifikation benötigt vorab das Einverständnis beider Vertragspartner, dass das Gespräch aufgezeichnet wird. Außerdem muss die Vorder- und Rückseite eines Personalausweises in die PC-Kamera gehalten werden, um sich so auszuweisen. Die Banken sehen darin eine neue Möglichkeit der Identifikation und eine Alternative zum Post-Ident-Verfahren.

Aus Sicht des Datenschutzes wird das neue Verfahren kritisch eingeschätzt. Der Bundesbeauftragte für den Datenschutz verweist darauf, dass aus seiner Sicht die Anfertigung von Screenshots des Ausweises datenschutzrechtlich bedenklich ist. Auch sei datenschutzrechtlich das eingesetzte Videoverfahren und die Löschung der Daten bei Abbruch des Identifizierungsprozesses ein datenschutzrechtliches Thema. Nach Auffassung der Bundesdatenschützer könnten in das Verfahren Funktion des elektronischen Personalausweises (NPA) integriert werden.

Mit Blick auf die Anforderungen der Geldwäschekontrolle und des Geldwäschegesetzes muss sichergestellt sein, dass die organisierte Kriminalität keine Konten unter Vortäuschung falscher Personenangaben eröffnen kann. Ob das jetzt genehmigte Verfahren per Video eine ausreichende sichere Identifikation ermöglicht, ist zu bezweifeln.

 
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